Heimathopsen – Bewegung von Kindern im urbanen Raum untersucht

Die Studierenden der Hochschule Niederrhein bei der Vorstellung der Ergebnisse; Fotos: FHN

Innenstädte werden hauptsächlich für Autofahrer:innen sowie für Konsum und Dienstleistungen geplant, Kinder sind oft nachrangig.

Einige Städte haben jedoch verstanden, dass das kein zukunftsfähiger Weg ist.
In Mönchengladbach soll die Innenstadt nun von den Kindern zurückerobert werden und als großer zusammenhängender Spielort gesehen werden.
Einen ersten Schritt in diese Richtung nimmt das Projekt „Heimathopsen“ vom Stadtsportbund Mönchengladbach und der Stadtsparkasse.
„Das Projekt, bei dem Hüpfbilder im Gewand einiger Wahrzeichen der Stadt Mönchengladbach auf Flächen in der Stadt gemalt werden, versucht den Kindern Spielmöglichkeiten zu schaffen und gleichzeitig einen Bezug zur Stadt zu schaffen“, erläutern die Ideengeber Hermann-Josef Stefes und Axel Tillmanns. Stefes, der am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein unterrichtet, hat nun mit seinen Studierenden im Fach Kindheitspädagogik diese Hüpfbilder untersucht.

Beispiel Hüpfbild

Bei dem Pilot-Projekt wurden Hüpfbilder an zehn verschiedenen Standorten des Stadtteils Mönchengladbach-Eicken aufgemalt. Die Bilder wurden dann von den Studierenden für elf Stunden, zwischen 7:30 und 16 Uhr, beobachtet. Aus diesen Beobachtungen heraus konnten die Studierenden einige Empfehlungen geben, wie die Bilder noch weiter optimiert werden können.

Die wichtigste Erkenntnis: Es reicht nicht aus, die Bilder einfach nur in den Sozialraum zu malen, um die Kinder zum Bewegen zu motivieren. Die Zeit und der Ort sind sehr relevant. Es gilt: Die Bilder werden nur bespielt, wenn sie erreichbar sind und die Kinder und Eltern tatsächlich etwas Zeit haben. Vor allem am Nachmittag und in der unmittelbaren Nähe von Hauptgehrouten, kommen die Bilder gut an. Bis zu 90 Mal wurden die besten Bilder bespielt, die weniger guten nur vier Mal.
Die Ergebnisse wurden unter anderem der Bezirksvorsteherin Monika Halverscheid und Vertreter:innen der Stadt und des Stadtsportbundes vorgestellt, die sich für eine Auswertung des Projekts aussprachen und auch in Zukunft auf die Expertise der Kindheitspädagoginnen zurückgreifen wollen.

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