„Wenn …, dann verliert die Partei an jeglicher Glaubwürdigkeit“.

v.R.: Josy Wichards, Sprecherin der Grünen Jugend Mönchengladbach; Fabian Sneider, Sprecher der GJ Mönchengladbach

Lützerath: Grüne Jugend Mönchengladbach kündigt Widerstand an.

Am Dienstagmorgen haben der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, die NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und der Vorstandsvorsitzende von RWE, Markus Krebber auf einer gemeinsamen Pressekonferenz angekündigt, das Dorf Lützerath am Tagebau Garzweiler II zu räumen und die Kohle unter dem Dorf verfeuern zu wollen. Im gleichen Zuge wurde verkündet, dass zwei Braunkohlekraftwerke, anstatt am Ende des Jahres den Betrieb einzustellen bis zum Frühjahr 2024 weiterlaufen sollen. Begründet wird die geplante Räumung des Dorfes Lützerath mit der Energiesicherheit Deutschlands als Folge des Angriffskriegs Russlands.

„Wir zweifeln an der Aussagekraft der vorgelegten Gutachten. Die Energieversorgung Deutschlands kann ohne die Braunkohle unter dem Dorf gesichert werden. Dazu ist das Abbaggern Lützeraths nicht notwendig“, erwähnt Josy Wichards, Sprecherin der Grünen Jugend Mönchengladbach.

Der Tagebau liegt unmittelbar an der Grenze zu Mönchengladbach, weswegen der Aufruhr bei der Mönchengladbacher Grünen Jugend groß ist. So hält die Grüne Jugend Mönchengladbach den Fall des Dorfes Lützerath für die falsche Entscheidung und kündigt Widerstand gegen diese Entscheidung an.

„Wenn Bündnis 90/Die Grünen wirklich zulässt, dass RWE für kurzfristige Profite Lützerath abbaggert, die Klimaschutzziele aus dem Pariser Abkommen 2015 ignoriert und damit die 1,5-Grad Grenze über Bord wirft, dann verliert die Partei an jeglicher Glaubwürdigkeit. Der Kohleausstieg 2030 muss so oder so kommen. Und das nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern in ganz Deutschland.“ sagt Fabian Sneider, Sprecher der GJ Mönchengladbach. „Das Ausspielen der Energiekrise gegen die Klimakrise muss aufhören und deswegen werden wir uns den kommenden Protesten anschließen“.