Institut iPattern an der FHN entwickelt Segmentierungssoftware für Muskelquerschnitte in MRT-Aufnahmen

MuskelerkennungWenn Muskeln nicht mehr belastet werden, bilden sie sich zurück. Dieses Problem betrifft nicht nur bettlägerige Patienten, sondern auch Raumfahrer im All.

Wie diese Rückbildung genau erfolgt und welche Gegenmaßnahmen helfen können, wird am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln erforscht.
Ein Team vom iPattern-Institut der Hochschule Niederrhein hat nun eine Software geschrieben, die das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin bei seiner Forschungsarbeit unterstützt.

 

Das DLR untersucht die Muskelveränderungen mittels Magnet-Resonanz-Aufnahmen (MRT). Dabei wird die Muskelgröße der Studienteilnehmer regelmäßig ermittelt und deren Veränderung gemessen.
Da die manuelle Auswertung der aufgenommenen MRT-Bilder sehr mühselig ist, hatte Dr. Jochen Zange vom DLR den Kontakt zur Hochschule Niederrhein und dort zum Institut für Mustererkennung gesucht. Die Krefelder Wissenschaftler sollten eine Software entwickeln, die die Auswertung der MRT-Bilder automatisiert unterstützt.

Und das Team – bestehend aus Prof. Dr. Regina Pohle-Fröhlich, Prof. Dr. Christoph Dalitz sowie dem Masterstudenten Christian Hahn – war erfolgreich:
Nach sechs Monaten Entwicklungszeit ist die fertige Software in der Lage, die Bilddaten einzulesen, Muskelregionen automatisiert zu erkennen, die von der Software erkannten Regionen bei Bedarf zu korrigieren und Kennzahlen wie das Muskelvolumen automatisch zu berechnen.

Dr. Zange zeigte sich angetan über die Arbeitserleichterung durch die neue Software und deren intuitive Bedienbarkeit.
Und auch Masterstudent Christian Hahn freut sich: „In dem Projekt konnte ich unmittelbar das im Master Informatik gelernte Wissen in die Praxis umsetzen“.