Stadt und Land verzichten im März auf Probealarm

Das Land Nordrhein-Westfalen hat heute den für den 10. März geplanten landesweiten Warntag abgesagt. Auch die Stadt Mönchengladbach wird auf den monatlichen Probealarm am 5. März verzichten.

„Seit dem 24. Februar haben wir in Europa eine Zeitenwende erlebt, die uns alle bis ins Mark erschüttert und entsetzt. Die völkerrechtswidrige Invasion der Russischen Föderation in die Ukraine stellt eine historische Zäsur unserer Friedensordnung dar, die wir noch vor kurzem für nicht möglich gehalten hätten. Mit der neuen Realität eines russischen Angriffskrieges auf ein souveränes und friedliches Land müssen wir nun auf zahlreichen Ebenen von Politik und Verwaltung in Bund und Ländern angemessen umgehen und prüfen, ob bestimmte Prozesse aktuell wie geplant durchgeführt werden können. Im Rahmen dieser akuten Revision habe ich beschlossen, dass der landesweite Sirenenprobealarm am 10. März nicht stattfinden wird“, betont Landesinnenminister Herbert Reul in einem Schreiben an die Kommunen.

Innenminister Reul befürchtet, dass die Bevölkerung durch die Probealarme in der derzeitigen Lage verunsichern und ängstigen könnte. Die Stadt Mönchengladbach schließt sich dieser Auffassung an. In den vergangenen Tagen haben sich bereits zahlreiche Bürger:innen bei der Verwaltung gemeldet und darum gebeten, den Probealarm in der aktuellen Lage auszusetzen.