„Menschenfeindlichkeit in der Mitte der Gesellschaft“ – ein Symposium am 27. Oktober 2012

Die Theo-Hespers-Stiftung e.V.  veranstaltet gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein ein Symposium. ( Veranstaltungflyer )
Die furchtbaren Terroranschläge der NSU, rechtsextreme Kameradschaften, die durch unsere Städte marschieren, Wahlergebnisse rechter Parteien – das sind die sichtbaren Auswüchse von Menschenfeindlichkeit, über die sich die
allermeisten von uns entsetzen, empören und klar davon distanzieren.
In der Stadt Mönchengladbach haben wir – zum Glück – vergleichsweise wenige Probleme mit dieser Form des offenen Rechtsextremismus.
Aber können und sollten wir uns daher einfach zurücklehnen?

Jenseits solcher offenen Formen von Menschenfeindlichkeit gibt es in der Mitte der Gesellschaft viele kleinere und größere Diskriminierungen, unbewusste, aber auch absichtliche Abwertungen und Ausgrenzungen von Menschen.

Menschen werden wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer „anderen“ ethnischen, kulturellen oder religiösen Gruppe, aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung, einer Behinderung oder auch deshalb, weil sie arm sind als ungleich und leicht auch als ungleichwertig markiert.

Selbst diejenigen, die solchen menschenfeindlichen Tendenzen entgegentreten, werden nicht selten angegriffen.
Das Symposium will der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in unserer Mitte nachspüren.
Werden bei uns – im Jugendheim, in der Schule, auf der Arbeit, in Verbänden, im Fußballverein, der städtischen Verwaltung oder der Gemeinde – Menschen, ganz gleich zu welcher Gruppe wir sie zählen, tatsächlich als gleichwertig
anerkannt und behandelt?
Was können wir gegen Abwertung und Ausgrenzung und für mehr Gleichwertigkeit tun?
In Vorträgen und Arbeitsgruppen sollen diese Fragen gemeinsam diskutiert und Ansatzmöglichkeiten von Intervention und Prävention herausgearbeitet werden.

Das Programm

9:30 Einlass
10:00 – 10:30 Begrüßung und Einführung
Gastgeber und Veranstalter
Prof. Dr. Beate Küpper (Hochschule Niederrhein)
Ferdinand Hoeren (Theo-Hespers-Stiftung e.V.)

Grußworte
Oberbürgermeister Norbert Bude
Präsident der Hochschule Niederrhein
Prof. Dr. Hans-Henning von Grünberg

10:30 – 11:00 Vortrag
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Mitte
der Gesellschaft, Bericht aus der Langzeitstudie (2002-2011)
Prof. Dr. Beate Küpper
11:00 – 11:30 Kaffeepause

11:30 – 12:00 Vortrag
Können Bildung und Sport vor Menschenfeindlichkeit
schützen?
Prof. Dr. Andreas Zick (Universität Bielefeld)

12:00 – 13:00 Podiumsdiskussion und Plenum
Moderation: Prof. Dr. Klaus Hansen (Hochschule Niederrhein)
13:00 – 13:30 Mittagssnack

13:30 – 15:00 Arbeitsgruppen
Gibt es Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auch bei
uns und was können wir für mehr Gleichwertigkeit tun?

Themenfelder:
Schule, Jugendeinrichtungen, Sport, Arbeitswelt,
Kirche/Religionsgemeinde, Stadtverwaltung

15:00 – 16:00 Berichte und Diskussion
Ergebnisse der Arbeitsgruppen
Moderation: Prof. Dr. Klaus Hansen

16:00 – 16:30 Austausch von Ergebnissen und
Perspektiven bei Kaffee und Kuchen

16:30 Ende der Veranstaltung

Wir bitten Sie freundlich, sich anzumelden:
Aus organisatorischen Gründen spätestens bis zum 15. Oktober 2012
bei:
Prof. Dr. Beate Küpper
Fachbereich Sozialwesen
Hochschule Niederrhein
Postanschrift:
Richard-Wagner-Str. 101
41065 Mönchengladbach
am besten per e-mail:
e-mail: info@theo-hespers-stiftung.de
Telefon: (049) 02161 209 213