Was ist wahr? Was ist echt? Was ist inszeniert? Wem oder was kann ich heute noch glauben?

Studierende der Hochschule Niederrhein präsentieren Inszenierungen zu Schein und Sein
Wahrscheinlich echtWie vertrauenswürdig sind die Inszenierungen der Politik, der Werbung, der Medien und der Religionen? Darf ich mich auf die Äußerungen sogenannter Experten verlassen? Sollte ich den Darstellungen und Versprechungen meiner Mitmenschen Glauben schenken? Und wie sicher kann ich mir meiner selbst sein?

Unter dem Titel „Wahrscheinlich echt“ präsentieren zwanzig Studierende der Kulturpädagogik der Hochschule Niederrhein in fünf Szenerien ihre Antworten auf diese Fragen. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit den Themen Inszenierung, Selbstinszenierung und Re-Inszenierung und greifen dazu auf Fotografien, Video- und Tonsequenzen, szenische Interaktionen, Performances und Installationen zurück. Sie beschäftigen sich mit dem schwierigen Verhältnis von Sein und Schein, das nicht nur auf der Bühne oder vor der Kamera, sondern auch in unserem alltäglichen Leben von Bedeutung ist.

 

Begleitet wurden sie von den Professoren Dr. Theodor M. Bardmann und Dr. Jürgen Weintz.
In fünf Räumen der ehemaligen Schule Knopsstraße 47 in Mönchengladbach können die Besucher von Donnerstag, 12. Dezember, bis Samstag, 14. Dezember Installationen und Ausstellungen besuchen und an Live-Aufführungen teilnehmen:

–          „moment mal!“ befasst sich auf der Suche nach Echtheit und Authentizität mit den kleinen, besonderen, vermeintlich unwichtigen Augenblicken des Alltags – wie das Niesen, Gähnen oder Riechen –, um sie zu re-inszenieren. So kann der Zuschauer sie auf neue Art nachfühlen.

–          „Coulrophobie“ versucht, die Fassade eines Menschen aufzubrechen und die dahinterliegenden, clownesken Seiten an die Oberfläche zu tragen.

–          Die Mitglieder der Gruppe „Ich ist ein Anderer“ begeben sich auf die Suche nach ihren eigenen Gegensätzen. Sie zeigen, wer sie nicht sind, aber sein könnten und gewähren einen Blick auf die verborgenen Facetten ihrer Identität.

–          „Naked Mind“ steht für eine Rauminstallation, die den Betrachter in die intimsten Geheimnisse einer fiktiven Person eintauchen lässt. Außen- und Innenwelt werden einander gegenübergestellt und lassen tiefe Risse erahnen.

–          „filia matris“ widmet sich dem Drahtseilakt in der Beziehung zwischen Mutter und Tochter – einer Verbindung, die so nah ist und trotzdem voller Unbekanntem steckt.

Einlass ist jeweils um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Tickets zum Preis von fünf Euro, ermäßigt drei Euro, können im Studierendensekretariat des Fachbereichs Sozialwesen, Richard-Wagner-Straße 101 in Mönchengladbach, oder an der Abendkasse erworben werden.

 

 

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