Ampel möchte historisches Portal der früheren Stadtkasse Rheydt wohl nicht erhalten?

Als zumindest sehr Merkwürdig zu bezeichnen sind die Vorgänge, die um den Erhalt des Portals von statten gehen.
So wurde im Planungs- und Bauausschuss  mit Ampel-Stimmen-Mehrheit der Verwaltung der Auftrag erteilt, zu prüfen, ob das Portal zu erhalten sei.
Bisher waren dazu ganz andere Töne zu hören.
Noch in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd am 29. August hatte sich Planungsdezernent Andreas Wurff folgendermaßen ausgesprochen:

Zitat:
“Das man das Portal in der Innenstadt wiederfinden will, kann ich sehr gut nachvollziehen und wenn sie uns beauftragen einen entsprechenden Standort zu finden, wollen wir dies sicherlich gerne tun. Ich glaube, dass es auch im direkten Umfeld einige Standorte gibt die sich durchaus eignen könnten. Da gibt es sicherlich Möglichkeiten im Verlauf der Marktstraße an eine Verlegung zu denken. Der jetzige Standort ist auch nicht der Originäre, insofern kann man einer solchen Idee durchaus nahe treten. Wir sind gerne bereit hier mitzuwirken. Der Zeitpunkt ist sicherlich sehr unglücklich.“ Zitat Ende

Auch der Grüne Bezirksvorsteher Karl Sasserath aüßerte sich zerknirscht zum Problem des Portalstandortes: „ Auch für die Politik gilt das Recht auf Irrtum. Ich kann für mich erklären, dass für mich, auch als Bezirksvorsteher der hier einem Kollegialgremium vorsitzt, die gesamte Planung des Innenstadt-Konzeptes Rheydt immer die Beseitigung dieses Tores beinhaltet hat. Wir haben in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung beschlossen und die Verwaltung beauftragt, dieses Tor sicherzustellen. Wir haben uns als Bezirksvertretung immer im Lichte unserer Sorgfaltspflicht auf der Ebene der Beschlüsse um dieses Tor bewegt.
In den letzten drei Wochen haben mich 321 Karten erreicht haben in der Bezirksverwaltungsstelle Süd. Wir werden darin aufgefordert: “das Tor muss bleiben“. Ich denke, dass wir uns mit dieser Frage ernsthaft auseinandersetzen müssen, das tun wir, der Bezirksvertretung ist es immer wichtig gewesen, dieses Tor in der ein oder anderen Art zu erhalten. Das diese Tor ersatzlos verschwindet  aus unserem Bewusstsein war nie Intension der Bezirksvertretung.“

Es kann leider über die Beweggründe dieser unausgegorenen Vorgehensweise von Seiten der Verwaltung, aber auch einem Teil der Ampel im Bauausschuss nur spekuliert werden.
Finanzielle Gründe alleine können es nicht sein.
Wahrscheinlich gäbe es Sponsoren für den Wiederaufbau, es muss sich halt gekümmert werden.
Was ist aus den heeren Worten von Wurff und Sasserath geworden, leere Hülsen?

Was die Bürger sicher nicht erleben möchten ist, irgendwann fällt der Abbruchhammer auf das Tor und zerstört es nicht reparabel.

1 Kommentar zu "Ampel möchte historisches Portal der früheren Stadtkasse Rheydt wohl nicht erhalten?"

  1. Leser sagt:
    “ Woher der Sinneswandel? Da darf der politisch erfahrene und gebeutelte Bürger getrost Unrat wittern. Am 24.08.12 habe ich mich zu einem Kommentar „hinreissen“ lassen, in dem ich damals schon das versehentliche Streifen des Portals mittels Abrissbirne befürchtete. Dass wir so schnell, so nah ‚dran sein würden habe ich da dann doch noch nicht gedacht.
    Also, was steht an bei Herrn Wurff? Das Motto:“ Was stört mich mein Geschwätz von gestern?“
    Noch zwei Möglichkeiten sind denkbar. Für irgendwen ist das attraktive Stück “ reserviert „, und dann geht es den Bürger ja wohl ohnehin nichts mehr an. Oder die Autobahn braucht noch festen Unterbau… . Man darf gespannt sein, wo das gute Stück auftaucht, wenn erst einmal Gras über seine Ruine gewachsen ist.

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