Strukturwandelprojekt auf dem Areal des ehemaligen Polizeipräsidiums macht Fortschritte

Das Team der WICMG auf dem Areal der ehemaligen Polizeipräsidiums (v.l.): Rahel Franzen –Projektmanagerin Nutzungen, Justyna Starosta – Syndikusrechtsanwältin, Eva-Maria Heiß – Geschäftsführerin, Katharina Wechselberger-Feies – Architektin / baufachliche Leitung, Jacqueline Rüttgers – Koordinatorin Schnittstellen, Kieu Lam – Projektassistentin. Nicht im Bild: Ernst Bremberg, Objektbetreuer. (© Stadt Mönchengladbach)

Die personelle Besetzung der Wissens- und Innovationscampus Mönchengladbach GmbH (WICMG) ist nahezu abgeschlossen.

Seit dem ersten April besteht das Team bei der hundertprozentigen Stadttochter aus sieben Fachleuten. Mit der Texturelab GmbH ist zeitgleich das erste innovative Jung-Unternehmen auf das Areal gezogen, hat hier in neue Maschinen investiert und seine Produktionskapazitäten vergrößert. Das Mönchengladbacher Unternehmen ist eine von mehreren geplanten Ansiedlungen, mit denen schon während der Planungsphase für den künftigen Campus Leben in das Gebäude kommt.

„Der Wissens- und Innovationscampus ist eines der zentralen Strukturwandel-Projekte in Mönchengladbach, für das sich die Stadt, die WICMG und engagierte Bürgerinnen und Bürger im Verein Wissenscampus seit langem engagiert einsetzen“, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs. „Nach Jahren voller Arbeit und Fortschritte im Hintergrund ist es ein tolles Zeichen, dass mit der Team-Besetzung bei unserer Wissens- und Innovationscampus GmbH und der Ansiedlung der Texturelab GmbH jetzt zwei wichtige sichtbare Meilensteine erreicht wurden. Weitere folgen in Kürze,“ kündigt Heinrichs an. „Im Kanon der Strukturwandelprojekte mit einer hervorgehobenen Bedeutung wollen wir deutlich machen, dass auch das Projekt Wissens- und Innovationscampus gut vorankommt. Seit Vorliegen des Förderbescheides ist eine Menge passiert und die Gespräche mit dem Fördergeber zeigen neue Möglichkeiten auf, auch schneller als ursprünglich gedacht in Umsetzungsschritte einzusteigen“, so der Oberbürgermeister.

„Bereit für die heiße Projektphase!“

Anfang 2022 konnte das Gelände vom Land erworben werden. Es folgte die langwierige Antragsphase. Im Juli 2023 dann hatte Mönchengladbach für das Projekt Wissens- und Innovationscampus Fördermittel in Höhe von knapp 9 Millionen Euro erhalten. Das Geld dient dazu, die WICMG personell zu besetzen, die Planung für den Campus voranzutreiben und Finanzierungsmodelle für die konkreten Nutzungsideen zu entwickeln. Bis auf die kaufmännische Leitung ist die Teambesetzung für den anstehenden Planungsprozess nun perfekt. Ganz zur Freude von Geschäftsführerin Eva-Maria Heiß, die im Dezember 2023 ihre Tätigkeit aufgenommen hat: „Hier treffen tolle Persönlichkeiten mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen aufeinander, von der Rechtsanwältin über den technischen Objektmanager bis hin zur Projektassistenz. Eine gute Mischung von Kolleginnen und Kollegen, die alle für unsere gemeinsame Aufgabe brennen. Wir sind bereit für die heiße Projektphase!“

 Seine Arbeit verrichtet das Team der WICMG natürlich am Ort des Geschehens, also im Gebäude des ehemaligen Polizeipräsidiums an der Theodor-Heuss-Straße.

Auf dem Foto, vor einem noch eingepackten Textil-Bandtrockner (v.l.): Mitgründer Martin Wosik und Geschäftsführer Henrik Stelter.
© Texturelab

Mit der Texturelab GmbH sind nun die ersten neuen Nachbarn dazu gekommen. Für das innovative Textilveredlungsunternehmen ist der Umzug ein klares Bekenntnis zum Standort Mönchengladbach. „Durch den Umzug unseres neuen Headquarters in das alte Polizeipräsidium haben wir ein deutliches Zeichen für die Stadt Mönchengladbach gesetzt. Wir bleiben in Mönchengladbach und wachsen mit der Stadt,“ erklärt Henrik Stelter, Geschäftsführer der Texturelab GmbH. Warum der neu entstehende Wissens- und Innovationscampus genau das richtige Arbeitsumfeld für das Unternehmen ist, erklärt Mit-Gründer Martin Wosik: „Texturelab strebt an, branchenübergreifend Innovationen und Verbesserungen zu entwickeln. Wir planen, unseren Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung unseres Planeten für die Zukunft zu leisten.“

Schritt für Schritt kommt Leben auf den zukünftigen Campus In den kommenden Monaten sind weitere Ansiedlungen geplant, die das ehemalige Präsidium schon während des mehrjährigen Planungsprozesses mit Leben füllen. So werden der städtische Fachbereich Geoinformation, der Verein Wissenscampus e.V. und die Initiative nextMG e.V. hier ihre Zelte aufschlagen. Ziel von nextMG ist es, die Digitalisierung am Wirtschaftsstandort Mönchengladbach voranzubringen, Aktivitäten rund um die digitale Transformation zu unterstützen und die Stadt für Gründer & Start-ups attraktiver zu machen. Die städtische Nutzung ist als Zwischennutzung geplant, bevor die Umbauarbeiten für die endgültigen Mieter erfolgen können. Damit passt die Initiative perfekt zum Geist des Strukturwandelprojektes Wissens- und Innovationscampus. Dessen Ziel ist es, auf dem 3,5 Hektar großen Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums, mitten zwischen Gladbach und Rheydt und in unmittelbarer Nähe zur Hochschule Niederrhein, einen Ort für den Wissenstransfer, für Innovationen und Gründerkultur zu schaffen. Feste Bausteine des Projektes sind etwa die Junior Uni, die Gründungsfabrik und das Bildungsprojekt für MINT-Fächer „SkillzUp“, die allesamt bereits ihre Arbeit aufgenommen haben – bislang an provisorischen Standorten.