Abfallgebührenvorschlag veröffentlicht

Nachfolgende Information wurde soeben seitens der mags bekanntgegeben:

Die Vorbereitungen zur Umstellung laufen: Ende November ist die Lieferung der Rolltonnen für Restmüll abgeschlossen. Rund 70.000 Gefäße sind dann verteilt. Bedingt durch Um- und Abmeldungen arbeiten mags und GEM bis zum Systemwechsel Tonnentauschs ab. Im Januar wird jeder Haushalt seinen Restmüll in einer Rolltonne oder ggf. in einem Container zur Abfuhr bereitstellen können.

Neues Gebührenmodell = Grundpreis + Leistungspreis

Mit der Rolltonne hat man sich auch für ein zeitgemäßes und faires Gebührenmodell entschieden: Ab dem 01. Januar 2019 setzt sich die Abfallgebühr aus zwei Säulen zusammen: dem Grundpreis und dem Leistungspreis.
Jeder Haushalt und jede Gewerbeeinheit zahlt den gleichen Grundpreis. Dieser deckt Kosten der allgemeinen Leistungen wie bspw. der Einsatz des Schadstoffmobils und Kosten für die fachgerechte Entsorgung der Schadstoffe oder die Wertstoffhöfe Heidgesberg und Luisental. Um diesen Grundpreis ermitteln zu können, hat mags bei Grundstückseigentümern die Zahl der Haushalte abgefragt.

Ein zweiter Bestandteil des Gebührenmodells ist der Leistungspreis. Hierin stecken die unter anderem Aufwendungen für die Bereitstellung von Behältern (Restmüll, Bio, Papier), das Einsammeln und Transportieren der verschiedenen Abfälle und deren umweltgerechte Beseitigung und Verwertung. Die Höhe des Leistungspreises richtet sich nach dem Aufwand, dem personenbezogenen Litervolumen. Hierfür hat mags die Anzahl der Personen auf einem Grundstück ermittelt.
Der Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung am 27. November einen Vorschlag für die Abfallgebührensatzung an den Rat der Stadt weitergeleitet. Dieser Vorschlag beinhaltet:
· 1 Person auf einem Grundstück in einem Haushalt zahlt bei vierwöchentlicher Abfuhr und Nutzung einer Biotonne eine Gebühr von 107,71 Euro pro Jahr.

· 2 Personen auf einem Grundstück und in einem Haushalt zahlen bei 14-täglicher Leerung und Nutzung einer Biotonne eine Gebühr von 159 Euro pro Jahr.

· 5 Personen auf einem Grundstück und in einem Haushalt zahlen bei 14-täglicher Leerung und Nutzung einer Biotonne eine Gebühr von 312,89 Euro pro Jahr.

· 18 Personen auf einem Grundstück in neun Haushalten zahlen bei 14-täglicher Leerung und Nutzung einer Biotonne eine Gebühr von 1431,02 Euro.

Im Städtevergleich schneidet Mönchengladbach mit dem neuen Gebührensystem gut ab:

Die Entscheidung über die Abfallgebührensatzung fällt am 20. Dezember.
Aus Sicht der Verwaltungsratsmitglieder führe das neue Modell zu einem fairen, gerechten und leistungsstarken Angebot. Zudem rechne man mit positiven Effekten auf die Sauberkeit in der Stadt: Denn die Menge des Gesamtmülls in Mönchengladbach ist genauso hoch wie in anderen Kommunen. Dort lande der Müll in der Tonne, in Mönchengladbach als Fehlwurf im Gelben Sack oder als wilder Müll in Parks und Grünanlagen. Laut Abfallbilanz produziert jeder Mönchengladbacher schon heute pro Woche 17,5 Liter Restmüll. Dies hat die Bezirksregierung Düsseldorf noch einmal bestätigt. Hieran orientiert sich das Mindestvolumen für Restmüll von 15 Liter/Woche bei Nutzung einer Biotonne. Somit hat künftig jeder ein ausreichendes Volumen, um seine Abfälle richtig zu entsorgen.

4 Kommentare zu "Abfallgebührenvorschlag veröffentlicht"

  1. Noch mal eine kleine Frage, vielleicht weiß jemand die / eine Antwort.

    Was bestätigt die Bezirksregierung Düsseldorf?
    1. das sich die, ich gehe mal davon aus das es die mags ist, mags mit Ihren fiktiven Zahlen nicht verrechnet hat.
    oder 2. hat die Bezirksregierung eine eigene Datenerhebung durchgeführt die annähernd an die in 1. durch fiktive Daten berechnete Menge.
    oder 3. bestätigt die Bezirksregierung in Ihrem Schreiben etwas ganz anderes und die Bestätigung wird nur aus dem Konsens und Kontext des Gesamtpaketes (so wie es Politiker und Juristen gerne machen) gerissen und alleinig und nur zu diesem o.a. Gewichtspunkt hingestellt.

    Fragen über Fragen, nix genaues weiß man(n)! ;-)))

    • Was jetzt „die Bezirksregierung Düsseldorf noch einmal bestätigt“ hat weiß ich auch nicht. Aber grundsätzlich hatte die Bezirksregierung bestätigt, dass es a) erlaubt ist ein Mindestvolumen („Zwangsvolumen“) wenn dieses auf einer Herleitung beruht. Weiter wurde b) bestätigt, dass das angewante Verfahren zur Herleitung ok ist.

      So wurde es zumindest mal im Rat gesagt, aber schriftlich hab ich da niX zu (oder müsste suchen ob es im Protokoll niederschlag fand).

      Es wurde damit aber nicht bestätigt, dass die Höhe des Mindestvolumen auch wirklich richtig ist, also ob die der Herleitung zugunde liegenden Zahlen richtig sind.

  2. Da sind sie mal wieder die komischen Berechnungen unserer sogenannten Politikeliten.
    Nachdem bereits im letzten Jahr bei uns eine 23,58% Preissteigerung zu verzeichnen war, bin ich auf die weitere Steigerung gespannt. Aber es sollte ja mit den Rolltonnen alles günstiger werden wurde versprochen oder hat man sich hier versprochen. Die Kosten für 2 Personen liegen sehr nahe an 3 Personen des letzten Jahres. Da in dem Artikel nur die Gesamtkosten stehen, wobei ich davon ausgehe das keine anderen Zahlen seitens der Verantwortlichen geliefert wurden, kann keine genaue Berechnung der dritten Person erfolgen. Ich gehe hier allerdings von einer Preissteigerung im Bereich von rund 30% aus, was einen Betrag von zusätzlich rund 49€ ausmacht.

    Auch das Einpreisen der Grundgebühr für alle, insbesondere Gewerbe, gleichzusetzen ist hier nicht korrekt. Setzt sich der Müll des Gewerbes doch reichlich anders zusammen und ist, so wie jetzt auch schon, Höherpreisig in der Entsorgung.
    Auch den Mönchengladbacher Bürgern erhöhte Fehlwürfe in den gelben Sack zu unterstellen ist hier Hanebüchen da die Entsorgung über die Industrie erfolgt und hier ist der Vertragsnehmer für MG z.Zt. die EGN. Allerding hat die Industrie Deutschlandweit mit ca. 20% Fehlwürfen in die gelbe Entsorgung zu kämpfen. Das ist kein alleiniges Gladbacher Problem. Somit Kostensteigerungen der mags hierdurch zu begründen dürfte juristisch angreifbar machen.

    Eine Frage habe ich allerdings noch: Was passiert wenn ich der mags eine Rechnung über eine Aufwendungspauschale (vulgo Miete oder Pacht) von 10€ den m² meines Grünstückes, inkl. der Nebenkosten, für 3 Rolltonnen (hier rechne ich je Tonne 1 m² inkl. Bewegungs- und Wartungsfläche) je Monat stelle?
    Ich bin auch bereit dafür ein kleines Müllhäuschen zu bauen in dem die Tonnen Wettergeschützt untergebracht sind.

    • Habe gerade in einer anderen Zeitung die Zahlen gelesen. Meine Vermutung mit 49€ traf fast genau.
      Hier mal der Textausschnitt aus der RP-Online von heute.
      Zitat: Leben drei Personen in einem Haus oder einer Wohnung, dann werden für 90 Liter bei einer zweiwöchentlichen Leerung (und Nutzung einer Biotonne) künftig 210,30 Euro fällig. Bisher waren es 228 Euro (für eine 35-Liter-Tonne). Hat dieser Haushalt aber nur eine 25-Liter-Tonne genutzt, dann zahlt diese Familie künftig 47,30 Euro mehr im Jahr. Je nach bisheriger Tonnengröße wird es also günstiger oder teurer.

      Das möchte ich jetzt mal so stehen lassen :-(((

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