Salonfähigkeit

Meinung

Nun ist es also soweit, in seinem Geburtsort Mönchengladbach-Rheindahlen darf Herr Maaßen, Ex-Verfassungsschutzchef, morgen auf Einladung des Kempener AfD-Ratsherrn Müller vortragen zum Thema „veränderte Sicherheit in Deutschland“.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um rechte Netzwerke in deutschen Sicherheitsbehörden eine risikobehaftete Situation.

Als Ort dieser Veranstaltung wurde ausgerechnet das Rheindahlener Schulzentrum gewählt und die Stadt Mönchengladbach genehmigte das.
„Wir haben nicht zu kommentieren oder zu hinterfragen“ soll ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage erklärt haben und weiter, man habe nicht gewußt, dass der Anmelder, der Kreisgruppenvorsitzende der Reservisten der Bundeswehr, Peter Müller, ein AfD-Mitglied sei. Zudem sei die AfD eine „demokratisch legitimierte Partei“.

Durch solches Vorgehen wird die durch Politiker aller Farben im Wahlkampf verbal geäußerte Ablehnung ad absurdum geführt.
Wer sollte ein Zusammengehen mit der AfD in Abstimmungssituationen im Stadtrat noch kritisieren? Die Tür wird geöffnet, die AfD bildet zukünftig in Mönchengladbach politische Mehrheiten.

3 Kommentare zu "Salonfähigkeit"

  1. Sie sitzen nicht nur in Berlin. Wir müssen eine Art der Kommunikation mit ihnen finden, aber nicht mehr Plattform als nötig bieten. In einer Schule. Irgendwie fühlt sich das für mich an wie ironischer Mißbrauch.
    Es hat auch schon Verweigerung von Räumlichkeiten gegeben. Es geht doch.

  2. In den neuen Gremien wird die AfD ein Wörtchen mitreden: Wer wird BV-Vorsteher etc?
    Bin mir sicher, niemand wird auf einen „Posten“ verzichten, nur weil ein AfD´ler für ihn gestimmt hat.

  3. Wann findet die Veranstaltung statt?

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