Aktuell rund 2.500 ukrainische Geflüchtete in Mönchengladbach

Oberbürgermeister Felix Heinrichs hat heute gemeinsam mit den Beigeordneten Dörte Schall, Christiane Schüßler und Matthias Engel über die Lage der Menschen informiert, die seit dem 24. Februar vor dem Krieg in der Ukraine geflohen und in Mönchengladbach angekommen sind.

Nach aktuellem Stand halten sich rund 2.500 Personen aus der Ukraine im Stadtgebiet auf, davon sind rund 620 in städtischen Unterkünften untergebracht. Rund 900 leben in Privatunterkünften, rund 1.000 in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes. Außerdem betreut der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie 45 unbegleitete Minderjährige aus der Ukraine.

„Der Krieg in der Ukraine und seine Folgen stellt nicht nur die Stadtverwaltung, sondern die gesamte Zivilgesellschaft vor große Herausforderungen. Wir als Stadt werden weiterhin alles tun, um Geflüchteten Menschen die Hilfe und den Schutz zu geben, den sie benötigen. Dies gilt nicht nur für die Personen, die jetzt aus der Ukraine zu uns kommen“, betont Oberbürgermeister Felix Heinrichs. „Die Solidarität mit den Geflüchteten ist immens und in der gesamten Stadt spürbar. Dafür danke ich allen Beschäftigten der Verwaltung und der städtischen Gesellschaften, die sich engagieren, ganz besonders aber auch den Hilfsorganisationen, Unternehmen, Gemeinden, Vereinen, Initiativen und zahlreichen Privatpersonen, die sich für die Menschen aus der Ukraine einsetzen“, so Heinrichs weiter. „Mönchengladbach hält in dieser besonderen Situation zusammen. Dies gilt auch für die ukrainisch- und russischstämmigen Einwohner*innen unserer Stadt, die sich durch Putins Krieg nicht spalten lassen“, ergänzt der Oberbürgermeister.

Stadt schafft weitere Unterkünfte für Geflüchtete

Da die rund 650 Plätze für ukrainische Geflüchtete in den städtischen Unterkünften voll belegt sind, stehen derzeit in der Krahnendonkhalle 200 Notplätze zur Verfügung. Weitere Unterkünfte sollen geschaffen werden. Zum Beispiel in der ehemaligen Förderschule Winkelner Straße und auf dem Gelände der SMS Group. Außerdem ist die Verwaltung im Gespräch mit Anbietern von Wohnungen und anderen Immobilien, in denen Geflüchtete dauerhaft untergebracht werden können.

Registrierung und Hilfeleistungen

Bei der Registrierung von Geflüchteten nach §24 Aufenthaltsgesetz und der Bearbeitung von Hilfeanträgen arbeiten die Fachbereiche Bürgerservice sowie Soziales und Wohnen eng zusammen. Antragsannahme, Registrierung und Leistungsbescheide gibt es im Verwaltungsgebäude Aachener Straße auf einem Flur. Auch wenn die Ämter in den kommenden Wochen Extraschichten an Samstagen einlegen, wird es noch längere Zeit dauern, bis alle Personen registriert und alle Hilfeleistungsanträge aufgenommen sind.

Um die Bereiche zu stärken, die für die Betreuung der Geflüchteten zuständig sind, wurden kurzfristig 20 zusätzliche Stellen freigegeben.

Eltern-Kind-Gruppen und soziale Betreuung

Um den Geflüchteten, von denen rund 60 Prozent Kinder und Jugendliche sind, neben Unterkunft und Verpflegung auch weitere Angebote machen zu können, arbeiten der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes, Sozialarbeiter*innen verschiedener Ämter, Erzieher*innen des Jugendamtes und Hilfsorganisationen wie DRK und ASB Hand in Hand.

Außerdem hat die Stadt in den Unterkünften an der Eickener Straße und an der Waldhausener Straße so genannte Mogli-Gruppen für Mütter mit Kindern bis sechs Jahren eingerichtet. Eltern-Kind-Gruppen für Geflüchtete gibt es unter anderem auch in den Kitas Steinshütte, Josef-Drauschke-Straße, Gathersweg, Am Hommelsbach und in der Krahnendonkhalle.

Für Kinder ab sieben Jahren und Jugendliche machen das Jugendamt und freie Träger mobile Angebote.

Angebote für Schulkinder

Sobald Geflüchteten ein Aufenthaltstitel nach § 24 Aufenthaltsgesetz erteilt wurde, werden die Kindern im entsprechenden Alter schulpflichtig. Darüber hinaus arbeiten Land und Schulträger daran, bereits vor Eintreten der Schulpflicht im Rahmen von sogenannten „Brückenprojekten“ möglichst kurzfristig Bildungsangebote zu unterbreiten.

Aktuell haben bereits 87 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine eine Schulplatzzusage bekommen. 63 weitere Kinder wurden durch das Kommunale Integrationszentrum (KI) beraten. Sie sind für die Willkommensklassen vorgesehen, die eingerichtet werden sollen. Zusätzlich wird es ab Mai auch ein Angebot für 12 junge Erwachsene an einem Berufskolleg geben.

Beratung für Geflüchtete in Privatunterkünften

Für die Beratung von ukrainischen Familien, die privat untergebracht sind, steht das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) im Menge-Haus am Berliner Platz 12 zur Verfügung. Termine können telefonisch unter (02161) 25-53827 und per Mail an KIM@moenchengladbach.de angefragt werden.