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Mönchengladbacher Zeitung

„L’amour toujours“: Erneuter Vorfall bei Veranstaltung (Schützenfest) in Venn

Am Samstag, 20. Juli, kam es bei einem Schützenfest im Ortsteil Venn zu rassistischen Gesängen zu einem Lied des Künstlers Gigi D’Agostino.

Der Staatsschutz der Polizei erhielt Kenntnis von dem Vorfall und hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung aufgenommen.

Am Dienstag, 23. Juli, erhielt die Polizei über eine Online-Anzeige Kenntnis von einem Video, das in einem sozialen Netzwerk veröffentlicht wurde. Auf dem Video ist zu sehen und zu hören, wie eine unbestimmte Anzahl von Personen in einem Festzelt zu dem Lied „L’amour toujours“ von Gigi D’agostino mehrfach laut und deutlich den Slogan „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ singt.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde das Video am Samstag um 23.47 Uhr bei einem Schützenfest im Ortsteil Venn aufgenommen.

Die Kriminalinspektion Staatsschutz der Polizei Mönchengladbach hat die Urheberin des Videos (15) mittlerweile ermittelt.
Es werden jedoch weiterhin Zeugen gesucht, die zur fraglichen Zeit anwesend waren und Angaben zu den anderen Personen machen können, die sich an den Gesängen beteiligt haben. Noch nicht bekannte Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02161-290 bei der Polizei zu melden.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dem beschriebenen Liedtext um rassistische Äußerungen handelt, die den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllen. Personen, die diese Parolen in der Öffentlichkeit skandieren, können sich gem. § 130 StGB strafbar machen. (et)

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Kommentare

2 Kommentare zu „„L’amour toujours“: Erneuter Vorfall bei Veranstaltung (Schützenfest) in Venn“

  1. Stefan

    Seit mehreren hundert Jahren treten Schuetzenbruderschaften für Gemeinsamkeit, Hilfe in der Not (Schützen kommt von Beschützen) und Toleranz ein. Lange bevor es solche Scheisshausparolen von Wichtigtuern gibt. Die Uniformen sind, wie im Karneval dazu da, aus unterschiedlichen Menschen eine Geimschaft zu bilden (daher auch der Name „uni“-Form). Die schuetzenbruderschaften erreichen mehr für das Allgemeinwohl als viele ernannte Besserwisser.

    Und ja, einmal im Jahr gibt es das Schützenfest als Höhepunkt. Und ja, dazu gehört, wie in jedem Teil unseres Landes auch Volksmusik. In Bayern die Polka in Ostfriesland der Chor und hier im Rheinland die marschmusik. Die Parade ist nicht militärisch sondern zu Ehren des Schützenkönigs.

    Wer sich über die Bruderschaften aufregt, sollte erst mal verstehen, was sie bedeuten.

    Ganz sicher ist die Idee nicht veraltet oder nicht mehr zeitgemäß. Ganz im Gegenteil. Raus aus der anonymen Social Media getriebenen Welt in reale Freundschaften und das Generationen übergreifend.

    Und vor allem: keine Ausgrenzung, kein Extremismus, keine Anfeindung. Sondern alle gemeinsam

  2. Gerd Beaujean

    Schützen, das ist doch die Truppe, die Brauchtum und Vaterland gaaanz hochhält und sozial und christlich ist… so geistreich wie neulich bekannt geworden „schieß Heil.“
    Und wenn man schon einmal dabei ist, darf man sich gerne auch Gedanken über uniformierte Aufmärsche zu Blasmusik machen. Zeiten haben sich geändert und so manches Andere mit ihnen. Nicht alles, was irgendwann nett und in Ordnung war, ist immer noch passend, nur weil man sich des Stempels „Brauchtum“ bedienen kann. Das ist zu billig.