Interkultureller Austausch in der Vorweihnachtszeit an der FHN

Gaeste_aus_ChalonNachdem Studierende des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften im November in Frankreich zu Gast waren, kamen die Studierenden der Ecole de Gestion et de Commerce de Chalon-sur-Saône nun zum Gegenbesuch an die Hochschule Niederrhein. Insgesamt zwölf Gäste (zehn Studierende, zwei Betreuer) aus dem Burgund verbrachten drei Tage im Rheinland. „Wir möchten die Studierenden mit diesem Programm für andere Kulturen sensibilisieren“, erklärt Professor Dr. Bernard Vogl die Zielsetzung des Austauschprogrammes.
Vor allem im späteren Berufsleben ist der Umgang mit anderen Kulturen in Zeiten eines immer enger zusammenwachsenden Marktes immens wichtig.
„Wer heute erfolgreich sein möchte, der muss sich in einem internationalen Umfeld bewegen können“, weiß Helmut Rupsch, langjähriger Manager des japanischen Elektronikkonzerns Sony und Mitorganisator des Austauschs.
Wie schon beim Besuch in Frankreich zeigte sich nun auch beim Gegenbesuch, dass die Herangehensweise an Fallstudien durchaus unterschiedlich ist.
„Die deutschen Studierenden sind in der Kommunikation häufig direkter, dafür sind die Franzosen schneller in der Umsetzung“, hat Professor Vogl aufmerksam registriert.

Der mitgereiste französische Professor Gilbert Cudennec erklärte in seinem Vortrag die unterschiedliche Strategie deutscher und französischer Unternehmen, in dem er die beiden Automobilkonzerne Volkswagen und Renault beim Eintritt in den chinesischen Markt verglich.
In einer Gruppenarbeit beschäftigten sich die deutschen und die französischen Studierenden mit der Frage, wie Europa und die Europäische Union im Jahr 2020 aussehen werden. Auch hier zeigte sich wieder, dass die europäische Idee in den beiden Nachbarstaaten unterschiedlich gesehen und bewertet wird.
Ein buntes Rahmenprogramm rundet den dreitägigen Aufenthalt der Gäste am Niederrhein ab.
Der Austausch zwischen der Hochschule Niederrhein und der Hochschule in Chalon besteht bereits seit vier Jahren.
„Am Anfang gab es eine gewisse Skepsis, ob das funktioniert. Doch wir freuen uns jetzt umso mehr, dass es so positiv läuft und planen bereits einen neuen Austausch im nächsten Jahr“, freut sich Professor Vogl.