Straßenbenennungen auf dem Prüfstand

Der Kulturausschuss berät in seiner Sitzung am kommenden Dienstag (1. Dezember) über einen Antrag zu Straßenbenennungen in Mönchengladbach.

Die Ampel-Fraktionen haben diesen entworfen und um eine gemeinsame Einreichung des Antrags bei den demokratischen Fraktionen geworben.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi erklärt dazu: „Die Ehrung durch Straßenammen ist politisch kein unbekanntes Thema. Ich bin froh, dass wir es nun in einem verbindlichen und transparenten Verfahren endlich angehen. Es ist nicht zu tolerieren, dass es Straßen gibt, die historisch stark belastete Persönlichkeiten ehren. Gleichzeitig wollen wir dieses Thema ergebnisorientiert erledigen.“

„Viele Straßen in Mönchengladbach sind noch immer nach problematischen Personen unserer Vergangenheit benannt.“, verdeutlich Lena Zingsheim, Fraktionssprecherin der Grünen. „Im Rahmen einer aktiven Erinnerungskultur wollen wir dies jetzt zügig ändern. Deshalb ist es gut, dass wir jetzt eine Bestandsaufnahme machen und unserer Verantwortung als Stadtgesellschaft nachkommen. Der nächste Schritt muss dann sein diese Straßen nach Menschen zu benennen, die sich für das Gemeinwohl eingesetzt haben – besonders mit lokalem Bezug.“

Das erklärte Ziel ist eine fraktionsübergreifende Einigung bei diesem Thema. Konkret sieht der Antrag vor, eine Kommission aus Fachleuten einzurichten. Diese ordnet Straßennamen in verschiedene Kategorien ein, um dem Rat eine Liste zur Entscheidung über vorzulegen. Dieser soll anhand der fachlichen Einschätzung über mögliche Umbenennungen final entscheiden.

„Natürlich wollen wir in diesem Prozess auch die Argumente der Anwohnerinnen und Anwohner anhören und abwägen. Dort, wo es tatsächlich zu Umbenennungen kommt, werden wir den betroffenen Anwohner*innen und Gewerbetreibenden durch die Verwaltung praktische Hilfestellung bei allen mit der Umbenennung entstehenden Formalitäten geben.“, betont die FDP-Fraktionsvorsitzende Nicole Finger.