Umweltschutzdezernent hat Fällgenehmigungen erteilt – wieder werden in Giesenkirchen wertvolle Vogelbrutplätze verschwinden

Es geht um den Bebauungsplan 651 / O – Im Wahlkampf kein Thema in der BV-Ost?

von Rhodung bedrohtes Waldstück in Giesenkirchen-0060Erst im März vergangenen Jahres wurde gegen einen geltenden Vertrag verstoßen und widerrechtlich auf dem Grundstück der Fa. Lambert zwischen dem denkmalgeschützten Grundstück Haus Langmaar und dem Gewerbegebiet Langmaar Rodungen durchgeführt.
Bis heute hat das keine sichtbaren Folgen.
Die geplante Ersatzpflanzung in Wickrath, entlang der Beckrather Straße, bis dato Fehlanzeige. In Giesenkirchen wurden widerechtlich Fakten geschaffen die keinerlei Konsequenzen zu haben scheinen.
Auch Makler Michael Schroeren, CDU Ratsherr, er soll involviert sein, äußert sich bisher nicht dazu.
Die Stadtverwaltung agiert mit großer Zurückhaltung, gelinde ausgedrückt.
Es passiert einfach nichts. Rechtlich soll angeblich alles korrekt sein. Also alles prima?
Nun soll in direkter Nachbarschaft wieder gerodet werden, diesmal mit Genehmigung der Umweltschutzbehörde. Die Baugenehmigung ist nach Auskunft der Umweltbehörde erteilt, auch in diesem Fall soll mit dem Investor ein Vertrag geschlossen werden, der eine Ersatzpflanzung vorschreibt. Ob der Investor diesen Vertag unterschreibt oder einfach mal wieder durch Fällungen Fakten setzt, bleibt abzuwarten.
Die Erfahrung lehrt: Skepsis ist angebracht.
Hajo Siemes, engagierter Naturschützer hat bisher alles versucht, dieses Projekt zu verhindern.
Auf seine Einwände, dort wurden Eulen gesichtet, erzeugte keine Wirkung.

Die Antwort der Stadt war negativ, sie will Ersatzpflanzungen mit einem Investor vereinbaren.
Selbst der BUND konnte keine Reaktion erwirken.
Grundsätzlich gilt: Baurecht geht vor Baumrecht.

Ärgerlich ist jedoch die insgesamt scheinbar laxe Haltung der Mönchengladbacher Verwaltung in Sachen Fällgenehmigungen und geschehenen Verstößen gegen Auflagen.
Ein Verstoß (und Vertragsbruch) gegen solche Auflagen werden schnell mit einem Kavaliersdelikt gleichgestellt und verharmlost.