SPD-Wahlkampf per Spaltung ?

Ausgerechnet die Mönchengladbacher SPD bringt die Bürger der Stadt in den Verdacht frauenfeindlich zu sein.

Gemeint sind die Vorgänge im Frauenfußball beim 1. FC Mönchengladbach.
Drei Frauenmannschaften will der Verein aus mir unbekannten Gründen nicht mehr für die folgende Saison zum Sportbetrieb anmelden.

In einer am Samstag veröffentlichten Meldung schwingt Felix Heinrichs die Moral-Keule, schreibt tatsächlich:

Diskriminierung hat keinen Platz im Sport.

Wer sich jetzt noch mit Kritik zurückhalte, der schade der Gleichberechtigung der Geschlechter in der Stadt…

Mit keinem Wort geht er auf Gründe ein, die zu der Entscheidung des Vereinsvorstandes führte.
Diese sind bis heute nicht öffentlich bekannt gemacht worden.
Das zu wissen ist mitentscheidend bei der Beurteilung der Lage.
Heinrichs weiß möglicherweise mehr, will dies aber, aus welchen Gründen auch immer, nicht öffentlich machen.

Offensichtlich meint er mit „Diskriminierung“ auch seinen Mitbewerber um das Amt des Oberbürgermeister, Frank Boss, CDU, aus Giesenkirchen.

Dieser äußert sich gemäßigter und wird in der RP folgendermaßen zitiert:

„Man muss sich damit beschäftigen, was mit dem Verein passiert. Aber jetzt ist nicht die Zeit der Sportpolitik, sich in Angelegenheiten des Vereins einzumischen. Ich appelliere an den Verein, sich zusammen zu raufen. So gibt es keine Gewinner“

Möchte Heinrichs die Wähler spalten? In Gut und Böse aufteilen?
Oder nutzt er die unschöne Sache, weil nicht erklärte Angelegenheit beim Fußballklub nur populistisch und möchte sie für seine Zwecke ausschlachten?

„Sport soll die Menschen verbinden und nicht zur Spaltung beitragen. Das ist hier wohl völlig vergessen worden.“

Auch das schreibt Heinrichs. Warum schreibt er dann überhaupt?

Juso-Chefin Josephine Gauselmann setzt aus eigener Erfahrung noch einen drauf:

„So eine krasse Ungleichbehandlung ist in der heutigen Zeit eine klare Grenzüberschreitung. Das muss für den Verein Konsequenzen haben.“ Gauselmann fordert auch mehr Einigkeit von der Politik: „Wie kann es sein, dass die eine Hälfte der CDU Fördergelder streichen will, der CDU-OB-Kandidat sich hingegen als selbsternannter Sportpolitiker lieber raushalten möchte. Haltung sieht anders aus.“

Mein Fazit: Hättet ihr doch geschwiegen…

1 Kommentar zu "SPD-Wahlkampf per Spaltung ?"

  1. Karsten Schneidereidt | 28. Juni 2020 um 17:10 | Antworten

    Wenn jetzt laut Boss nicht die Zeit für Sportpolitik ist, macht das in der derzeitigen Situation sicher Sinn, aber dann sollten auch keine bedeutenden Entscheidungen gefällt werden. Schon erst recht keine, die Diskussionen befeuern, die endlich intensiv geführt werden. Und wenn doch, dann bitte mit Transparenz. Nicht dem Bürger einfach etwas vorsetzen, das er dann gefälligst zu schlucken hat. Das mag niemand, und bei Wahlen bekommt soetwas Bedeutung. Denn die Geschichte mit der Lust am unerlaubten Sonderparkplatz am Rheidahlener Gymnasium, ist ebensowenig vergessen, wie die Aussage beim Abgeordneten whatch :“Soziale Ungleichheit, so es sie denn gibt…“ Es gibt Dinge, die haften und summieren sich. Da muß man eigentlich nichts mehr hinzufügen, kann man aber. Tun Sie gerade.

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