Senioren der CDU und Dr. Schlegelmilch arbeiten weiter gegen den noch nicht gewählten Seniorenrat

Dr. Hans-Peter Schlegelmilch

Die CDU-interne Gruppierung „Senioren-Union“ war mit einem Infostand am Wickrather Markt.

An diesem Infostand sollten nach eigenen Angaben unter anderem Stimmen für die Kandidatur der Delegiertenwahl für den neuen Seniorenrat in Mönchengladbach gesammelt werden.
Die Bildung eines Seniorenrats wurde in der letzten Ratssitzung durch Stimmen der SPD, Grüne und FDP beschlossen. Auch die Senioren-Union kann bis zu zwei Personen als Delegierte benennen. 

„Wir haben keinen älteren Menschen getroffen, der wusste, wozu der Seniorenrat in MG gebildet werden soll, noch wie das Wahlverfahren aussieht. Eine Zumutung ist, dass man alle Informationen, wie das Formblatt für die Kandidatur, Vordrucke für die Unterstützungsunterschriften, die Satzung und die Wahlordnung von der Webseite der städtischen „Altenhilfe“ herunterladen und ausdrucken lassen muss. Wer kennt diese Informationen? Was ist mit Senior*innen, die weder PC noch eine Internetanbindung haben?“, klagt Angelika Schürings, Kreisvorsitzende der Senioren Union der CDU in MG.

Service der MG-heute-Redaktion:

Der neu zu gründende Seniorenrat der Stadt MG soll sich um die Belange und Interessen der älteren Menschen ab 60 Jahre kümmern und aktiv an den kommunalen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Im aktuellen Stadtrat und in den Ausschüssen sind aus allen Parteien bereits Senioren*innen vertreten, die jetzt schon an den kommunalen Entscheidungsprozessen beteiligt sind. „Dieser Seniorenrat selbst hat keinerlei Einfluss im Rat und ist daher aus unserer Sicht vollkommen überflüssig. Ich selbst bin im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Senioren und Gleichstellung und darf dort als sachkundige Bürgerin die Interessen der Senioren vertreten.“, so Schürings. Die CDU-Ratsfraktion kann den Unmut der Senioren-Union nachvollziehen. Von Anfang an hatte die Union in Rat und Ausschüssen die Bildung eines Seniorenrates abgelehnt.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Hans-Peter Schlegelmilch, sagt dazu:

„Aus unserer Sicht haben Senioren, genau wie alle anderen Bürger in Mönchengladbach, die Möglichkeit sich politisch oder auf andere Weise ins Stadtleben einzubringen. Schaut man sich den Altersdurchschnitt der Fraktionen im Rat an, spricht das für sich. Der Seniorenrat, so wie er von SPD, Grünen und FDP verabschiedet wurde, ist aus unserer Sicht kein Gremium, das tatsächlich alle in Mönchengladbach lebenden Seniorinnen und Senioren vertreten soll, sondern lediglich Seniorinnen und Senioren aus vorab festgelegten Interessenverbänden. Würde man das Thema ernsthaft umsetzen wollen, müsste der Seniorenrat, genau wie der Integrationsrat demokratisch von allen Seniorinnen und Senioren in unserer Stadt gewählt werden können.
Mönchengladbach ist eine finanziell schlecht aufgestellte Kommune. Hier sollte jeder freibleibende Euro für eine gute Bildung unserer Kinder und somit für die Zukunft aller Mönchengladbacher eingesetzt werden!“, so Schlegelmilch.

Pressemeldung der CDU-Ratsfraktion

Aus Sicht der CDU ist die Bildung des Seniorenrates unter Abwägung der Höhe der Kosten (ca. 40.000 Euro/Jahr) und der bereits gegebenen Möglichkeiten sich aktiv als Rats- , Bezirksvertretungsmitglied und als sachkundige Bürgerinnen und Bürger in den Ratsgremien demokratisch legitimiert zu betätigen, nicht sinnvoll.

1 Kommentar zu "Senioren der CDU und Dr. Schlegelmilch arbeiten weiter gegen den noch nicht gewählten Seniorenrat"

  1. Gerd Littmann | 5. Oktober 2022 um 16:08 |

    Der Seniorenrat müßte auf mich ohnehin verzichten. Grund: Fortgeschrittene Dummheit.
    Wenn Frau Schürings erklärt, daß dieser Rat ohnehin nichts zu sagen hat, bin ich nicht intelligent genug zu verstehen, warum es dann einen Infostand zur Gewinnung von Delegierten gab.
    Dieser Rat wäre schon gut, aber besetzt mit Politik, eh eine Farce.

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