Start für schnelles Internet in den südlichen Stadtgebieten: Bau-Beginn ab Anfang 2016 möglich

Das war mal eine gute Nachricht, die heute Abend kurz vor 21:00 Uhr in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd durch Hans-Guenter Petry, Fachbereichsleiter Tiefbau und Stadtgrün (FB 60), verkündet wurde.

Quasi frisch aus dem Drucker ließ er eine Berichtsvorlage an die BezirksvertreterInnen verteilen, die für den Planungs- und Bauausschuss am 08.09.2015 erstellt worden war. Er wollte die BV-Süd vorab informieren.

Petry erläuterte: ln Mönchengladbach gibt es derzeit zum Thema Breitbandausbau zwei große lnteressensbekundungen von zwei Dienstleistern aus der Telekommunikationsbranche.
Das sind die Initiativen der Telekom Deutschland GmbH und der deutschen Glasfaser Netz Entwicklung GmbH.

Die Telekom Deutschland GmbH beabsichtigt für den Stadtteil Rheydt die Erneuerung von ca. 200 Kabelverteiler-Standorten, die jeder im Rahmen der Erneuerung mit einer Glasfaseranhindung ausgestattet werden (FTTN).
Dadurch verkürzen sich die verbleibenden Kupferkabelstrecken zwischen dem Endkunden und einem Kabelverteiler- Standort, so dass für den Stadtteil Rheydt eine wesentliche Leistungssteigerung möglich werden könnte. Neben dem Umbau von ca. 200 Kabelverteiler-Standorten wird ca. 80 km LWL Kabel verlegt. Mit der Umsetzung könnte, wenn im Oktober/November 2015 von Seiten der Firmenzentrate der Startschuss gegeben wird, Anfang 2016 begonnen werden.
Die zweite Initiative kommt von der deutschen Glasfaser Netz Entwicklung GmbH. Die deutsche Glasfaser Netz Entwicklung GmbH beabsichtigt derzeit in den Bereichen Beckrath, Buchholz, Herrath, Wickrathhahn, Wickrathberg. Wanlo, Sasserath und in den Gewerbegebieten Wickrath, Regiopark, Rheydt Odenkirchen, Giesenkirchen Nord und Giesenkirchen West den Bat 1 von Glasfaserstrecken (FTIH) durchzuführen.
Vor Umsetzung dieser geplanten Bereiche wird die deutsche Glasfaser Netz Entwicklung GmbH eine Mindestanschlussquote erreichen wollen (40%?).
Danach wird sie mit dem Tiefbau in dem jeweiligen Bereich beginnen. Der Glasfaserausbau erfolgt dann für 100% der möglichen Anschlüsse.
Die deutsche Glasfaser-Netz Entwicklung GmbH beginnt im September 2015 mit der Information der Bürger und der Akquisition von Anschlussteilnehmern in den o.g. Bereichen.

Von Seiten der Verwaltung werden beide Vorhaben unterstützt. Sobald die entsprechenden Aufbruchanträge (zur Leitungsverlegung im Erdreich, d. Red.) mit den genauen Lageplänen vorliegen, werden diese Aufbruchanträge von der Koordinierungsstelle der Stadt mit allen Versorgern und Leitungsträgem auf diesen Strecken abgestimmt, Mitverlegungen (z.B. Gas, Wasser, Strom) geprüft, und dann die Genehmigung mit den entsprechenden Auflagen erteilt.
Die deutsche Glasfaser Netz Entwicklung GmbH hat den Wunsch, einen Zusatzvertrag mit der Stadt abzuschließen, der z.B. das Zielgebiet, das formelle Ablaufprozedere und eine gemeinsame Absichtserklärung beinhalten soll. Dieser Vertragsentwurf wird derzeit noch geprüft.

Der Glasfaserausbau ist heutzutage sowohl für die Wirtschaftsförderung (Digitalisierung von Unternehmensprozessen, Kommunikation, Anlagensteuerung usw.), als auch für den Bürger im privaten Bereich (Freizeit /Entertainment, Homeoffice usw.) unverzichtbar geworden.
Für diese Dienstleistungen wird ausreichend Bandbreite benötigt (50/100 Mbit), die z.B. mit Glasfasern als Übertragungsmedium geschaffen werden kann.

In der Glasfasertechnologie wird danach unterschieden, wie weit das Glasfaserkabel bis zum Kunden verlegt wird und welche Strecke folglich weiterhin über Kupferdraht überbrückt wird:

1. FTTC (Glasfaser bis zum Bordstein), FTTN (Glasfaser bis zu Nachbarschaft).
Bei FTTC/FTTN werden die Glasfaserkabel bis in die Nahe der Wohnung verlegt, in der Regel bis zum Kabelverteiler. Die weitere Übertragung zum Endnutzer erfolgt dann per Kupferkabel. In Deutschfand ist diese Technologie unter VDSL bekannt.

2. FTTB (Glasfaser bis in den Keller bzw. bis zur Grundstücksgrenze).
Bei FTTB endet die Glasfaser im Haus bzw. an der Grundstücksgrenze. Über vorhandene Kupferleitungen erreichen die Signale dann die Wohnungen.

3. FTTH (Glasfaser bis in die Wohnung). Bei FTTH werden die Glasfaserkabel direkt bis in die Wohnung des Endnutzers verlegt.

Die Rheydter Haushalte dürfen sich auf eine geballte Marketingaktion beider Unternehmen vorbereiten.
Informationen zu Nutzungsentgelten 0der auch Anschlußkosten etc. für den einzelnen Anschluss liegen z.Z. nicht vor.
Ein genauer Vergleich sollte in jedem Fall vor Vertragsabschluss erfolgen.