Schlagwort: Ukraine

  • Europäisches Parlament billigt Pläne zur Bereitstellung von mehr Munition für die Ukraine

    Europäisches Parlament billigt Pläne zur Bereitstellung von mehr Munition für die Ukraine

    Am Donnerstag verabschiedete das Europäische Parlament Pläne zur Erhöhung der EU-Produktion von Munition und Flugkörpern, um den aktuellen Mangel zu beheben.

    Laut dem Text, der letzte Woce mit dem Rat vereinbart wurde, zielt das Gesetz zur Förderung der Munitionsproduktion (ASAP) darauf ab, die Lieferung von Munition und Flugkörpern an die Ukraine zu beschleunigen und den Mitgliedstaaten bei der Wiederauffüllung ihrer Bestände zu helfen.
    Durch gezielte Maßnahmen, einschließlich einer Finanzierung in Höhe von 500 Millionen Euro, zielt ASAP darauf ab, die Produktionskapazitäten der EU zu erhöhen, um den derzeitigen Mangel an Verteidigungsprodukten, insbesondere Boden-Boden-Munition und Artilleriemunition, Flugkörpern und deren Komponenten, zu beheben.

    Während der Verhandlungen mit dem Rat stellten die Abgeordneten sicher, dass die Palette der förderbaren Projekte vielfältiger ist und dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für eine höhere Finanzierungsrate in Frage kommen. Sie sicherten eine neue Finanzierung, die nicht auf Kosten der bestehenden Kohäsionsmittel gehen sollte. Die MEPs drängten auch darauf, dass die EU-Länder der Ukraine die unter dieser Gesetzgebung finanzierte Munition zur Verfügung stellen, ohne dass sie Exportbeschränkungen unterliegt.

    Der Leiter des Verhandlungsteams des Europäischen Parlaments, Cristian Bușoi (EVP, RO), erklärte: „Die heutige Abstimmung markiert einen weiteren Schritt vorwärts für die Sicherheit und Verteidigung Europas und in unserer unerschütterlichen Unterstützung der Ukraine angesichts der anhaltenden russischen Aggression. Wir haben den dringendsten Aspekt des Gesetzes erfüllt: die Bereitstellung von mehr Munition für die Ukraine. Es ist ein Zeugnis der Solidarität Europas und für unsere kollektive Sicherheit.“

    Das Gesetz wurde mit 505 Stimmen zu 56 bei 21 Enthaltungen angenommen. Es muss nun auch vom Rat gebilligt werden, um in Kraft treten zu können.

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  • Der Karlspreis 2023 geht an den Präsidenten der Ukraine Wolodymyr Selenskyj und an das ukrainische Volk

    Der Karlspreis 2023 geht an den Präsidenten der Ukraine Wolodymyr Selenskyj und an das ukrainische Volk

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk werden im Jahr 2023 mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet. Das gaben der Vorsitzende des Direktoriums der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen, Dr. Jürgen Linden, und die Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen am gestrigen Tag (16. Dezember 2022) in Aachen bekannt.

    „Die Entscheidung für den diesjährigen Karlspreisträger ist einstimmig getroffen worden“, eröffnet Dr. Jürgen Linden. „Wir betrachten diese Karlspreisverleihung 2023 als einen Akt der Solidarität mit der Ukraine. Zugleich sehen wir sie als Zeichen der Ermutigung für das ukrainische Volk und seinen Präsidenten, für die Demokratie und die Menschenrechte, vor allem aber für Leib und Leben der Menschen und die europäische Werte, die in diesem Krieg verteidigt werden.“ Linden hob besonders den unglaublichen Mut und den neuen politischen Stil von Präsident Selenskyj hervor, der die Klammer zwischen der Ukraine und der europäischen Gesellschaft bilde und zeitgleich für sein eigenes Volk die Verteidigungsbereitschaft auch in schwierigsten Zeiten hochhalte. „Gleichzeitig“, so Dr. Linden, „gibt er die Hoffnung, dass dieses Unterfangen auch erfolgreich ist.“

    Der ukrainische Botschafter in Berlin, Oleksii Makeiev, der zur Pressekonferenz per Videokonferenz zugeschaltet war, erklärte „im Namen des Präsidenten, der Regierung und des freien Volkes“, welche „Riesen-Ehre“ es sei, mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet zu werden. Präsident Wolodymyr Selenskyj nehme den Preis mit Freuden an. „Der Karlspreis ist ein sehr wichtiges Zeichen der Unterstützung und ein besonderes Zeichen der Solidarität mit unserem Land und unserem Volk. Er ermutigt uns in unserem Kampf für die europäischen und demokratischen Werte, für die Freiheit und ein zukünftiges friedliches Leben“, ergänzte Makeiev. „Wir müssen leider feststellen, dass Frieden nicht vom Himmel fällt, sondern erkämpft werden muss“, sagte der ukrainische Botschafter und bedankte sich ausdrücklich bei allen Menschen in Deutschland und in vielen europäischen Ländern, die seine Mitbürgerinnen und Mitbürger in den vergangenen Monaten in Schutz genommen hätten. „Damit haben Sie die Freiheit sowie unsere gemeinsame, friedliche, europäische Zusammenarbeit geschützt“.

    In der Begründung des Karlspreisdirektoriums heißt es unter anderem: „Das ukrainische Volk ist Opfer eines völkerrechtswidrigen und unsäglich brutalen russischen Angriffskrieges. Das ukrainische Volk verteidigt unter der Führung seines Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht nur die Souveränität seines Landes und das Leben seiner Bürger, sondern auch Europa und die europäischen Werte“. Selenskyi sei Halt und Vorbild für sein Volk – „er steht gegen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, für die Sicherstellung des alltäglich Notwendigen, für die existenziell notwendige Verteidigungsausrüstung und die Zuversicht, für das Ziel einer freien, unabhängigen und souveränen Ukraine, die Teil einer europäischen Völkerfamilie ist.“

    Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen erinnerte an den erst wenige Tagen alten Beschluss des Aachener Stadtrats, eine Solidaritätspartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Chernihiv aufzubauen: „Wir wissen, dass wir mit der Preisverleihung nicht den Krieg beenden oder die direkten Folgen des Krieges mildern können. Doch das Gespräch mit Chernihiv hat deutlich gemacht, dass Solidarität, mentale Unterstützung und Ermutigung eine wichtige Botschaft für die Menschen in der Ukraine sind – zusätzlich zu den nötigen und versprochenen Hilfsmaßnahmen des deutschen Staates und der EU.“ Sie betonte: „Wir wollen dem ukrainischen Volk mit dem Karlspreis demonstrieren, dass es wahrgenommen wird, dass wir an seiner Seite stehen. Das tun wir hier in Aachen mit unseren Mitteln und mit vollem Herzen.“

    In der Begründung ist zu lesen: „Wolodymyr Selenskyj ist in diesem Verteidigungskrieg nicht nur der Präsident seines Volkes und der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, er ist auch der Motivator, Kommunikator, der Motor und die Klammer zwischen der Ukraine und der großen Phalanx der Unterstützer“. In seinem jüngst erschienen Buch „Botschaft aus der Ukraine“ unterstreicht der studierte Jurist Selenskyi, der seine Popularität vor der Präsidentschaft vor allem als Schauspieler, Fernsehmoderator, Drehbuchautor und Filmproduzent erlangte, seine Vorstellung von der Ukraine „als demokratische und freie Nation, als eine Wertegesellschaft nach europäischem Vorbild und als Teil Europas.“ Selenskyj, so das Karlspreisdirektorium, bekenne sich zu den Zielen der Europäischen Union. Deshalb habe Ursula von der Leyen ihn zu Recht mit den Worten charakterisiert: „Sie sind einer von uns. Wir wollen Sie drin haben.“

    Final hebt das Direktorium durch die Verleihung des Karlspreises 2023 hervor, „dass die Ukraine Teil Europas ist und die Bevölkerung und ihre Regierungsvertreter, an der Spitze Präsident Wolodymyr Selenskyj, europäische Werte vertreten und verteidigen und deshalb die Ermutigung verdienen, rasch Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union zu führen.“ Und weiter: „Die Karlspreisgesellschaft fühlt sich geehrt, dass Präsident Selenskyj persönlich und stellvertretend für sein Volk die Ehrung des Jahres 2023 annimmt.“

    Der Karlspreis an Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk soll traditionell am Himmelfahrtstag verliehen werden, ob dies möglich sein wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss. Sowohl das Format der Veranstaltung als auch der Zeitpunkt hänge von der dann vorliegenden Kriegslage und den entsprechenden Sicherheitskonzeptionen ab, so Dr. Jürgen Linden. „Ich gehe aber davon aus, dass wir die Planungen in den ersten Wochen des neuen Jahres konkretisieren können.“

    Info zum Karlspreis

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk sind Träger des 64. Internationalen Karlspreises zu Aachen. Im Jahr 2022 wurden die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo sowie im Jahr 2020/21 der rumänische Staatspräsident Klaus Iohannis mit dem Preis ausgezeichnet.

    Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Er wird seit 1950 an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Zu den früheren Preisträgern gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), die Europäische Kommission (1969), der spanische König Juan Carlos I. (1982), Francois Mitterand und Helmut Kohl (1988), Václav Havel (1991), Königin Beatrix der Niederlande (1996), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Jean-Claude Trichet (2011) oder Martin Schulz (2015), damals Präsident des Europäischen Parlaments. 2016 ging der Karlspreis an Papst Franziskus, im Jahr 2018 folgte der Staatspräsident Emmanuel Macron. Im März 2004 erhielt Papst Johannes Paul II. einen außerordentlichen Karlspreis, der in Rom verliehen wurde.

    Urkunde und Medaille

    Verliehen wird neben einer Urkunde auch eine Medaille, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für den jeweiligen Preisträger zeigt.

    Begründung des Karlspreisdirektoriums zu dem designierten Preisträger.

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  • Ein Gefühl von Familie für Flüchtlinge aus der Ukraine

    Ein Gefühl von Familie für Flüchtlinge aus der Ukraine

    Im März sind die ersten geflüchteten Menschen aus der Ukraine nach Mönchengladbach gekommen. In der Mehrzahl sind es Frauen mit Kindern, die nun die Herausforderung meistern müssen, sich ein Leben aufzubauen. Mit zahlreichen Angeboten hilft der Caritasverband Region Mönchengladbach dabei.

    Schon vom Eingang in die Räume des früheren Caritas-Kindergartens Am Kuhbaum empfängt einen der warme Duft von frischen Waffeln. Das Kinderlachen führt zur Quelle: Auf einem Tisch ist das Waffeleisen aufgebaut, aus einer Schüssel schöpft ein kleiner Junge den Teig und gibt ihn vorsichtig auf die Backfläche. Dann schließt er das Gerät mit Schwung und wartet geduldig ab, ohne es aus den Augen zu lassen. Wenige Minuten später probiert Schwester Bettina das Backwerk. „Sehr lecker“, lobt sie und spricht dabei das Wort „lecker“ besonders deutlich aus. So lernen die Kinder die deutsche Sprache besser.

    Zwischen acht und zwölf Kinder im Alter von sieben Monaten bis zehn Jahren betreut Schwester Bettina mit ihrem Team. Dienstags, mittwochs und donnerstags treffen sich geflüchtete Frauen aus der Ukraine hier mit ihren Kindern. Während die Kinder malen, lesen, spielen oder, wie heute, backen, kochen die Mütter aus dem Containerdorf im Nordpark in der Küche das Essen, das sie gemeinsam verzehren und teilweise später in Schalen und Schüsseln mit nach Hause nehmen. Die Eltern-Kind-Gruppe ist eines von vielen Angeboten des Caritasverbands Mönchengladbach für geflüchtete Menschen aus der Ukraine.

    Derzeit ist der Nordpark für viele ihr Zuhause, aber dort gibt es keine Kochmöglichkeit. „Dort gibt es eine Mikrowelle. Wir sind froh, dass wir hier kochen können und so unseren Kindern ein gesundes Essen geben können“, sagt Luba Piddubna. Das Kochen und die Mahlzeiten in der Gruppe stiften Gemeinschaft. Zudem hat das selbst zubereitete Essen noch einen anderen wichtigen Effekt: Es gibt das Gefühl von Heimat.

    Luba Piddubna kommt mit ihrer fünfjährigen Tochter drei Mal in der Woche hierher. Seit drei Wochen wohnt die 33-Jährige in einer eigenen Wohnung in Eicken. Das ist ein weiterer Schritt zu etwas mehr Normalität, der aber wieder andere Probleme mit sich bringt. „Uns fehlte die Gemeinschaft, die sich im Nordpark gebildet hat“, sagt die Ukrainerin. Sie ist allein mit ihrer Tochter nach Deutschland gekommen und kennt hier niemanden. Das Angebot des Caritasverbands Mönchengladbach ist daher für sie eine wichtige praktische und psychologische Hilfe.

    Olga Zubchyk unterstützt Schwester Bettina bei der Arbeit in der Eltern-Kind-Gruppe. Die 40-Jährige ist mit ihrem Mann und vier Kindern Anfang März aus Kiew geflüchtet. Ihr jüngstes Kind war da gerade zweieinhalb Monate alt. „Die Frauen kommen mit nichts hier an“, sagt sie. „Sie haben hier keine Unterstützung durch Familie und Freunde. Über das Angebot sind sie sehr glücklich.“ In Kiew hat Zubchyk in einem Kindergarten gearbeitet. Jeden Morgen beginnt sie mit einem Morgenkreis, in dem die Kinder ansprechen können, was sie bewegt. Danach gibt es Spiel- und Schreibangebote. Dazu gehören auch Rollenspiele, in denen Kinder ihre Gefühle verarbeiten können.

    Eine eigene Wohnung sei wichtig, um wieder eine Alltagsroutine entwickeln zu können, sagt Zubchyk. Ein wichtiger Punkt ist das Deutschlernen. Die Frauen möchten gerne möglichst schnell Arbeit finden. „Ein großes Problem für die Frauen ist die Kinderbetreuung, weil sie gar keine familiäre Hilfe haben“, sagt Zubchyk. Die Eltern-Kind-Gruppe ist ein Familienersatz. Hier können die Frauen ihre Probleme ansprechen, finden gegenseitige Hilfe und Unterstützung. Die reicht über die neun Stunden in der Woche, die von der Stadt finanziert werden, hinaus. Denn auch bei der Übersetzung von offiziellen Schreiben der Behörden ist Schwester Bettina behilflich, ebenso bei der Wohnungssuche und der Wohnungsausstattung sowie bei Kontakten mit Sozialamt, Jobcenter und Schule. Seit dem Start des Projekts Mitte Mai sieht sie täglich, wie die Kinder freier werden und aufblühen. „Am Anfang haben sie sich von ihren Eltern kaum wegbewegt“, sagt Schwester Bettina. „Jetzt spielen sie und sind richtig wild.“ Dass das Gelände Am Kuhbaum mit den vielen Bäumen so viele Möglichkeiten bietet, genießen die Kinder sehr. Am Nordpark gibt es keinen Spielplatz.

    „Die Eltern-Kind-Gruppe ist eines von mehreren Hilfsangeboten des Caritasverbands Mönchengladbach für ukrainische Flüchtlinge“, sagt Hildegard van de Braak, Leiterin des Bereiches Soziales und Familie beim Caritasverband. In Appartements des Seniorenheims Theresianum fanden geflüchtete Familien vorübergehend eine Unterkunft. Auch im Caritaszentrum Rheydt wurde eine Wohnung zur Verfügung gestellt. Das Freiwilligenzentrum vermittelt Ehrenamtliche an Projekte der Flüchtlingshilfe, in Hermges und Lürrip sind die Familiencafés offen für Geflüchtete aus der Ukraine. Die Flüchtlingsbegleitung ist seit Juli mit einer weiteren Vollzeitstelle ausgebaut worden.

    In den Sommerferien gab es Ferienspiele, an denen zehn deutschsprachige und fünf Kinder aus der Ukraine teilnehmen konnten. So wurden spielend Sprachbarrieren abgebaut und erste Kontakte geknüpft. youngcaritas, die Jugendorganisation des Caritasverbands, koordiniert zudem Sprachtandems. Wer Interesse daran hat, ukrainischen Flüchtlingen beim Deutschlernen im Alltag zu helfen, kann sich dazu anmelden: youngcaritas@caritas-mg.de Informationen: www.caritas-mg.de

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  • Vietnamesische Flüchtlinge spenden 7.000 Euro für Ukraine-Nothilfe

    Vietnamesische Flüchtlinge spenden 7.000 Euro für Ukraine-Nothilfe

    Van Ri Nguyen weiß, was Krieg und Flucht bedeuten. Vor über 40 Jahren ist er mit seiner Familie aus Vietnam geflüchtet – er kann sich vorstellen, was Menschen in und aus der Ukraine seit Monaten durchmachen. Für sie hat er jetzt unter den in Deutschland lebenden Vietnamesen erneut viel Geld gesammelt.

    7.080,00 Euro sind bei der jüngsten Spendenaktion zusammengekommen, die Van Ri Nguyen in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes vietnamesischer Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland gestartet hat. Einmal mehr hatte der 69-Jährige die in Mönchengladbach und Umgebung, Berlin, Hamburg, Frankfurt und anderswo in Deutschland lebenden Vietnamesen nicht nur aufgerufen, sondern auch viele persönlich angerufen oder ihnen geschrieben. So konnte er zahlreiche Einzelspenden in Höhe von 30, 40 oder 50 Euro verbuchen. Auch bei Gottesdiensten wurde für die Ukraine-Nothilfe gesammelt.

    Einen symbolischen Spendenscheck überreichte Van Ri Nguyen jetzt gemeinsam mit dem pensionierten Mönchengladbacher Pfarrer Johannes van der Vorst an Frank Polixa, Geschäftsführer des Caritasverbandes Region Mönchengladbach, der das Geld an Caritas international weiterleitete. „Ich möchte mich bedanken, denn ich habe hier in Deutschland Heimat und Freiheit gefunden“, sagte Van Ri Nguyen, der sich seit Jahrzehnten für Menschen in Not einsetzt. Er selbst flüchtete 1981 mit seiner Familie vor den kommunistischen Machthabern in Vietnam. Mit 95 anderen Flüchtlingen trieben sie sechs Tage in einem Boot im südchinesischen Meer. In höchster Not wurden die Flüchtlinge vom deutschen Rettungsschiff „Cap Anamur“ an Bord genommen.

    Als sogenannte „Boat People“ kamen sie nach Deutschland. Van Ri Nguyen ließ sich mit seiner Familie in Mönchengladbach nieder. Hier besuchte er eine Sprachschule, machte eine Ausbildung zum Schlosser und arbeitete rund 34 Jahre beim Unternehmen Voith Paper Krieger, bis er 2019 in den Ruhestand ging. Etwa 1.500 Vietnamesen leben in der Region Mönchengladbach, Viersen, Nettetal, sagt der achtfache Vater, der seit 1991 deutscher Staatsbürger ist. Seit vielen Jahren engagiert er sich auf vielfältige Weise ehrenamtlich, unter anderem im Verein der vietnamesischen Flüchtlinge, bei den vietnamesischen Katholiken in Mönchengladbach und auf Bundesebene. Van Ri Nguyen wurde mehrfach ausgezeichnet, erst im vergangenen Jahr verlieh ihm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für sein außerordentliches Engagement und seine beeindruckende Lebensleistung das Bundesverdienstkreuz am Bande.

    „Es macht in dieser schwierigen Zeit einfach Mut, dass es Menschen wie Van Ri Nguyen und die vielen Spenderinnen und Spender aus der vietnamesischen Gemeinschaft gibt, die für andere da sind“, sagte Caritas-Geschäftsführer Frank Polixa während des Treffens mit Van Ri Nguyen und Pfarrer van der Vorst. Die mehr als 7.000 Euro leisteten einen wertvollen Beitrag, um die Not von Menschen in und aus der Ukraine zu lindern.

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  • Aktuell rund 2.500 ukrainische Geflüchtete in Mönchengladbach

    Aktuell rund 2.500 ukrainische Geflüchtete in Mönchengladbach

    Oberbürgermeister Felix Heinrichs hat heute gemeinsam mit den Beigeordneten Dörte Schall, Christiane Schüßler und Matthias Engel über die Lage der Menschen informiert, die seit dem 24. Februar vor dem Krieg in der Ukraine geflohen und in Mönchengladbach angekommen sind.

    Nach aktuellem Stand halten sich rund 2.500 Personen aus der Ukraine im Stadtgebiet auf, davon sind rund 620 in städtischen Unterkünften untergebracht. Rund 900 leben in Privatunterkünften, rund 1.000 in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes. Außerdem betreut der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie 45 unbegleitete Minderjährige aus der Ukraine.

    „Der Krieg in der Ukraine und seine Folgen stellt nicht nur die Stadtverwaltung, sondern die gesamte Zivilgesellschaft vor große Herausforderungen. Wir als Stadt werden weiterhin alles tun, um Geflüchteten Menschen die Hilfe und den Schutz zu geben, den sie benötigen. Dies gilt nicht nur für die Personen, die jetzt aus der Ukraine zu uns kommen“, betont Oberbürgermeister Felix Heinrichs. „Die Solidarität mit den Geflüchteten ist immens und in der gesamten Stadt spürbar. Dafür danke ich allen Beschäftigten der Verwaltung und der städtischen Gesellschaften, die sich engagieren, ganz besonders aber auch den Hilfsorganisationen, Unternehmen, Gemeinden, Vereinen, Initiativen und zahlreichen Privatpersonen, die sich für die Menschen aus der Ukraine einsetzen“, so Heinrichs weiter. „Mönchengladbach hält in dieser besonderen Situation zusammen. Dies gilt auch für die ukrainisch- und russischstämmigen Einwohner*innen unserer Stadt, die sich durch Putins Krieg nicht spalten lassen“, ergänzt der Oberbürgermeister.

    Stadt schafft weitere Unterkünfte für Geflüchtete

    Da die rund 650 Plätze für ukrainische Geflüchtete in den städtischen Unterkünften voll belegt sind, stehen derzeit in der Krahnendonkhalle 200 Notplätze zur Verfügung. Weitere Unterkünfte sollen geschaffen werden. Zum Beispiel in der ehemaligen Förderschule Winkelner Straße und auf dem Gelände der SMS Group. Außerdem ist die Verwaltung im Gespräch mit Anbietern von Wohnungen und anderen Immobilien, in denen Geflüchtete dauerhaft untergebracht werden können.

    Registrierung und Hilfeleistungen

    Bei der Registrierung von Geflüchteten nach §24 Aufenthaltsgesetz und der Bearbeitung von Hilfeanträgen arbeiten die Fachbereiche Bürgerservice sowie Soziales und Wohnen eng zusammen. Antragsannahme, Registrierung und Leistungsbescheide gibt es im Verwaltungsgebäude Aachener Straße auf einem Flur. Auch wenn die Ämter in den kommenden Wochen Extraschichten an Samstagen einlegen, wird es noch längere Zeit dauern, bis alle Personen registriert und alle Hilfeleistungsanträge aufgenommen sind.

    Um die Bereiche zu stärken, die für die Betreuung der Geflüchteten zuständig sind, wurden kurzfristig 20 zusätzliche Stellen freigegeben.

    Eltern-Kind-Gruppen und soziale Betreuung

    Um den Geflüchteten, von denen rund 60 Prozent Kinder und Jugendliche sind, neben Unterkunft und Verpflegung auch weitere Angebote machen zu können, arbeiten der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes, Sozialarbeiter*innen verschiedener Ämter, Erzieher*innen des Jugendamtes und Hilfsorganisationen wie DRK und ASB Hand in Hand.

    Außerdem hat die Stadt in den Unterkünften an der Eickener Straße und an der Waldhausener Straße so genannte Mogli-Gruppen für Mütter mit Kindern bis sechs Jahren eingerichtet. Eltern-Kind-Gruppen für Geflüchtete gibt es unter anderem auch in den Kitas Steinshütte, Josef-Drauschke-Straße, Gathersweg, Am Hommelsbach und in der Krahnendonkhalle.

    Für Kinder ab sieben Jahren und Jugendliche machen das Jugendamt und freie Träger mobile Angebote.

    Angebote für Schulkinder

    Sobald Geflüchteten ein Aufenthaltstitel nach § 24 Aufenthaltsgesetz erteilt wurde, werden die Kindern im entsprechenden Alter schulpflichtig. Darüber hinaus arbeiten Land und Schulträger daran, bereits vor Eintreten der Schulpflicht im Rahmen von sogenannten „Brückenprojekten“ möglichst kurzfristig Bildungsangebote zu unterbreiten.

    Aktuell haben bereits 87 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine eine Schulplatzzusage bekommen. 63 weitere Kinder wurden durch das Kommunale Integrationszentrum (KI) beraten. Sie sind für die Willkommensklassen vorgesehen, die eingerichtet werden sollen. Zusätzlich wird es ab Mai auch ein Angebot für 12 junge Erwachsene an einem Berufskolleg geben.

    Beratung für Geflüchtete in Privatunterkünften

    Für die Beratung von ukrainischen Familien, die privat untergebracht sind, steht das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) im Menge-Haus am Berliner Platz 12 zur Verfügung. Termine können telefonisch unter (02161) 25-53827 und per Mail an KIM@moenchengladbach.de angefragt werden.

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  • Gladbacher Musikszene übergibt Spende in Höhe von 5.600 Euro an Flüchtlingsrat

    Gladbacher Musikszene übergibt Spende in Höhe von 5.600 Euro an Flüchtlingsrat

    Die Musikszene in Mönchengladbach hat am Samstag (12. März) mit ihrem Open-Air „Concert for Peace“ vor dem Rheydter Rathaus ein Zeichen für Solidarität mit Geflüchteten aus der Ukraine gesetzt.

    Fast 20 Musiker:innen bewegten die mehr als 500 Besucher mit „Imagine“ von John Lennon, dem Anti-Kriegslied „Sag mir, wo die Blumen sind“ und weiteren Titeln.

    Die aufgestellten Spendenboxen waren nach einer Stunde mit insgesamt 5.600 Euro gut gefüllt. Der Erlös ist nach dem Wunsch des Veranstalters für die Flüchtlingshilfe hier in der Stadt bestimmt.

    Das Konzert war eine Initiative von Günter vom Dorp, der sich bei Oberbürgermeister Felix Heinrichs die Unterstützung der Stadt und bei Dr. Christoph Hartleb, dem Vorsitzenden des Rheydter Citymanagements, weitere Hilfe gesichert hatte.

    Ein besonderer Dank der Musiker geht an Dirk Schmidt-Enzmann, Geschäftsführer von Mediaspectrum in Willich. Er stellte die komplette Beschallungsanlage für das Konzert inklusive seiner Techniker kostenlos zur Verfügung.

    Am Mittwochnachmittag traf sich Initiator Günter vom Dorp stellvertretend für alle mitwirkenden Musiker:innen mit OB Felix Heinrichs, Dr. Christoph Hartleb, und Melanie Schobel von Mediaspectrum zur Spendenübergabe im Rathaus Abtei. Das gespendete Geld geht in voller Höhe an den Flüchtlingsrat MG, der sich gezielt um einzelne Schicksale und Familien mit Kindern kümmert, die hier bei uns Zuflucht suchen und Sicherheit vor dem Krieg in der Heimat gefunden haben. Für den Flüchtlingsrat nahm Ute Helene-Becker den Scheck entgegen.

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  • 2. Mahnwache für die Ukraine in Rheydt

    2. Mahnwache für die Ukraine in Rheydt

    Woran es tatsächlich gelegen hat, dass lediglich ca. 100 Teilnehmer zur 2. Mahnwache am Samstag gekommen sind, das vermag niemand wirklich sagen.

    Diejenigen, die erschienen sind, drückten ihre persönliche Betroffenheit eindrucksvoll aus.


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  • Mönchengladbach ist auf Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine vorbereitet

    Mönchengladbach ist auf Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine vorbereitet

    Die Stadtverwaltung Mönchengladbach hat mit dem Aufbau von Strukturen zur Unterbringung und Versorgung ankommender Flüchtlinge aus der Ukraine begonnen. Oberbürgermeister Felix Heinrichs hat dazu am Wochenende einen Einsatzstab installiert, der die Voraussetzungen für die Aufnahme der vom Krieg betroffenen Menschen schafft.

    Für ankommende ukrainische Staatsbürger:innen, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, stehen derzeit rund 350 Plätze in Flüchtlingsunterkünften zur Verfügung. Die ersten Geflüchteten wurden bereits untergebracht.

    OB Felix Heinrichs sagte dazu am Dienstag (1. März): „Wir sind darauf vorbereitet, Geflüchteten in unserer Stadt Schutz vor Krieg und Gewalt in ihrer Heimat zu bieten. Dabei können wir auf die Strukturen und Erfahrungen aus den Jahren 2015/2016, vor allem aber auch auf das Engagement aller Beteiligten zurückgreifen.“

    Derzeit ist auch für die Stadt Mönchengladbach noch unklar mit welcher Anzahl von geflüchteten Menschen aus der Ukraine hier vor Ort gerechnet werden muss. Tatsächlich sind bereits die ersten Flüchtlinge in Mönchengladbach angekommen. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Menschen, die einen persönlichen Kontakt zu Bürger:innen der Stadt haben. Diese werden zum großen Teil von ihren Freunden und Angehörigen bei sich untergebracht und versorgt.

    Die Stadt Mönchengladbach hat eine zentrale E-Mail-Adresse für Hilfeersuchen und Hilfsangebote freigeschaltet. Sie lautet ukrainehilfe@moenchengladbach.de . Telefonische Anfragen von Hilfswilligen und ankommenden Ukrainern nimmt die Stadtverwaltung unter den Rufnummern (02161) 25-42512 und -42513 entgegen. Die Rufnummern sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar.

    Infos für Hilfswillige:

    Derzeit erreichen die Stadt bereits zahlreiche Anfragen von Menschen, die Sachspenden leisten möchten. Davon wir derzeit – auch in Absprache mit dem Deutschen Roten Kreuz – abgeraten. „Wir sind in Kontakt mit Hilfsorganisationen und unseren Nachbarkommunen, die Kontakt in die Krisenregion haben. Sollten sich konkrete Hinweise ergeben, welche Hilfsgüter benötigt werden, geben wir dies rechtzeitig bekannt“, so OB Felix Heinrichs.

    Wer Hilfe bei der Unterbringung von ukrainischen Kriegsflüchtlingen anbieten möchte, kann sich an die angegebene E-Mail-Adresse wenden. Wer konkrete Unterstützung leisten will, kann dies auch mit Geldspenden tun, zum Beispiel über die „Aktion Deutschland Hilft“ (IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600, BIC: COBADEFFXXX, Commerzbank, Stichwort: ARD/ Nothilfe Ukraine, www.spendenkonto-nothilfe.de) „Aktion Deutschland Hilft“ ist ein Zusammenschluss von 23 deutschen Hilfsorganisationen, darunter action medeor, ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, AWO International, CARE Deutschland, Habitat for Humanity, HELP – Hilfe zur Selbsthilfe, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, World Vision Deutschland, Der Paritätische.

    Infos für ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine:

    Ukrainische Staatsangehörige können visumsfrei in das Bundesgebiet einreisen und sich hier bis zu 90 Tagen ohne Aufenthaltstitel aufhalten. Daran anschließend kann eine Aufenthaltserlaubnis für einen weiteren Aufenthalt von längstens 90 Tagen beim Fachbereich Bürgerservice, Ausländerangelegenheiten Goebenstraße 4-8, 41066 Mönchengladbach beantragt werden. Die Antragstellung kann montags, mittwochs, freitags zwischen 8:00 und 12:00 Uhr erfolgen. Im Vorfeld wird um Kontaktaufnahme mit der Ausländerbehörde unter der Rufnummer 02161/2553180 oder 02161/2556789 oder per Mail an auslaenderwesen@moenchengladbach.de gebeten.

    In den nächsten Tagen werden weitere Informationen zu aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen der Bundesregierung erwartet, durch die sich eventuell weitere Möglichkeiten ergeben könnten.

    Alternativ kann auch ein Asylantrag gestellt werden. Für die Antragstellung ist die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Bochum zuständig: Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, Gersteinring 52, 44791 Bochum (Tel: 02931/ 826600).

    Ob eine Antragstellung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Es können sich daraus unterschiedliche Rechtsfolgen ergeben. Mehr Infos: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:

    https://www.bamf.de/DE/Startseite/startseite_node.html

    Botschaft der Ukraine in Deutschland:

    https://germany.mfa.gov.ua

    Auswärtiges Amt:

    https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/UKR

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  • Würdige Mahnwache der Mönchengladbacher zum Krieg in der Ukraine [mit Video]

    Würdige Mahnwache der Mönchengladbacher zum Krieg in der Ukraine [mit Video]

    Mehr als 400 Bürger trafen sich am heutigen Samstag auf dem Rheydter Marktplatz um ihre Solidarität auszudrücken mit den Bürgern der Ukraine.

    In den Reden der Partei- und Verbandsmitgliedern wurde deutlich, die gesamte Bevölkerung steht an der Seite der Ukraine und möchte helfen. Dazu gibt es inzwischen geeignete Möglichkeiten, z.B. das Rote Kreuz oder auch der Caritasverband und andere. Auch werden Unterkünfte für Menschen und Familien gesucht.

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  • So äußern sich Menschen und Verbände aus dem Bereich Mönchengladbach zur Situation in der Ukraine:

    So äußern sich Menschen und Verbände aus dem Bereich Mönchengladbach zur Situation in der Ukraine:

    Kathrin Henneberger (Grüne) und Gülistan Yüksel (SPD):

    Gülistan Yüksel und Kathrin Henneberger

    Wir stehen solidarisch und fest an der Seite der Menschen in der Ukraine.
    Der russische Angriffskrieg ist ein eklatanter Bruch des Völkerrechts. Wir fordern Putin auf, seine militärische Invasion sofort zu stoppen und die Truppen aus der Ukraine zurückzuziehen.
    So richtig unsere diplomatischen Bemühungen auch waren, so wichtig ist auch, dass wir auf diesen Ernstfall vorbereitet waren. Zusammen mit unseren internationalen Partnern haben wir mit harten und umfassenden Sanktionen reagiert. Weitere Sanktionen können und sollten folgen. Die russische Führung muss wissen, dass sie für ihren Überfall auf die Ukraine einen sehr hohen Preis zahlen wird.
    Gleichzeitig werden wir aber auch daran arbeiten, das Leid der Menschen in der Ukraine und der unzähligen Flüchtenden zu lindern. Deshalb unterstützen wir ausdrücklich den Aufruf des Deutschen Städtetages, dass Bund und Länder die Kommunen bei der Erstaufnahme von Geflüchteten unterstützen.

    Sozialverband VdK Deutschland:

    Mit Bestürzung verfolgen wir die Kriegshandlungen Russlands gegen die Ukraine und verurteilen sie zutiefst. Wir denken zuerst an all die Menschen, die durch diesen Angriff getötet und verletzt werden sowie aus ihrer Heimat fliehen. Ein schnelles Ende dieser Gewalt und des Leids, das sie verursacht, muss jetzt das oberste Ziel allen politischen Handelns sein.

    Noch nie haben Kriege die Welt positiv verändert, wie wir alle nur zu gut aus den Erfahrungen des letzten Jahrhunderts wissen. Der Sozialverband VdK wurde vor mehr als 70 Jahren gegründet, um die Not zu lindern, in der sich viele Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg befanden. In unserer Satzung ist fest verankert, dass wir uns für die Sicherung des Friedens stark machen und für ein freiheitliches und sozial gerechtes Europa eintreten.

    Diesem Grundsatz fühlen sich unsere 2,1 Millionen Mitglieder verpflichtet und lehnen jede Art von Krieg und Gewalt ab. Es sollte nie mehr so weit kommen, dass Verbände wie der VdK als Folge eines Krieges gegründet werden müssen, um Versehrten, Hinterbliebenen und Vertriebenen eine Stimme zu geben.

    Junge Liberale:

    Junge Liberale

    Wir Junge Liberale Mönchengladbach verurteilen aufs Schärfste die russische Invasion in der Ukraine. Es macht uns sprachlos, wie hier mit roher Gewalt die politische und territoriale Integrität der Ukraine und damit ihre Freiheit und Demokratie, von Seiten des Kremlchefs Wladimir Putin ignoriert und verletzt wird.

    Dieser Angriff auf den Frieden in Europa und der Welt ist ein feiger und hinterhältiger Akt von Boshaftigkeit und zeigt, wie wenig dem Diktator in Moskau zu trauen ist und wie sehr sich Russland im imperialistischen Wahn von der Weltgemeinschaft entfernt hat.

    Wir fordern die Bundesregierung und die Europäische Union dazu auf, entschlossen zu handeln und ihre uneingeschränkte Solidarität mit der Ukraine zu zeigen und Russland mit den härtesten Sanktionen zu belegen.

    Thomas Kutschaty SPD:

    Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und neuer Landesvorsitzender der SPD, Thomas Kutschaty.

    „Unsere volle Solidarität gilt der Ukraine. Wir erleben einen Krieg mitten in Europa. Zwischen Düsseldorf und Kiew liegen kaum drei Flugstunden. Das zeigt, wie nah dieser Angriff auf die Freiheit ist. Wir verurteilen den Angriff Russlands auf die Ukraine aufs Schärfste. Putin muss seinen Krieg umgehend beenden. Die EU und die Nato werden weiter in enger Abstimmung vorgehen und eine geschlossene Antwort mit harten Sanktionen geben.

    Bundeskanzler Olaf Scholz hat dabei bereits in den vergangenen Tagen Führungsstärke bewiesen und eine klare Haltung gezeigt. Mit dieser klaren Haltung wird er auch jetzt die Position Deutschlands in Abstimmung mit unseren internationalen Partnern vertreten. Dieser Krieg wird auch in NRW spürbar sein. Das kann auf der wirtschaftlichen Ebene sein mit steigenden Preisen. Vor allem aber müssen wir bei möglichen humanitären Folgen Verantwortung übernehmen. Wenn Menschen vor Krieg fliehen, müssen wir helfen. Menschen in Not brauchen selbstverständlich unsere volle Unterstützung. Gemeinsam und geschlossen stehen wir an ihrer Seite.“

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  • Krieg in der Ukraine: Deutsche Kleiderstiftung bereitet sich auf flüchtende Menschen vor

    Krieg in der Ukraine: Deutsche Kleiderstiftung bereitet sich auf flüchtende Menschen vor

    • Kontaktpersonen berichten von Beschuss und Chaos
    • Non-Profit-Organisation bittet um Geld- und Sachspenden
    • Aktuell keine Hilfe direkt vor Ort möglich

    Mit dem Krieg Putins gegen die Ukraine geht die Deutsche Kleiderstiftung davon aus, dass in ab-sehbarer Zeit Hunderttausende von Menschen in Not geraten werden. Die Non-Profit-Organisation bittet daher um Kleider- und Geldspenden. Dies ist deutschlandweit per Paket bzw. Überweisung möglich. Kontaktpersonen in der Ostukraine berichten derweil von Beschuss und chaotischen Zuständen. Hilfsorganisationen mussten ihre Arbeit vor Ort einstellen.

    Ulrich Müller, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Kleiderstiftung

    Seit vielen Jahren hilft die Deutsche Kleiderstiftung durch humanitäre Hilfstransporte Mitmenschen in den ostukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk. Mehr als 130.000 Kleidungsstücke und Schuhe lieferte die Organisation mit Sitz in Berlin und Helmstedt allein in den vergangenen zwei Jahren an örtliche Projektpartner – trotz der Coronapandemie. Umso geschockter zeigt sich Ulrich Müller, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Kleiderstiftung von den aktuellen Ereignissen: „Es ist eine Katastrophe. Was mir meine Kontaktpersonen vor Ort berichten, berührt mich zutiefst. Wir müssen nun alles daransetzen, den unschuldig in Not geratenen Menschen zu helfen.“

    Bis zum vergangenen Montag wurde in der Gegend rund um Luhansk warme Bekleidung verteilt. Doch bereits da machten die prorussischen Separatisten den Hilfsorganisationen die Arbeit schwer. „Die Rebellen griffen alle an, die sich sozial engagieren wollten“, sagt Müller.
    Besorgt zeigt sich die Kleiderstiftung, dass seit gestern die örtlichen Zahlungssysteme nicht mehr funktionieren. „Die Menschen kommen nicht mehr an ihr Geld, einige Kreditkarten funktionieren beim Bezahlen nicht mehr. Dies verhindert, dass die Leute das Nötigste kaufen können“, sagt Müller. Über Messenger-Dienste hält die Kleiderstiftung Kontakt in die Region. Die Menschen vor Ort berichten von Explosionen, Luftangriffen und Raketen am Himmel. Viele Menschen versteckten sich in Kellern, als die russischen Panzer auf dem Weg nach Kiew durch Tschernihiw zogen.
    Die Deutsche Kleiderstiftung schließt einen großen Flüchtlingsstrom, der auch Deutschland erreicht, nicht mehr aus. „Vor allem Frauen und Kinder werden versuchen in Sicherheit zu kommen“, glaubt Müller. Ukrainischen Männern zwischen 18 und 60 Jahren sei es aktuell verboten, auszureisen.
    Die Kleiderstiftung bittet aufgrund der Notlage um sehr gut erhaltene Sachspenden, die versandkostenfrei zugeschickt werden können. Die Adressaufkleber dafür stehen unter www.kleiderstiftung.de zum Download bereit.
    In dieser Ausnahmesituation bittet Müller aber auch um Geldspenden, die ebenfalls über die Website möglich sind: „Wir brauchen auch die nötigen finanziellen Mittel, um Geflüchteten mit Bekleidung zu helfen oder, falls es wieder möglich sein sollte, Transporte in die Ukraine auf den Weg zu bringen.“
    Weitere Informationen und Paketaufkleber unter: www.kleiderstiftung.de

    Über die Deutsche Kleiderstiftung:
    Die Deutsche Kleiderstiftung mit Sitz in Helmstedt sammelt in ganz Deutschland gebrauchte und neue Kleidung sowie Schuhe und Haushaltswäsche. Beim Angebot der Paketspende können Sachspenden kostenfrei an die Organisation geschickt werden. Guterhaltene Ware wird an Bedürftige in Deutschland, Europa und Übersee verteilt. Mehr als 40 hauptamtliche Mitarbeiter engagieren sich für die Stiftung. Rund 2.500 Kirchengemeinden, soziale Einrichtungen sowie gemeinnützige Organisationen sammeln vor Ort Kleidung und Schuhe. Die Deutsche Kleiderstiftung ist Mitglied bei FairWertung e.V. und somit der Einhaltung ethicher Standards im Umgang mit gebrauchten Textilien verpflichtet. Durch Geldspenden und den Verkauf der Waren, die nicht verteilt werden können, finanziert sie sich. Dafür wurden auch die Charity-Shops „Zweimal-schön“ bereits in mehreren Städten eröffnet. Gegründet wurde die Deutsche Kleiderstiftung 2012 vom Spangenberg-Sozial-Werk e.V.

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