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Mönchengladbacher Zeitung

Willkommen im Veganuary

Bei vielen von uns hat die schöne Weihnachtszeit ihre Spuren auf den Hüften hinterlassen.

So wird das neue Jahr auch für gute Vorsätze rund um die Figur genutzt. Die Discounter bieten Sportartikel an und auch die Sportvereine verzeichnen meist im Januar steigende Mitgliederzahlen.  Eine weitere Variante ist die Umstellung der Ernährung.
Der Trend zur veganen Ernährung hat sogar einen Namen. Veganuary.
Das bedeutet, einen Monat lang auf alle tierischen Produkte zu verzichten. Dazu gehören nicht nur Fleisch, Wurst und Fisch, sondern auch Produkte, die von Tieren hergestellt werden.
Um nur einige zu nennen: Milch, Käse, Joghurt, Quark, Skyr und Eier.

Das in Eiern enthaltene Eiweiß ist eine beliebte Proteinquelle für Sportler.  Da die Hühner unter natürlichen Bedingungen im Winter nur sehr wenig Eier legen, wurde früher das Osterfest zum Fest der ersten Eier des Jahres. Im Veganuary stehen Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. Pflanzliche Fette statt Butter und Nüsse können den Speiseplan bereichern. Diese wesentlich gesündere Ernährung für Erwachsene fördert die Gesundheit. Da gibt es kein Wenn und Aber. Gemüse stärkt das Immunsystem, hält fit und gesund.

Mit Müsli zum Frühstück starten nicht nur Sportlerinnen und Sportler durch. Brotaufstriche zum Frühstück gibt es in vielen herzhaften Geschmacksrichtungen. Auf Wurst und Käse kann verzichtet werden.  Hafermilch statt Kuhmilch ist für viele Verbraucher bereits Standard im Kaffee oder Chai Latte. In vielen Restaurants werden bereits pflanzliche Varianten angeboten.

Alle Supermärkte bieten ein breites Sortiment an pflanzlichen Produkten für alle Mahlzeiten an. Für Bolognese oder Frikadellen gibt es Hackersatz aus Soja, Pilzen, Weizen oder auch Jackfruit. Ausprobieren und dranbleiben, bis man „seinen“ Geschmack gefunden hat, ist den ganzen Januar über möglich und wer will, auch darüber hinaus.

Wenn es mal schnell gehen muss, gibt es Fertigprodukte wie die beliebten Gemüsemischungen und sogar Tiefkühlpizza als vegane Variante. Bratlinge gibt es aus verschiedenen Gemüsesorten und in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Alle Produkte sind in Bio-Qualität erhältlich. Ohne Duftstoffe und künstliche Zusatzstoffe.

Auch alteingesessene Restaurants springen auf den seit Jahren wachsenden Trend zur pflanzlichen Ernährung auf. Auf zwölf Prozent der Bevölkerung will man schließlich nicht verzichten. So viele Menschen ernähren sich nur noch vegetarisch oder sogar vegan. In vielen Restaurants gibt es einen eigenen Menüpunkt für Vegetarier. Leider werden Veganer oft vernachlässigt. Es gibt kaum noch größere Familien- oder Vereinsfeiern, bei denen diese wunderbare Spezies der Verweigerer tierischer Produkte nicht mit am Tisch sitzt. Tendenz steigend.

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Kommentare

3 Kommentare zu „Willkommen im Veganuary“

  1. Gerd Hansmann

    Mein Obst und Gemüsebauer hat mal erzählt, das hier bei uns natürlich gedüngt und Unkraut bekämpft wird. Was mich echt erstaunt hat, das für Sachen die wir aus dem Ausland kriegen, andere Pflanzenschutzvorschriften gültig sind als für die von hier. Und sie dürfen trotzdem importiert werden und sind im Verkauf. Und bei Bananen, Kakao und Zitrusobst, kann man lange googeln, um was über Bioanbau und Kinderarbeit zu erfahren. Und ich hab nicht gleich die erste Seite genommen. Einen ganzen Nachmittag habe ich gecheckt. Kinderarbeit wird tatsächlich ganz groß geschrieben, wo diese Jackfruit herkommt. Ich find, zusammengebasteltes, nachgemachtes Fleisch? Niemals, dann lieber wirklich nix, dann kann die fruit bleiben wo sie ist, und soviel Kuhgepupse ist dann auch nicht mehr und die Kinder können machen was Kinder machen sollten. In die Schule gehen und Kinder sein und nicht für Futterfreaks hier schuften.

  2. Carla Schopen

    Wer mag, kann das so machen, so sehe ich das auch. Schütteln bei der Vorstellung von einem Speisebrei, den ich als Fleisch essen soll, dito. Aber muß ich ja nicht, dann eben Keins. Für mich ist ein anderer Punkt von Bedeutung. Die o.g. Jackfruit gilt nachgewiesenermaßen als gesund. Haken bei dem Früchtchen ist, sie wächst in Regionen, in denen Kinderarbeit absolut Thema ist. Wie es im Anbau um den Einsatz von Herbiziden und Pestiziden aussieht, das weiß hier auch niemand.
    Also entscheiden zwischen pupsenden Kühen und arbeitenden Kindern. Dann ziehe ich viel Obst und Gemüse und Kleinstmengen Fleisch definitiv vor.

  3. Franziska Arz

    Wer sich vegan ernähren möchte, mag das tun. Allerdings geht es nicht alleine um das Wohlergehen von Tieren, bzw in Konsequenz deren nicht mehr vorhanden seins, weil niemand mehr entsprechende Produkte ißt. Es geht sehr wohl auch um die eigene Gesundheit. Wer sich dauerhaft vegan ernährt, braucht Nahrungsergänzungsmittel, ansonsten wird sich Vit B12 Mangel relativ bald übel bemerkbar machen.
    Also ab in die Apotheke. Da kauft man dann ein, was man im Supermarkt nicht mitnimmt. Meine Familie wollte vor ein paar Monaten einfach mal probieren, wie eine vegane Frikadelle so schmeckt. Biozutaten waren Bedingung. Beim Einkauf natürlich Zutaten und Liste der Inhaltstoffe genauestens studiert. Das was ich hätte schlucken sollen, um das Gefühl von Fleisch im Mund zu haben, wollte ich auf keinen Fall. Nur nebenbei: Wenn ich von fleischlos absolut überzeugt bin, wieso muß ich dann mit Hilfe von Ersatzstoffen eine Masse essen, die mir z.B Bolognese vorgaugelt. Das Mundgefühl von Fleisch, der Geschmack von Fleisch, das Aussehen von Fleisch, in Wirklichkeit aber Fake. Mein ganz persönliches Gefühl im tiefsten Inneren? EKEL!! Und was Bio angeht, darf man ohnehin in einem gewissen Rahmen skeptisch sein. Biokakao können wir ja auch kaufen, ohne daß bei uns auch nur eine einzige Kakaobohne zu finden ist.
    Langer Rede kurzer Sinn, entweder wirklich fleischlos, mit den entsprechenden Nebenwirkungen, incl. „nachgebautes“ essen. oder vegetarisch. Regionales Gemüse ist auch nicht immer ganz ohne, aber vielleicht doch ehrlicher.