15-Jähriger fotografierte Toten und gab Bilder über WhatsApp weiter

15-02-11-reme-pk-0028Das Rätsel, wer den toten Dominik P. fotografierte und die Fotos über WhatsApp in den Umlauf brachte, ist gelöst.
Ermittler der MK „Reme“ stießen auf einen 15jährigen Jugendlichen aus dem Kreis Viersen als Verursacher. In seiner Anhörung räumte der 15-Jährige ein, dass er Leute aus Mönchengladbach kennt, ebenso das ehemalige Reme-Gelände, auf dem man sich gelegentlich aufhielt.
Der Getötete selbst und dessen Umfeld sind ihm allerdings unbekannt.

 

Am Sonntag, den 1. Februar dieses Jahres, hielt er sich wieder in Mönchengladbach auf und ging alleine über das ehemalige Reme-Gelände. Hier fand er zu seinem Entsetzen auf einem Verbindungsweg einen ihm unbekannten Toten, den später identifizierten Dominik.

Der 15-Jährige machte mit seinem Smartphone Fotos des für ihn offensichtlich Toten, wobei die eigentliche Motivation, warum er diese Fotos machte, unklar ist.
Als er dann Personen bemerkte, die sich näherten, lief er aus Angst weg, da er mit der Situation überfordert war.

Bei den sich nähernden Personen handelte es sich um die beiden Zeugen, die dann ebenfalls auf den Toten stießen und die Polizei alarmierten. Somit handelt es sich bei der von ihnen gesehenen Person, die vom Fundort der Leiche weglief und nach der im Rahmen einer großangelegten Aktion gesucht wurde, um den 15-Jährigen aus dem Kreis Viersen.
Später gab der 15-Jährige die Fotos über WhatsApp an Freunde weiter, da er die Situation nicht verarbeiten konnte und darüber sprechen wollte. Welche Lawine er damit über die sozialen Medien losgetreten hatte, war ihm nicht bewusst.

Gegen den 15-Jährigen wurde wegen des Verbreitens der Fotos, welches nach dem Kunsturheberrechts-Gesetz eine Straftat darstellt, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Die Polizei weist ausdrücklich nochmals darauf hin, jede Weitergabe der Fotos eine wie zuvor genannte Straftat darstellt und bei Bekanntwerden strafrechtlich verfolgt wird.