SPD: Region muss Chancen einer besseren Zuganbindung nutzen

Hauptbahnhof in Rheydt - Oktober 2012Die Mitglieder der SPD-Fraktion wurden durch den neuen Vorstand des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR), José Luis Castrillo, über die aktuellen Entwicklungen im Schienennahverkehr informiert. Für 2014 werden insgesamt rd. 1.536,5 Mio. € an Ausgaben für den ÖPNV / SPNV in NRW verplant.
Für Deutschland wurde anhand einer Studie ein Nachholbedarf bei den Reinvestitionen
in die Verkehrsanlagen des schienengebundenen Nahverkehrs in Höhe von rd. 2,35 Mrd. € errechnet.
SPD-Fraktionsvorsitzender Lothar Beine: „Neben diesen Grunddaten standen die lokalen Themen im Vordergrund. Die Strecke RE 4 von Aachen bis Hamm wird ab 2016 neue moderne Waggons erhalten. Dies erfolgt auch für die viel genutzte S 8 zwischen Mönchengladbach und Dortmund. Diese Verbindung wird auch im 20- Minuten-Takt fortgesetzt. Der Hauptbahnhof Rheydt bekommt Aufzüge zu den Bahnsteigen. Baubeginn ist auf 2016 terminiert.“

 

 

Verärgert ist die SPD-Fraktion, dass die Region beim Thema RoCK-Konzept (www.rock-project.eu) nicht an einem Strang zieht und der Kreis Viersen weiterhin eine S 28 fordert. Unter RoCK firmiert der längst überfällige zweigleisige Ausbau der Strecke zwischen Dülken und Venlo.
Momentan erfolgen erfolgreiche Gespräche zwischen Bund und Land, denn das Projekt muss in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.
Mit diesem Ausbau besteht dann endlich eine schnelle IC-Verbindung zwischen Eindhoven, Venlo, Viersen, Mönchengladbach, Neuss und Düsseldorf.
Hiervon profitiert der Kreis Viersen weitaus mehr, als von einer Regiobahn S 28, die natürlich nach dem Bestellerprinzip von den beteiligten Kommunen komplett zu finanzieren ist.
Viersen und Willich müssten die jährlichen Betriebskosten zwischen 5 und 7 Millionen € übernehmen. Der VRR und das Land haben jedenfalls erklärt, dass sie das nicht machen werden. Dies gilt auch für Mönchengladbach.

Lothar Beine: „Neben einer schnellen Personenzugverbindung lassen sich auch viele Güterverkehre von der Straße auf die Schiene verlagern. Der zweigleisige Ausbau bedeutet auch umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen entlang der Strecke. Bislang ist an dieser Strecke nahezu kein Lärmschutz. Neben dem RoCK-Konzept erwartet die SPD-Fraktion die Aufnahme von Mönchengladbach bei der neuen Schnellverbindung Rhein-Ruhr-Express (RRX). Das bedeutendste Bahnprojekt in NRW darf nicht am Rhein enden, sondern muss das Oberzentrum Mönchengladbach einbinden. Die Umsetzung ist für die Zeit von 2025-2030 geplant.“