Studenten der HN entwickelten Karnevalskostüme für Köln und Mönchengladbach

Textilprojekte-2014Im Jahreskalender des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein ist es ein fester Termin:
Der Projekttag zu Jahresbeginn, bei dem in diesem Jahr über 300 Studierende in 31 Teams die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten vorstellten. Ein Semester lang haben sie in interdisziplinär zusammengewürfelten Zehnergruppen unter industrienahen Bedingungen praxisorientierte Projekte bearbeitet.
Jetzt wurden die Ergebnisse in 14-Minuten-Präsentationen an einem Tag im Audimax in Mönchengladbach vorgestellt.
Unter den 31 Projekten gab es zahlreiche Highlights.
Gleich drei Gruppen entwickelten Karnevalskostüme: einmal für den Zugführerwagen des Festkomitees Kölner Karneval, das ist der Eröffnungs-Wagen des Rosenmontagszuges, einmal für die Karnevalsgesellschaft Kölnische 1945 e.V. und einmal als Inklusionsprojekt mit dem Reha-Verein Mönchengladbach für dessen Fußgruppe im dortigen Veilchendienstagszug.

Die Vitusstadt profitiert noch von einem weiteren Projekt: So erarbeitete eine studentische Gruppe ein Konzept für die alte Stadtmauer am Geroweiher. Textile Elemente sollen dafür sorgen, dass die ehemals trennende Mauer zu jeder Jahreszeit eine Menschen-verbindende Funktion erhält.
Recycling war das Schlagwort für ein weiteres Team: „95/93 – WAY TO GO“ heißt die entwickelte modische Bekleidungskollektion. Dabei wurde die Ressource „Altkleider“ verwendet, zu Fasermaterial zerkleinert, zu neuem Garn versponnen und zu textilen Flächen verarbeitet. Es entstanden innovative Bekleidungsstücke mit einer Geschichte, die man ihnen nicht ansieht.

Einzigartig ist auch das von Team 9 entwickelte Konzept eines Hochschulgartens mit Pflanzen, die zur Textilfärbung und Textilherstellung genutzt werden. Dieser „Fasercampus“ soll nicht nur zur Wissenserweiterung dienen, sondern Studenten und Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, sich in den Pausen in der Natur zu entspannen.

Außerdem wurden die renommierten „Zaubertrixxer“ mit neuer Bühnenkleidung ausgestattet.
Der Kölner Verein KultCrossing, der sich um die kulturelle Förderung von Jugendlichen kümmert, erhielt attraktive Werbemittel. Das IT-Systemhaus ComTec hatte die Entwicklung eines Maskottchens beauftragt – und bekam den Super-Kalle , ein lebensgroßes Erdmännchen im Superhelden-Kostüm mit integrierter Dockingstation für alle gängigen Smartphones.
Ein Steuerkreis aus 14 Professoren des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik wählte am Ende das Siegerteam aus: Es gewann das Team 16: Diese Studierenden designten und realisierten attraktive Bekleidungsmodelle und Asseccoires aus technischen Textilien für die neue FashionShow auf den internationalen Messen Techtextil und Texprocess 2015 in Frankfurt. Dabei griffen sie die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde auf.
Die Abschlusspräsentation fand in dieser Form zum zwölften Mal statt. Für das Studienfach „Projekte“ wählen die Professoren Themen aus, die die Studierenden bearbeiten müssen. Diese stammen überwiegend von Unternehmen aus der Industrie, von Vereinen oder Schulen. Das Besondere: Die Projektteams der Studierenden sowie die Themenstellungen werden zugelost. „Die Studierenden sollen anhand einer konkreten Themenstellung für echte Auftraggeber Erfahrungen im Projektmanagement sammeln, im Team arbeiten, rhetorische Fähigkeiten schulen und sich dabei selbst erfahren“, erklärt Prof. Dr. Klaus Hardt vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik.