Stadt der Nichtschwimmer – Mönchengladbach

Meinung

„Wegen Corona geht das nicht“, diese Floskel muss für immer mehr Ablehnungen herhalten.

In Mönchengladbach auch für die Schließung von Schwimmbädern.
Hätten wir davon genug, könnten wir das verschmerzen. Doch es gibt eben viel zu wenige für den Schwimmunterricht taugliche Schwimmbecken.
In den wenigen noch betriebsbereiten Becken dürfen nur wenige Kinder gleichzeitig am Unterricht teilnehmen.

Warum ist das so?
In unserer fußballafinen Stadt gibt es eine starke Lobby: für den Fußball.
Wer hat schon einmal im Sportausschuss den Sportdezernenten oder seinen Fachbereichsleiter für den Erhalt eines Schulschwimmbeckens verbal kämpfen hören, oder den bisherigen Vorsitzenden?

Sparen heißt die Devise, ausser bei den tollen Kunstrasenspielflächen wird in den Schulsport kaum ein Euro investiert.
MG+ ? Nicht dabei, Borussia first lautet die Maxime in Mönchengladbach.
So ist es nicht verwunderlich, dass jährlich steigende Zahlen von ertrunkenen Kinder zu berichten ist.
Ob sich das ändern kann?
Natürlich kann eine Kommune mit entsprechenem politischen Willen auch Schwimmbäder neu bauen oder ältere Becken ertüchtigen.
Bleibt zu hoffen, in einer neuen politischen Situation werden die Prioritäten auch stärker auf den Schulschwimmsport gelenkt.

Kommentar hinterlassen zu "Stadt der Nichtschwimmer – Mönchengladbach"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*