Mönchengladbach erwartet heute 200 Flüchtlinge des Landes

Die Unterbringung erfolgt aktuell in der Krahnendonkhalle in Neuwerk, später in Zelten: In fünf Wochen sollen zwei neue Gebäudekomplexe für jeweils 400 Flüchtlinge stehen.

Die Stadt Mönchengladbach bereitet sich nach einem erneuten Hilfegesuch des Landes mit Hochdruck auf die Ankunft von weiteren 200 Flüchtlingen aus Ungarn vor, die für heute Abend angekündigt sind. Weil die Kapazitäten zur Unterbringung von Flüchtlingen alle erschöpft sind, muss die Stadt auf eine Notlösung zurückgreifen: Die Flüchtlinge sollen zunächst voraussichtlich bis Mittwoch in der Krahnendonkhalle am Gathersweg in Neuwerk untergebracht werden.

Feuerwehr und Hilfskräfte haben bereits die Dreifachsporthalle mit Betten eingerichtet. Parallel dazu lässt die Stadt ab morgen Früh (Dienstag, 8. September) auf einem Freigelände neben der Halle beheizbare Zelte für voraussichtlich fünf Wochen errichten.

Am Mittwochvormittag sollen die Flüchtlinge dann in die Zelte umziehen. Hier stehen ihnen weiterhin die Dusch- und Sanitäranlagen der Mehrzweckhalle zur Verfügung.
Ab dann können die Schulen und Sportvereine auch wieder die Krahnendonkhalle nutzen.
Die Registrierung, Betreuung und Versorgung der Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln erfolgt zunächst durch den ASB und das DRK, ab Mittwoch durch die Stadt.

Darüber hinaus kümmert sich die ökomenische Flüchtlingshilfe Neuwerk um Gemeindepfarrer Till Hüttenberger mit einem Team von 25 Ehrenamtlern um die Flüchtlinge.
Sachspenden werden derzeit nicht benötigt. Die Stadt geht davon aus, dass die Notunterbringung der 200 Flüchtlinge etwa fünf Wochen dauern wird.

Mit Blick auf den kommenden Winter arbeitet die Stadt an einer Grundsatzlösung zur Unterbringung von bis zu 800 Flüchtlingen. Hier strebt die Stadt die Errichtung von Gebäudeobjekten in Leichtbauweise an, die entweder angemietet oder gekauft werden sollen. Konkrete Standorte stehen derzeit noch nicht fest. In die Gebäudekomplexe, die teilweise bereits ab Anfang Oktober zur Verfügung stehen, werden dann auch die für heute erwarteten 200 Flüchtlinge untergebracht.