Hans-Willi Körfges MdL: „Mehr tun für Bildungsgerechtigkeit in Kitas und Schulen“

Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der SPD-Fraktion im Landtag NRW hat gezeigt: 46,8 Prozent der Menschen in Mönchengladbach sind für die Abschaffung der Kita-Gebühren, 69,8 Prozent wollen eine größere finanzielle Förderung von Schulen in herausfordernden Lagen. Viele Menschen in der Region wollen bei Kita-Gebühren eine finanzielle Entlastung von Familien. Eine Mehrheit befürwortet zudem, mehr für Schulen in herausfordernden Lagen zu tun. Hans-Willi Körfges unterstützt das. Er fordert Maßnahmen für bessere Bildungschancen und die Abschaffung von Kita-Gebühren.

46,8 Prozent der Menschen in Mönchengladbach wünschen sich, dass Kita-Gebühren in ganz NRW abgeschafft werden. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey hervor, die die SPD-Fraktion im Landtag NRW in Auftrag gegeben hat. Nur 17,1 Prozent sprechen sich dafür aus, das jetzige System beizubehalten, bei dem jede Kommune selbst die Beiträge festlegt. 27,0 Prozent der Befragten wollen, dass das Land zumindest die Höhe der Gebühren begrenzt.

„Die Botschaft der Bürgerinnen und Bürger ist klar: Sie wollen ein Ende des ungerechten Flickenteppichs an Kita-Gebühren in Nordrhein-Westfalen“, sagt Hans-Willi Körfges, Landtagsabgeordneter aus Mönchengladbach. Die Kita-Beiträge variieren zwischen den Gemeinden in NRW deutlich. So zahlt eine Familie mit einem jährlichen Einkommen von 43.050 Euro für einen U3-Platz mit 45 Stunden Betreuung in der Woche je nach Ort unterschiedlich viel. In Monheim sind es null Euro, in Duisburg 3.024 Euro pro Jahr und in Lage im Kreis Lippe 4.008 Euro. „Dieses Gebührenwirrwarr ist nicht nur undurchsichtig. Es produziert vor allem Ungerechtigkeiten. Die Höhe der Gebühren hängt von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Städte ab“, sagt Körfges. Deshalb wollen wir die Kita-Gebühren überall in NRW abschaffen.

Die Frage von Civey, Schulen mit besonderen sozialen Gegebenheiten (z. B. aufgrund des Stadtteils) in Nordrhein-Westfalen größere finanzielle Unterstützung erhalten sollen, haben 69,8 Prozent der Befragten in Mönchengladbach die Frage mit „Ja“ geantwortet. „Die Menschen in unserer Stadt fordern mehr Bildungsgerechtigkeit“, betont Körfges. „Diese Landesregierung tut zu wenig für die Chancengleichheit für die Kinder im Land.“

Die SPD-Fraktion will Schulen in herausfordernden Lagen besonders unterstützen. Etwa 1.000 solcher Schulen gibt es in NRW, so Körfges. Diese Schulen sollen zukünftig beim Personal einen Aufschlag von 20 Prozent auf den Grundstellenbedarf erhalten. Kurzfristig sollen diese Schulen zusätzlich 300.000 Euro erhalten. Dieses Geld könne zum Beispiel für zusätzliches Personal, die Finanzierung von außerschulischen Projekten oder kostenfreies Mittagessen genutzt werden. Mit diesen Schritten will die SPD-Landtagsfraktion das Engagement vor Ort fördern.