Tatort-Verein stiftet 250 Schulranzen für Kinder aus Mönchengladbach

Dietmar Bär, Klaus J. Behrendt und Joe Bausch vom Kölner Tatort setzten sich für Kinder ein. (Foto: Tatort-Verein)

Die Kosten für einen Schulranzen und das nötige Zubehör sind für finanziell benachteiligte Familien schwer tragbar.

Viele Familien können ihren Kindern die notwendigen Materialien nicht in vollem Umfang zur Verfügung stellen.

„Wir starten gleich – Kein Kind ohne Schulranzen!“ ist ein Projekt des Tatort-Vereins „Straßen der Welt“. Erstklässler*innen aus finanziell besonders benachteiligten Familien können durch die gestifteten Schulranzen am ersten Schultag mit einem wertigen Schulranzen-Set ins Schulleben starten. Auch in diesem Jahr hat der Tatort-Verein 250 Schulranzen für Kinder aus Mönchengladbach gespendet.

Hintergrund

Die Kosten für einen Schulranzen und die übrige Ausstattung liegen mittlerweile zwischen 250 und 600 €.

Für einige Familien ist der Kostenpunkt für die Ausstattung neben allen weiteren Herausforderungen rund um den Schulstart eine zusätzliche Hürde. Es gibt zwar die Möglichkeit, einen Zuschuss für ein Schulranzen-Set über das Paket Bildung und Teilhabe zu erhalten, einige Familien fallen jedoch aus diesen Leistungen heraus und können ihren Kindern trotzdem keine hochwertige Ausstattung bieten. Um allen Kindern einen gleichen und unbeschwerten Schulstart in den neuen Lebensabschnitt zu ermöglichen, wurde 2012 ein Projekt ins Leben gerufen, das der gemeinnützige Tatort-Verein organisiert.

Der Verein rund um die Schauspieler Dietmar Bär, Klaus J. Behrendt und Joe Bausch, die als Schauspieler der Kölner Tatort-Krimis des WDR bekannt sind, schafft mit örtlichen Spenden Schulranzen-Sets an, die gezielt an Kinder in schwierigen Lebenssituationen weitergegeben werden. In Kooperation des Tatort-Vereins mit dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie sowie jeweiligen örtlichen Unterstützer*innen wurde auch in diesem Jahr dieses Konzept in Mönchengladbach umgesetzt. Finanziert wurde das Projekt durch die Elfriede-Kürble-Stiftung und die drei Rotary Clubs aus Mönchengladbach, RC Mönchengladbach, RC Mönchengladbach-Gero und RC Mönchengladbach-Niers vor Ort.

Erzieher*innen der Kitas und soziale Einrichtungen aus den beteiligten Partnerstädten können die Notlagen der Familien am besten beurteilen und geben die Anzahl der benötigten Ranzen vor der Einschulung an die Projektleitungen der beteiligten Städte weiter. „Der Spende vorausgegangen ist immer eine fundierte Einschätzung der Kindertageseinrichtung oder anderer, die die Familien betreuen. So wurden genau die Kinder und Familien erreicht, die diese besondere Unterstützung gebrauchen konnten“, erläutert Sozialdezernentin Dörte Schall.

Klaus Röttgen, Leiter des Fachbereichs Kinder; Jugend und Familie, betont: „Das Projekt machte es möglich 125 Jungen und 125 Mädchen einen guten Start als Erstklässler*innen zu bereiten. Jedes Kind ist ‚stolz‘, wenn es endlich den ersten Tornister in den Händen hält. Vor allem erhalten die Familien den Schulranzen im Vorfeld von den Erzieher*innen, sodass sie ihren Kindern den Ranzen selbst überreichen können. Dadurch bekommen die Kinder das Gefühl, dass ihre Eltern ihnen dieses tolle Geschenk gemacht haben“. Dass die Kinder nicht erfahren, dass ihre Schulranzen gespendet wurden, ist dem Verein besonders wichtig, um Stigmatisierung zu vermeiden. Seit dem Start des Projektes konnten über 12.000 Schulranzen-Sets in allen beteiligten Städten verteilt werden.

Weitere Informationen rund um die Projekte des Tatort-Vereins unter Tatort – Straßen der Welt e.V.: Home (http://tatort-verein.org).