Publikumsgespräche zu „Unterwerfung“

Unterwerfung

Entgegen der Ankündigung im Leporello findet am 27. Mai kein Publikumsgespräch statt.

Im März feierte „Unterwerfung“ nach dem gleichnamigen Roman von Michel Houellebecq Premiere am Theater Mönchengladbach, inszeniert von Schauspieldirektor Matthias Gehrt. Die Bühnenfassung für das Gemeinschaftstheater schrieb Dramaturg Thomas Blockhaus.
Das Stück ist eine Fortführung des Projektes „Kein schöner Land“, das sich mit der Flüchtlingsbewegung in Deutschland im Jahr 2015 und deren Folgen auseinandersetzte.

In „Unterwerfung“ entwickelt Michel Houellebecq die Vision einer Gesellschaft, die sich immer mehr radikalisiert und sich in verschiedene politische Lager teilt. Der Roman zählt zu den provokantesten und meistgelesenen Texten der letzten Jahre.

Frankreich im Wahljahr 2022: Um einen Sieg von Marine Le Pen, der Kandidatin des rechten Front National, zu verhindern, installiert eine Koalition aller übrigen Parteien den Vorsitzenden der neu gegründeten Bruderschaft der Muslime als gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten. Dieser gewinnt die Wahl und ändert, gerade im Amt, die laizistische Verfassung der Grande Nation. Er führt Theokratie, eine gemäßigte islamische Rechtsprechung und Polygamie ein – die Folgen sind ein deutlich verändertes öffentliches Leben und ein ungeahnter Aufschwung im Land…

Was wäre wenn? Die Inszenierung gibt viele Denkanstöße und wirft Fragen auf, die das Publikum am 6., 9. und 28. Juni mit Regisseur Matthias Gehrt, Schauspieldramaturg Thomas Blockhaus und den Schauspielern diskutieren kann. Die Publikumsgespräche finden jeweils nach den Vorstellungen gegen 22 Uhr im auf der Gartenseite des Theatercafés Linol statt und sind kostenfrei.
Entgegen der Ankündigung im Leporello findet am 27. Mai kein Publikumsgespräch statt.

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1 Kommentar zu "Publikumsgespräche zu „Unterwerfung“"

  1. Wie der Romans mit der Flüchtlingskrise zusammenhängt, war für mir als geneigtem Zuschauer einer Vorstellung ohne anschließende Besprechung nicht sehr selbsterklärend. Ebenso leuchtet die Auspaltung der Hauptfigur in acht verschiedene Klone nicht unbedingt ein. Auch dann nicht, wenn der Abend daurch unterhaltsamer wird. Klonung ist Houellebecqs Thema, aber in diesem Roman doch eher nicht. Auch wenn Froncois ein beliebiger Normalbürger ist, sein Monolog ist aus einer Vereinzelung gesprochen, die in dieser Umsetzung verloren geht. Warum ist dieser Aspekt weniger wichtig als der Unterhaltungsaspekt?
    – Wie dem auch sei. Ein Gesprächsangebot macht Sinn.

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