„Nie wieder“ ist jetzt!

Straßenumbenennung im Herzen der Stadt soll deutliches Zeichen setzen.

Informationsabend für die Anwohnenden zur Umbenennung eines Teils der Blücherstraße in Hilde Sherman-Zander Straße.

Termin: Donnerstag, 6. Juni, 18.30 Uhr in der Zentralbibliothek (Blücherstraße 6, 1. OG – Wandelhalle)


Hilde Sherman-Zander – das Schicksal und die Geschichte der gebürtigen Mönchengladbacherin stehen stellvertretend für das abertausender systematisch deportierter Jüdinnen und Juden aus Deutschland. Sie zählt zu den wenigen, die den Holocaust überlebt haben. Und damit das Grauen dieser Zeit nicht in Vergessenheit gerät, hat sie ihre Erinnerungen daran niedergeschrieben.

Daran anknüpfend und um das Andenken von Hilde Sherman-Zander zu ehren möchte der Kulturausschuss eine Straße nach ihr benennen.
Hier ist nun von Seiten der Stadt zusammen mit dem Oberbürgermeister Felix Heinrichs ein Vorschlag erarbeitet worden: „In den vergangenen Monaten hat es erste Sondierungsgespräche mit der Politik und der jüdischen Gemeinde sowie fachliche Rücksprachen mit meinem für die Benennung und Umbenennung von Straßen zuständigen Fachbereich Geoinformation gegeben. Angesichts des ehemaligen Standortes der jüdischen Synagoge gegenüber der heutigen Zentralbibliothek ist bei diesen Vorgesprächen das zwischen der Regentenstraße und der Kaiserstraße gelegene Teilstück der Blücherstraße verstärkt für eine Umbenennung in Betracht gezogen worden.“
Bei dem Straßenabschnitt zwischen Parkstraße und Regentenstraße soll der Name Blücherstraße beibehalten werden. Eine Entscheidung über die Umbenennung trifft letztlich der Rat der Stadt.

Um diesen Vorschlag und dessen Hintergründe gezielt den rund 45 Anwohnerinnen und Anwohnern näher zu erläutern, hat der Oberbürgermeister zu einem Informationsabend für Anfang Juni eingeladen: „In erster Linie ist es mir neben aller Information unsererseits aber vor allem ein Anliegen, die Meinung der Anwohnerinnen und Anwohner zu solch einem Vorhaben zu hören. Denn selbstverständlich haben wir größtes Verständnis dafür, dass eine solche mögliche Veränderung auch mit Sorgen und Bedenken einhergeht. Dem möchten wir mit der größtmöglichen Unterstützung und Hilfe Seitens der Stadt begegnen.“
Alle haben eine Einladung per Posteinwurf erhalten. In der Umbenennung liegt für Heinrichs aber auch eine große Chance: „Aktuell wird immer wieder klar, dass unsere freiheitlichen demokratischen Werte nichts Selbstverständliches sind. Mit der Umbenennung an dieser Stelle im Herzen unserer Stadt können wir noch einmal ein deutliches Zeichen dafür setzen: „Nie wieder“ ist jetzt! Wir vergessen nicht und wollen uns immer wieder daran erinnern, damit wir allem, was unser respektvolles, friedliches und freiheitliches Miteinander in Gefahr bringt, rechtzeitig begegnen.“

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