Nach dem Rettungsdienstbedarfsplan ist vor dem Plan

Feuerwehrchef Jörg Lampe und Matthias Engel, Beigeordneter bei der Stadtverwaltung Mönchengladbach, stellten den Jahresbericht der Presse vor.

Insgesamt 45.436 Einsätze, davon 33.251 im Rettungsdienst und 551 Brände verzeichnet die Feuerwehr Mönchengladbach für das Jahr 2016.
Damit gibt es in fast allen Fällen ein Anstieg der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr (2015: insgesamt 44.957 Einsätze, 32.376 davon im Rettungsdienst, 440 Brände).

„Das wir bei der Einsatzlage so gut aufgestellt sind, hängt unter anderem auch damit zusammen, dass hier in der Stadt Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr gut ineinandergreifen.“ Doch auch die vorausschauenden Planungen helfen dabei, steigenden Einsatzzahlen besser begegnen zu können, erklärt Feuerwehrchef Jörg Lampe: „Wir versuchen mit dem Rettungsdienstbedarfsplan uns schon frühzeitig  so aufzustellen, dass wir nicht auf neue Situationen reagieren müssen, sondern schon gewappnet sind, zum Beispiel was Rettungsfahrzeuge angeht. Und so schaffen wir es bisher auch einen guten Standard zu halten.“

Das bedeutet unter anderem, dass Mönchengladbach die Maßgabe, in 90 Prozent der Einsätze in acht Minuten am Einsatzort zu sein, auch einhalten kann. „Damit das auch in Zukunft so bleibt, ist nach dem Rettungsdienstbedarfsplan vor dem Rettungsdienstbedarfsplan.“ Und so stehen erste Überlegungen an, wie Wachen und Einsatzfahrzeuge so auf dem Stadtgebiet in Zukunft verteilt werden könnten, um eben diesen Standard weiter zu halten.
Da Verlegungen auch ein immer größeres Thema für die Feuerwehr sind, unter anderem weil sie notärztlich betreut sein müssen, geht es auch hier darum, keine Lücken entstehen zu lassen. Dabei handelt es sich dann auch häufiger um eine zeitintensivere Aufgabe, erklärt Lampe: „Durch die immer stärkere Spezialisierung von Kliniken gehen die Verlegungen eben nach Aachen, Düsseldorf, Krefeld. In diesem Bereich sind wir auch sieben Tage die Woche im Einsatz.“
Ausgebaut werden auf dem Stadtgebiet auch weiter die Sirenenanlagen. Bis 2019 sollen sie flächendeckend installiert sein. „Bisher hat es mit jedem Probealarm gut funktioniert. Natürlich muss hier und da noch nachjustiert werden. Aber ansonsten läuft es schon ganz gut.“

Auch die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) findet laut Matthias Engel, als Beigeordneter bei der Stadtverwaltung Mönchengladbach zuständig für die Bereiche Organisation, Personal, Ordnung und Feuerwehr, großen Zuspruch: „Schon relativ schnell hatten rund 20.000 Mönchengladbacher sich die App runtergeladen und die Zahl dürfte mittlerweile noch deutliche höher liegen.“ Doch auch abgesehen von der App ist alles so eingerichtet, dass jeder Mönchengladbacher in seinem Zuhause bei einem Alarm schnell an Informationen kommen wird.