Wird Mönchengladbach nun doch Mitglied in der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) ?

Lange und öffentlich (RP) hatte sich unser Stadtdirektor Dr. Gregor Bonin gegen den politischen Wunsch der SPD verwahrt, der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) beizutreten. (siehe auch Standpunkt)
Als Vorsteher des Zweckverbandes der Tagebau-Randgemeinden war er ein Gegner eines weiteren Bündnisses.

Heute nun gibt die Verwaltung in einer Pressemeldung bekannt, Dr. Bonin hat in der Ferienzeit Verhandlungen geführt mit dem Ergebnis, die Verwaltung wird dem Rat einen Beitrittsbeschluss in der Sondersitzung am 29. August vorlegen. Bonin erklärt: „Sollte der Rat zustimmen, so könnte der Beitritt bereits im September vollzogen werden. Ich verspreche mir im Sinne des Strukturwandels eine gute Vernetzung mit den übrigen Revierkommunen, der Wirtschaft, den Verbänden und der Wissenschaft. Gemeinsam werden wir Leitbilder, Innovationsstrategien und Handlungskonzepte entwickeln und in hierzu von Projekte umsetzen. Insbesondere ist es wichtig, dass die hierfür erforderlichen Gelder nicht nur einmalig, sondern langfristig über die kommenden Jahrzehnte zur Verfügung gestellt werden“.

Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier, die bis vor kurzem als Innovationsregion Rheinisches Revier firmierte, steht für einen Zusammenschluss aus Kreisen, Industrie- und Handelskammervertretungen, Handwerkskammern, RWE und der IG BCE. Sie kümmert sich um den Strukturwandel, der als Folge des Klimawandels und der damit im Zusammenhang stehenden Energiewende im Rheinischen Revier stattfindet. Die ZRR ist mit Landrat Kreuzberg (Landrat des Rhein-Erft-Kreise und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Zukunftsregion Rheinisches Revier (ZRR)) in der Strukturwandelkommission in Berlin vertreten und verhandelt damit über Gelder, die die Bundesregierung für den Strukturwandelprozess zur Verfügung stellen wird.

Für den Zweckverband besteht als weitere positive Nachricht die Möglichkeit ein Stimmrecht im sogenannten Operationalen Arbeitskreis (OPAK) zu bekommen. Landrat Kreuzberg: „Die Gesellschaft nimmt keine Tagebauverbände auf, weil deren Mitglieder bereits durch die Kreise vertreten sind. So vermeidet man zum Beispiel  doppeltes Stimmrecht. Dennoch will die ZRR der Bedeutung der Tagebauverbände für den Strukturwandel und die regionale Entwicklung Rechnung tragen. Als Neuerung sollen die Verbände daher ein OPAK-Stimmrecht in der ZRR bekommen“.

Dr. Bonin: „Dieser Arbeitskreis gibt zum Beispiel Empfehlungen für Förderprojekte ab. Bisher war der Zweckverband hier nur als Gast vertreten. Nun bekommen wir die Chance, uns hier für die Umsetzung unseres Drehbuchs auch mit Stimmrecht einzusetzen und Fördermittel zu erhalten. Als weitere Besonderheit empfinde ich, dass sich der Zweckverband in diesem Arbeitskreis mit den übrigen Regionalverbänden zum Wohle der regionalen Entwicklung vernetzt.“

 

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