Politiker im Fachausschuss loben neue Rathauspläne –
Neubau soll durch Stadttochter realisiert werden

Die Verwaltung ist in ihren Überlegungen für einen neuen zentralen Verwaltungsstandort in  Rheydt auf dem richtigen Weg. Diesen Eindruck vermittelten alle anwesenden Politiker im gestrigen Bauausschuss.
Einstimmig votierte der Planungs- und Bauausschuss in seiner Sitzung dafür, die ersten Grundgedanken, die bisher über das Stadtgebiet verteilten 26 Standorte aufzugeben und an einem Standort zu einem neuen modernen Rathaus der Zukunft durch Umbau im Bestand zu konzentrieren, wobei der dezentrale Bürgerservice in den Bezirksverwaltungsstellen unverändert bleiben soll.
Die Pläne lösten im Fachausschuss große Zustimmung aus. „Hier geht es um die grundsätzliche Frage, wie sich die Verwaltung zukünftig aufstellt und in Zeiten eines erkennbaren Fachkräftemangels attraktive Arbeitsplätze anbietet, um damit auch für den Nachwuchs interessant zu sein“, so Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter für Planen, Bauen, Umwelt und Mobilität.

Mit diesen Überlegungen erzielt die Verwaltung gleich mehrere Vorteile, unter anderem einem drohenden Sanierungsstau von 70 Millionen Euro an den veralterten und zum Teil maroden Gebäuden zu entgehen und gleichzeitig ein Rathaus für die Zukunft zu schaffen.
Damit ändern sich auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grundlegend.
Zugleich soll durch die Pläne die Innenstadt Rheydt gestärkt werden. Während in Rheydt die Verwaltung konzentriert werden soll, könnte Mönchengladbach, so der Prüfauftrag an die Verwaltung, das Rathaus Abtei zum politischen Zentrum mit Unterbringung für einen modernen Ratssaal werden.

Statt der bisher 500 könnten zukünftig etwa 1.400 Mitarbeiter im Rathaus Rheydt konzentriert werden. Das neue Rathaus soll sich auf drei Grundstücken im Bereich zwischen Limitenstraße und Harmoniestraße erstrecken, auf dem sich heute das Rathaus Rheydt mit dem benachbarten Karstadt-Gebäude, das erst vor kurzem von der Stadt erworben wurde, und die angrenzende Stadtsparkasse befindet, die signalisiert hat, ihre Immobilie mit in die Planung zu geben.

Darüber hinaus gibt es Optionen, möglicherweise auch die städtischen Gesellschaften in den Komplex mit aufzunehmen. In den nächsten Schritten sind konkrete Wirtschaftlichkeitsberechnungen und die Einleitung eines Wettbewerbsverfahrens vorgesehen.

Als Baubeginn wird das Jahr 2020 angestrebt. Der Rat wird in seiner nächsten Sitzung abschließend über die Beratungsvorlage der Verwaltung entscheiden, ob die Verwaltung die ersten Überlegungen weiter konkretisieren soll. (pmg)