Verwaltung bereitet sich auf möglichen Stromausfall vor

In der Energiekrise, die sich im Winter noch zuspitzen könnte, sind großflächige Stromausfälle unwahrscheinlich, können aber nicht ausgeschlossen werden.

Zwar schätzt die Bundesnetzagentur die Gefahr eines langanhaltenden und großflächigen Blackouts als sehr gering ein, dennoch bereitet sich die Verwaltung seit geraumer Zeit vorsorglich auf einen solchen Krisenfall vor.
Der Energie-Krisenstab, der im notstromgesicherten Führungs- und Lagezentrum der Feuerwehr im Stockholtweg tagt, ist bereits seit dem Sommer aktiv und bereitet sich aktuell auch auf einen flächendeckenden Stromausfall vor.

In einer Mitteilung an den Rat informierte Oberbürgermeister Felix Heinrichs gestern (19.10.) über erste Maßnahmen, die in den nächsten Tagen und Wochen noch weiter ergänzt werden sollen.
In der Kommunikation mit der Öffentlichkeit, die über Mobilfunk bei länger anhaltendem Stromausfall nicht mehr funktioniert, verfolgt die Verwaltung das sogenannte Leuchtturmkonzept. Dabei dienen u.a. Gerätehäuser der Freiwilligen-Feuerwehr als Anlaufstelle für die Bevölkerung, die dort nähere Informationen zur Lage erhalten und Notrufe absetzen kann. Eine Liste dieser Leuchtturm-Standorte mit einer entsprechenden Karte wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Darüber hinaus ist vorgesehen, einen Verwaltungsstandort mit Notstromaggregaten auszustatten, um eine begrenzte Zahl von Arbeitsplätzen zu sichern.  

Die Bediensteten der Stadtverwaltung kommen im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls zu ihren Dienststellen vor Ort, um einzelne Aufgabenbereiche der Verwaltung personell zu verstärken, die insbesondere der Aufrechterhaltung der Infrastruktur und der allgemeinen öffentlichen Ordnung der Lage entsprechend dienen.

„Für die Öffnung von Kitas und Schulen zum Zweck der Notbetreuung findet derzeit noch eine Abstimmung statt, da es landesseitig keine einheitlichen Vorgaben gibt. Dies ist bei den Kitas notwendig, da diese in der Mehrzahl in nicht-städtischer Trägerschaft sind und im Bereich Schule ist das Land bzw. die Schulaufsicht maßgeblich“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs zum aktuellen Stand der Vorbereitungen, über deren nächste Schritte die Verwaltung darauf aufbauend weiter informieren wird.

Mit den besonders relevanten Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur hat es eine Klärung der Notstromversorgung gegeben, dass deren Notstromversorgung gesichert ist.