Was wollte der Wähler?

Wahlergebnisse haben so manche Facette, als Wähler drückte man seinen Willen aus.
Hoffte, mit seiner Wahl Bewegung in die politische Landschaft zu bringen oder altes zu bewahren.
NRW hat den Wechsel gewählt. Das CDU-Programm mit seinen angekündigten Wohltaten war wohl ausschlaggebend dafür.
Eine veränderte Zusammensetzung auf der Regierungsbank ist erwünscht.

Wollte der Wähler eine große Koalition?
Oder eine CDU / FDP – Koalition?
Muss die SPD an Koalitionsgesprächen teilnehmen?
Pokert die FDP zu hoch?

Für mich gibt es kein klares Ja zu diesen Fragen. Zu viele Details hindern mich.
Natürlich hat jede Partei, auch die SPD, mit den anderen Parteien zu sprechen.
Sie ist angetreten in diesem Land zu gestalten, deshalb hat sie fast so viele Stimmen der Wähler erhalten wie ein möglicher Koalitionspartner CDU. Das ist kein Auftrag zur Opposition. Oder hat sie bereits vor der Wahl eine derartige Konsequenz kundgetan?
Mit ihrem Nein zu Koalitionsgesprächen mit der CDU bestraft sie sich und ihre Wähler.
Nicht zu verachten ist ein unschöner Effekt: Die mögliche Koalition von CDU / FDP hat nicht nur eine Ein-Stimmen Mehrheit. Die Stimmen der AfD können bei jeder Abstimmung entscheidend werden. Selbst bei Stimmenthaltung der AfD erhält die CDU/FDP-Koalition sogar dann eine Mehrheit, wenn einige FDP-Abgeordneten nicht mitstimmen würden.  Wenn auch ungeliebt, ein mögliches Zünglein an der Waage.
Das sind die Fakten.