Nach Feststellung der amerikanischen Faulbrut (AFB) an
einem Bienenstandort in Aldekerk hat der Kreis Kleve einen Sperrbezirk
gebildet. Ein kleiner Teil des Sperrkreises mit einem Radius von einem
Kilometer ragt auch in den nördlichen Kreis Viersen hinein. Der Kreis Viersen
hat daher einen Anschlusssperrbezirk eingerichtet. Nach Kenntnissen des Kreises
Viersen werden hier derzeit keine Bienen gehalten.
Der Kreis Viersen hat dennoch Maßnahmen für mögliche
betroffene Bienenhalter zum Schutz gegen die Amerikanische Faulbrut in diesem
Anschlusssperrbezirk mittels Allgemeinverfügung festgelegt.
Bisher besteht kein Verdacht des Ausbruches der
Amerikanischen Faulbrut im Kreis Viersen.
Die AFB ist eine anzeigepflichtige Tierseuche der Bienen,
deren Erreger ein sporenbildendes Bakterium ist, das die Brut der Bienen
befällt. Die Bienen selber erkranken nicht. Das Bakterium ist für den Menschen
und andere Tiere ungefährlich.
Zu dem vorgelegten Gesetzentwurf erklärt Hans-Willi Körfges MdL, Vorsitzender des Ausschusses für Heimat, Kommunales, Bauen und Wohnen: „Was jetzt vorgelegt wurde, löst das Problem der Straßenausbaubeiträge in keiner Weise. Es bleibt bei einem ungerechten System, was durch noch mehr Bürokratie noch weiter verkompliziert wird. Hier verheddern sich die selbsternannten Entfesselungskünstler im bürokratischen Klein-Klein. Auf die Kommunen kommen durch den Gesetzentwurf mehr Aufwand und mehr Kosten zu und das Land lässt sie damit im Stich. Die großspurig angekündigte Entlastung bedeutet für Anlieger in 159 der 396 Kommunen in NRW, die bisher nur 50 % der Kosten für Anliegerstraßen umlegen, dass anstatt bisher 30.000 Euro immer noch 24.000 Euro gezahlt werden müssen. Hier von einer Entlastung zu sprechen, ist eine Farce.
Neben Bremen und Sachsen-Anhalt ist NRW das
einzige Land, was flächendeckend seine Anlieger zur Zahlung von
Anliegerbeiträgen zwingt. Unser Vorschlag, die Beiträge komplett abzuschaffen und
die Kommunen aus dem Landeshaushalt zu entschädigen, würde ein ungerechtes
System erledigen und echten Bürokratieabbau bedeuten.
Die Alternativen liegen auf dem Tisch, die Bürger sollen sich ein Bild von den Unterschieden zwischen SPD und Schwarz-Gelb machen. Der landesweite Protest wird weitergehen, das wird ein heißer Herbst für die Landesregierung.“
Hintergrund: Die schwarz-gelbe Landesregierung hat im Juli Vorschläge zur Änderung am System der Straßenausbaubeiträge vorgelegt. Sie erhofft sich damit, die landesweiten Proteste zu befrieden. Über 60 Stadträte haben sich mit Resolutionen an den Landtag und die Landesregierung gewandt und die Abschaffung der Beiträge gefordert. Der Bund der Steuerzahler hat mit seiner Volksinitiative zur Abschaffung der Beiträge über 460.000 Unterschriften gesammelt.
Die SPD-Landtagsfraktion hat einen eigenen
Gesetzentwurf im Dezember 2018 vorgelegt, der die komplette Abschaffung der
Straßenausbaubeiträge und eine vollständige Entschädigung der Kommunen aus dem
Landeshaushalt vorsieht.
Die Vorschläge der Landesregierung sehen vor, dass
jede Kommune, die die Anliegeranteile von derzeit bis zu maximal 80 % auf 40 %
senkt, eine Erstattung aus einem Förderprogramm des Landes beantragen kann.
Dieses Programm soll 65 Millionen Euro jährlich umfassen. Ob diese Gelder
ausreichen, darüber bestehen unterschiedliche Auffassungen. Darüber hinaus sollen
die Kommunen verpflichtet werden, Straßen- und Wegeprogramme fortlaufend über
einen Zeitraum von fünf Jahren zu beschließen. Ebenso sollen die Zahlung der
Beiträge auf Raten und die Stundung erleichtert werden und der darauf zu
zahlende Zins von derzeit sechs Prozent auf zwei Prozentpunkte über dem
Basiszinssatz gesenkt werden, mindestens jedoch ein Prozent betragen.
Neben der Ermittlung der Kosten, der Veranlagung
der Beiträge und dem Führen von eventuellen Rechtsstreitigkeiten und
Vollstreckungsmaßnahmen müssen die Beschäftigten in den Kommunen demnächst noch
Förderanträge und Verwendungsnachweise schreiben sowie Ratenzahlungen und
Stundungen nachhalten. Den Kommunen entsteht hierdurch deutlicher Mehraufwand.
Durch den Anspruch der Anlieger auf Ratenzahlung und Stundung müssen die
Kommunen diese Mittel vorfinanzieren, wodurch ihnen Kosten entstehen, die nicht
vom Land erstattet werden.
Sie stammen aus Guinea, Somalia und dem Tschad, aus Afghanistan,
Algerien, Brasilien, Syrien oder Rumänien. Sie sind 15, 16, 17 Jahre alt, viele
von ihnen sind ohne ihre Familie oder eine erwachsene Begleitung nach
Deutschland gekommen. Einige leben erst seit wenigen Wochen hier, andere schon
ungefähr ein Jahr. In den Sommerferien haben die jungen Menschen die deutsche
Alltagssprache gelernt – und nicht nur das: Bei dem vom NRW-Schulministerium
ins Leben gerufenen Ferienintensivtraining „Fit in Deutsch“ des
Caritasverbandes Region Mönchengladbach sammelten sie viele neue Eindrücke und
trafen interessante Menschen.
„Bei dem Projekt ging es nicht um Unterricht, sondern darum,
spielerisch die Sprache zu lernen und im Alltag anzuwenden“, sagt Hildegard van
de Braak, Bereichsleiterin beim Caritasverband. Wie frage ich in der Stadt
höflich nach dem Weg? Wie bestelle ich im Café ein Eis? Wie spreche ich mit der
Verkäuferin beim Bäcker, wenn ich morgens Brot und Brötchen kaufe? Diese und
weitere Situationen trainierten die Jugendlichen mit den beiden Sprachmittlerinnen
Christiane Kuhl und Natalie Sterken. Beispielsweise begann jeder Tag mit einem
gemeinsamen Frühstück. Die jungen Menschen übten zunächst die passenden
Vokabeln, dann gingen einige von ihnen mit den Sprachmittlerinnen zum Bäcker
und kauften für die Gruppe ein.
Darüber hinaus lernten die Jugendlichen ihre neue Umgebung kennen.
Sie besuchten das Unternehmen Zalando, das Technische Hilfswerk, die
Stadtbibliothek und den Borussiapark, informierten sich über verschiedene
Berufe, erkundeten den Hardter Wald, spielten Volleyball im „Haus des Sports“
und unternahmen eine Stadtrallye. All diese Aktivitäten wurden vor- und
nachbereitet. Dazu stand im Caritaszentrum Holt ein Schulungsraum zur
Verfügung. Im Vorfeld des Projektes hatte die Caritas eng mit der Arbeitsstelle
für interkulturelle Bildung und Integration in Mönchengladbach (ABI)
zusammengearbeitet.
Beeindruckende Begegnungen erlebten die Jugendlichen auch bei zwei
Aktionen mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Caritaszentrums Holt. Einmal
unternahmen die jungen Flüchtlinge und die Senioren eine Schnitzeljagd, an
einem anderen Tag bedruckten sie Stofftaschen mit Textilfarbe – und kamen dabei
miteinander ins Gespräch. „Das war supercool“, sagte Aladji (17), der vor etwa
einem Jahr aus Guinea nach Mönchengladbach gekommen ist und Gärtner werden
möchte. Ihm gegenüber saß Norbert Zacharie. „Es war lustig, locker und
kommunikativ – einfach gut“, freute sich der Bewohner des Caritaszentrums Holt.
Denisa aus Rumänien nutzte das Ferienintensivtraining als Vorbereitung
auf die Schule – die 15-Jährige besucht nun die 7. Klasse des Gymnasiums: „Ich
habe viele neue und nette Leute kennengelernt. Das Training war eine gute
Erfahrung.“ Das fand auch Abdulatif aus Algerien. Der 17-Jährige kam vor acht
Monaten nach Deutschland. „Wir haben viel gelernt und es hat Spaß gemacht“,
meinte Abdulatif, der ein großer Musikfan ist.
Ein positives Fazit zogen die beiden Sprachmittlerinnen. „Die
Jugendlichen sind enorm hilfsbereit und haben in den zwei Wochen große
Fortschritte gemacht“, betonte Natalie Sterken. Und Christiane Kuhl war
beeindruckt von der Höflichkeit der jungen Menschen und ihrem respektvollen
Umgang mit den Senioren des Caritaszentrums. „Wir haben gemeinsam viele schöne
Momente erlebt“, sagte sie.
Seit Juni ist das Team der mags-Grünunterhaltung mit Gießwagen und Bewässerungssäcken unterwegs, um Gladbachs Grün und Bäume während der trockenen Sommermonate ausreichend mit Wasser zu versorgen. Unterstützt wird mags nun von der NEW NiederrheinWasser GmbH. „Da sich die Bäume und Pflanzen nach der langen Trockenperiode im vergangenen Jahr kaum erholt haben und der Boden wieder sehr trocken ist, stellen wir der Stadt fünf Millionen Liter Wasser im Jahr für die Bewässerung von Bäumen und Sträuchern auf städtischen Flächen zur Verfügung“, so Detlef Schumacher, Geschäftsführer der NEW NiederrheinWasser GmbH.
Die Menge reicht für ungefähr 50.000 Bewässerungen. Zum Vergleich: Eine Person verbraucht im Jahr rund 40 Kubikmeter. Die 5.000 Kubikmeter Wasser kann mags direkt aus den Hydranten im Stadtgebiet abziehen. Dazu wird ein Standrohr der NEW mit Wasserzähler an den Hydranten angeschlossen. Auch die Bürger können mags bei der Bewässerung unterstützen, indem sie die Bäume und Grünflächen in ihrer Umgebung mit einem Eimer Wasser gießen. „Jeder Eimer hilft den Pflanzen“, weiß Biehl. Und die Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung ist auch bei heißen Temperaturen gesichert, betont Schumacher. „Für die Unterstützung der NEW sind wir sehr dankbar“, sagt Jan Biehl, Leiter der mags-Grünunterhaltung. Neben der NEW unterstützt auch die Mönchengladbacher Feuerwehr mit ihren freiwilligen Einheiten sowie das Technische Hilfswerk (THW) mags. Enge Abstimmungen gibt es zudem mit Straßen.NRW und dem Mönchengladbacher Umweltamt.
Am Dienstagabend, 20.08.2019, kam es gegen 21:00 Uhr in Odenkirchen auf der Straße Zur Burgmühle in Höhe des Pavillons zu Streitigkeiten zwischen einem 31-jährigen und einem 33-jährigen Mönchengladbacher.
Es kam zu einem Schlagaustausch, bei dem wechselseitige Körperverletzungen begangen wurden. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung, so der derzeitige Ermittlungsstand, kam der 33-Jährige zu Fall, stürzte auf den Kopf und zog sich hierbei eine schwere, lebensgefährliche Kopfverletzung zu.
Der Verletzte musste zunächst von Ersthelfern, anschließend vom eintreffenden Rettungsdienst noch vor Ort reanimiert werden. Anschließend wurde er einer Krefelder Klinik zugeführt. Der an der Schlägerei beteiligte 31-Jährige wurde festgenommen.
Die sofort eingeleiteten und umfangreichen Ermittlungen ergaben, dass der 33-Jährige bei der Auseinandersetzung wahrscheinlich ins Stolpern geriet und ohne äußerliche Einwirkung zu Fall kam. Hierbei stürzte er auf den Kopf. Dieser Sturz verursachte ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Er wurde intensivmedizinisch behandelt, erlag jedoch im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Am heutigen Tag wurde eine gerichtsmedizinische Obduktion durchgeführt. Diese bestätigte die schweren Hirnverletzungen. Die Ermittlungen dauern an. (cw)
Die Aktion, die bislang Unbekannte am vergangenen Samstag
auf der Aachener Straße unternommen haben, ist fernab von „Unfug oder
Streich“ und kann schnell lebensgefährlich werden. Aufgrund dessen wird
sie nun strafrechtlich verfolgt.
In der Nacht
hoben die Täter insgesamt 11 seitlich der Fahrbahn befindliche Gullydeckel aus.
Einer lag so weit auf der Fahrbahn, dass es zum Unfall kam.
Gegen 2 Uhr
meldete eine Fahrerin bei der Polizei, dass sie den Gullydeckel im Dunkeln
nicht sehen konnte und mit ihrem Auto darüber gefahren sei. Dabei wurde das
Auto am Unterboden stark beschädigt.
Die Polizeibeamten stellten die weiteren ausgehobenen
Gullydeckel fest und setzten sie wieder ein. Sie leiteten ein Strafverfahren
wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ein.
Die Polizei
bittet Zeugen, die Angaben zu dem Sachverhalt und / oder den Tätern machen
können, diese unter der Rufnummer 02161-290 zu melden. (cw)
Der Masterplan Stadtbezirke geht in die nächste Runde.
Nachdem Anfang des Jahres die Bürgerbeteiligung in den Stadtbezirken Süd und
West durchgeführt und die Ergebnisse vor den Sommerferien in den jeweiligen
Bezirksvertretungen vorgestellt wurden, rücken nun die Stadtbezirke Nord und
Ost in den Blickpunkt. Mit mehr als 1.000 Ideen, Anregungen und Hinweisen war
der Beteiligungsprozess in den Stadtbezirken Süd und West ein voller Erfolg.
„Der Online-Dialog und die Vor-Ort-Termine haben sich bewährt. Wir haben
viel Feedback erhalten, was den Bürgerinnen und Bürgern in ihrem Stadtteil
wichtig ist und was wir verbessern können. Jetzt freuen wir uns auf viele Ideen
und Anregungen aus den Stadtbezirken Nord und Ost“, so Stadtdirektor und
Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin.
Wie sehen die Anwohnerinnen und Anwohner ihren Stadtteil? Was ist gut und was muss verbessert werden? Ab dem 26. August können Ideen, Anregungen und konstruktive Kritik online unter www.mitgestalten.mgplus.online mitgeteilt werden. Fokussiert werden die Stadtteile Bettrath-Hoven, Bungt, Flughafen, Giesenkirchen-Mitte und -Nord, Hardt-Mitte, Hardter Wald, Lürrip, Neuwerk-Mitte, Schelsen, Uedding, Venn und Windberg.
Bewährt haben sich im ersten Beteiligungsverfahren die
Vor-Ort-Termine. Auch in den Stadtbezirken Nord und Ost wird es Termine geben,
an denen die Bürgerinnen und Bürger mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des
Dezernates VI Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt sowie den externen
Projektpartnern polidia GmbH und KOKONSULT ins Gespräch kommen können.
Die einzelnen Termine im Überblick:
Donnerstag, 05. September 2019 / 8:00 – 12:00 Uhr Uedding, Kirchplatz vor der Kirche St. Pius X. Donnerstag, 05. September 2019 / 14:00 – 18:00 Uhr Wochenmarkt Neuwerk, Peter-Schumacher-Platz Freitag, 06. September 2019 / 14:00 – 18:00 Uhr Wochenmarkt Bettrath, Platz an der Kirche Herz Jesu Mittwoch, 11. September 2019 / 14:00 – 18:00 Uhr Wochenmarkt Hardt, Marktplatz an der Vorster Straße Donnerstag, 12. September 2019 / 8:00 – 12:00 Uhr Wochenmarkt Giesenkirchen, Konstantinplatz Donnerstag, 12. September 2019 / 14:00 – 18:00 Uhr Wochenmarkt Lürrip, Platz an der Kath. Kirche St. Maria Empfängnis Freitag, 13. September 2019 / 8:00 – 12:00 Uhr Windberg, Kirchplatz vor der Kirche St. Anna Freitag, 13. September 2019 / 14:00 – 18:00 Uhr Wochenmarkt Venn, Marktplatz Mürrigerstraße
Ideen und Kommentare können während der gesamten Dialogphase vom 26. August bis 7. Oktober auch schriftlich im Verwaltungsgebäude Hardt (Vorster Str. 443) sowie im Verwaltungsgebäude Giesenkirchen (Konstantinplatz 19) abgegeben werden.
Der Masterplan Stadtbezirke ist ein Projekt der
Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt und wird derzeit durch das
Dezernat Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt erarbeitet. Ziel dieses
Masterplans ist die dauerhafte Stärkung der äußeren Stadtteile Mönchengladbachs.
Die Museumsuni ist ein Erfolgsprojekt von Museum Schloss
Rheydt, der Hochschule Niederrhein und dem Städtischen
Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium Mönchengladbach (Math.-Nat.).
Sowohl Professorinnen und Professoren der Hochschule Niederrhein als auch
Praktiker aus Wirtschaft und Politik kommen zu Wort.
Los geht es am Dienstag 24. September mit einem Vortrag
des NEW-Vorstandsvorsitzenden Frank Kindervatter zum Thema Elektromobilität und
der Frage, wie wir uns in 20 Jahren fortbewegen. Staatssekretär Prof. Dr.
Günther Krings spricht am 8. Oktober über 100 Jahre Weimarer Verfassung und Demokratie
in Deutschland.
Weitere Themen sind Ethik, Ernährung, Online-Shoppen,
Graffiti-Kultur und Bauhaus, die allesamt von Professorinnen und Professoren
der Hochschule Niederrhein abgedeckt werden:
Prof. Dr. Monika Eigenstetter, Leiterin des Kompetenzzentrums
EThNa, das sich an der Hochschule Niederrhein mit Fragen der Ethik und
Nachhaltigkeit beschäftigt, fragt, wie relevant das korrekte Verhalten jedes
Einzelnen in Zeiten des Klimawandels ist. Prof. Dr. Reinhard Hambitzer vom
Fachbereich Oecotrophologie klärt, wie man heutzutage Lebensmittel entwickelt.
Prof. Dr. Markus Muschkiet, Leiter des Centers Textillogistik, wirft einen
Blick hinter die Kulissen des Online-Handels und erklärt den Schülern, was nach
dem Mausklick passiert. Prof. Dr. Sascha Schierz, Professor am Fachbereich
Sozialwesen, taucht in die Subkultur der Graffiti-Künstler ein. Und
Designtheoretikerin Prof. Dr. Kerstin Plüm vom Krefelder Fachbereich Design
spricht im Jahr 100 nach der Gründung der Kunstschule Bauhaus in Dessau, wie
das Bauhaus die Welt verändert hat.
Als weiterer Gastredner ist in diesem Jahr Prof. Dr.
Bruno Bleckmann von der Universität Düsseldorf dabei. Sein Vortrag beschäftigt
sich mit dem antiken Griechenland und der Frage, inwieweit der Einfluss der
alten Griechen bis heute fortlebt.
Die Termine der Museumsuni sind jeweils dienstags und
donnerstags, 12-13 Uhr. Die Vorträge finden im Rittersaal des Museums Schloss
Rheydt statt, der Eintritt ist frei. Anmeldungen bitte über das Museum Schloss
Rheydt:
Tel.: 02166 92890-11
Am Montag ist das HSNR-Racing der Hochschule Niederrhein zurückgekehrt. Hinter dem Team liegen zwei harte Rennen in Österreich und Tschechien, an denen sie im Rahmen der Formula Student, einem internationalen Konstruktionswettbewerb, teilgenommen haben. Auf dem Red-Bull-Ring im österreichischen Spielberg erreichte das Team der Krefelder Nachwuchs-Ingenieure Platz 19 von 34. In Tschechien auf dem Autodrom in Most war es am Ende Platz 15 von 36. Bis auf dem „Endurance“, dem Langstreckenrennen über 22 Kilometer, ist das HSNR-Racing Team in den übrigen Disziplinen durchgefahren. Ein besonderes Highlight gibt es mit dem vierten Platz in der Kategorie „Engineering Design“ zu vermelden, die die ingenieurstechnische Gesamtkonzeption würdigt.
Projektbetreuer Prof. Dr. Michael Heber bewertet die Saison sehr positiv; „Die Studierenden haben auch in diesem Jahr wieder einen sehr guten Wagen konstruiert, und trotz etwas Pech sehr gut abgeschnitten. Sich gegen viel größere Hochschulen international auf diesem Niveau zu behaupten ist für eine Hochschule unserer Größe und ohne Vertiefung im Bereich Fahrzeugtechnik schon sehr beachtlich. Sehr viele Dinge bringen die Studierenden sich mit großem Engagement selber bei und genau deswegen sind Sie als spätere Mitarbeiter so begehrt.“ Teamleiter Chris Jakubowski sieht die Saison ebenfalls positiv; „Der vierte Platz im Engineering Design zeigt, dass wir uns Jahr für Jahr verbessern. Es zeigt auch, dass der Wagen auf einer sehr guten Basis steht, die es in der Zukunft zu verbessern gilt.“
Wer eine historische Modellbahn der Spurgröße 0 besitzt, kommt am Samstag, 24. August, und Sonntag, 25. August, im Eingangsgebäude des Niederrheinischen Freilichtmuseums in Grefrath auf seine Kosten: Jeweils von 10 bis 18 Uhr ist dort eine historische Spur-0-Bahn aus den 1920er und 1930er Jahren aufgebaut. Die Besucher dürfen die Bahn dabei nicht nur ansehen, sondern selbst testen: Modellbesitzer mit Bahnen der Spurgröße 0 können ihre Modelle mitbringen und sie fahren lassen. Der Fahrtag für die historischen Modellbahnen ist im regulären Museumseintritt enthalten. Modelle werden auch in der aktuellen Ausstellung „Wat is en Dampfmaschin? – Dampfspielzeug und seine Funktionsweise“ gezeigt.
Die Ausstellung wird bis zum 5. Januar 2020 verlängert und ist in den Sonderausstellungsräumen der Dorenburg zu sehen. Als Ergänzung zur Spielzeugausstellung des Niederrheinischen Freilichtmuseums werden Dampfmaschinenmodelle und andere dampfbetriebene Spielmittel aus dem Museumsdepot der Öffentlichkeit präsentiert. Im Mittelpunkt steht die Funktionsweise des Spielzeugs und die großen Vorbilder der Industrie des 18. und 19. Jahrhunderts.
„Wie wohl fühlen Sie sich in Ihrem Wohngebiet? Wie gut fühlen Sie sich persönlich vor Kriminalität geschützt? Ist Ihnen einmal Gewalt wiederfahren? Drei von insgesamt rund 70 Fragen, die das NRW-Innenministerium zusammen mit dem Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung im Rahmen einer Dunkelfeldstudie zu Gewalt gegen Mädchen, Frauen, Jungen und Männer 60.000 zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus NRW in einem Fragebogen samt Begleitschreiben mit Informationen zu Unterstützungsangeboten und Datenschutz zusendet, darunter auch Personen aus Mönchengladbach als eine von insgesamt 81 Kommunen. Erstmals wird in Nordrhein-Westfalen eine repräsentative Befragung über Gewaltkriminalität – unabhängig vom Anzeigeverhalten der Opfer oder späteren Strafverfahren – durchgeführt und das Sicherheitsempfinden erfasst. Heute (20. August) ist die Dunkelfeldstudie zu Gewalt gegen Mädchen, Frauen, Jungen und Männer mit einem Ankündigungsschreiben zur Befragung „Sicherheit und Gewalt in Nordrhein-Westfalen“ gestartet. Der Versand des Schreibens ist der Startpunkt der Befragung und dient dazu, die ausgewählten Personen über die Studie zu informieren. In einem zweiten Schritt werden vom 2. bis 13. September 2019 die Fragebögen und ein Begleitschreiben mit Bearbeitungshinweisen übermittelt.
Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners begrüßt die
Initiative und bittet die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung: „Mit
der Beantwortung des Fragebogens tragen Sie dazu bei, das Thema Sicherheit und
Gewalt auch bei uns in Mönchengladbach noch stärker zu beleuchten. Durch Ihre
Mithilfe leisten Sie einen entscheidenden Beitrag für ein repräsentatives und
aussagekräftiges Bild zur Sicherheit in unserer Stadt, die für mich mit Blick
auf die Lebensqualität mit an oberster Stelle steht“.
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau
und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Die Studie dient uns
als Scheinwerfer, um das Dunkelfeld bei der Gewalt gegen Mädchen, Frauen,
Jungen und Männern auszuleuchten. Mit der Dunkelfeldstudie werden wir das
bisher bekannte Bild zur Sicherheitslage, Präventionsarbeit und zum Opferschutz
um ein wertvolles Mosaik ergänzen. Wir sind dabei auf die Teilnahme der
Bürgerinnen und Bürger aus Mönchengladbach angewiesen. Mit ihren Antworten
liefern sie einen wesentlichen Beitrag, um zukünftig die Sicherheits- und
Präventionsarbeit in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Die Ergebnisse kommen
der gesamten Bevölkerung in unserem Land zugute.“
Herbert Reul, Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen:
„Die nachweislich verbesserte Kriminalitätslage bei uns in
Nordrhein-Westfalen ist die eine Sache. Das Empfinden der Bürgerinnen und
Bürger die andere. Wir müssen nicht nur für eine bessere objektive Sicherheit
sorgen, sondern wir müssen den Menschen auch die Angst nehmen, Opfer einer
Straftat werden zu können. Es bringt doch nichts, wenn es auf dem Papier sicher
ist, die Leute aber Sorgen haben, wenn sie die eigenen vier Wände verlassen. Um
dieses Problem anzupacken, müssen wir wissen, wo sich die Menschen in
Nordrhein-Westfalen unsicher fühlen. Deshalb fragen wir nach. Wir bauen nun
darauf, dass viele Bürgerinnen und Bürger an der Befragung teilnehmen und uns
helfen, Licht ins Dunkel zu bringen.“
Der Bau des neuen Hotels startet 2020, die Eröffnung ist für 2021 – spätestens für 2022 geplant, so steht es in der Mitteilung der Achat-Hotel-Gruppe.
Investor und Projektpartner ist die Berliner FFIRE Immobilienverwaltung AG. Das geplante LOGINN by ACHAT Mönchengladbach liegt im Norden der Stadt, an der Künkelstrasse, wird Teil der „Boetzelen Höfe“ / „Quartier Kreativ“ zwischen Innenstadt und den Gewerbegebieten mit schneller Anbindung nach Düsseldorf über die A52. In dem 3-geschossigen Neubau sind 110 Gästezimmer, 25 Apartments sowie vier Veranstaltungsräume und ein Community Room untergebracht, hinzu kommen Lobby, Lounge, eine Bar und ein Fitnessraum. Ausreichende Parkmöglichkeiten stehen direkt vor dem Haus zur Verfügung. Der Fokus liegt auf ausgeprägter Funktionalität, zeitgemäßer Technologie und einem modernen Design – alles zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Das voll im Trend liegende Premium-Budget-Konzept richtet sich an Geschäfts- und Privatreisende, die Wert auf ein funktionales, modernes und zentral gelegenes Hotel legen.
Egal ob Künstliche Intelligenz zur Qualitätskontrolle,
digitale Marktplätze, Internet der Dinge (IoT) in der Lebensmittelverarbeitung
oder Machine Learning: Hauptsache „Food meets digital“. Um digitale
Innovationen in der Lebensmittelindustrie und -herstellung geht es bei der
„Food Tech Innovation Night“, die die WFMG – Wirtschaftsförderung
Mönchengladbach, der digihub Düsseldorf/Rheinland und der Foodhub NRW mit
Unterstützung des Digitalisierungs- und Gründervereins nextMG sowie des
Fachbereichs Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein am Dienstag, 1.
Oktober, ab 18 Uhr in der Textilakademie NRW in Mönchengladbach veranstalten.
Dort erhalten Mittelständler, Startups sowie Hochschulvertreter eine Bühne, um ihre digitalen Innovationen für die Lebensmittelindustrie oder -herstellung im Rahmen von „Innovation Pitches“ zu präsentieren und zu vermarkten. Jedes Produkt, jede Idee, Lösung und Technologie kann auf der Bühne vorgestellt werden. Einzige Voraussetzungen: Die Innovation ist digital und hat Bezug zur Lebensmittelindustrie. Es werden zahlreiche Branchenvertreter sowie interessierte Besucher erwartet. OB Hans Wilhelm Reiners spricht ein Grußwort.
Noch bis spätestens 6. September 2019 können sich interessierte Unternehmen, Startups oder Wissenschaftler unter http://bit.ly/foodtechpitch mit einer kurzen Beschreibung für einen der Speaker-Slots bewerben. Jeder Speaker wird im Programm und auf der Veranstaltungs- Website mit Vortragstitel, Name und Logo benannt und im Vorfeld über die entsprechenden Social-Media-Kanäle beworben. Zudem haben alle Speaker die Möglichkeit, ihr Rollup auf der Veranstaltung aufzustellen und erhalten die Fotos, die während der Veranstaltung vom offiziellen Fotografen gemacht werden.
Unter https://digihub.de/veranstaltungen/foodtech finden sich weiterführende Informationen. Dort kann man sich auch bereits Eintrittskarten sichern; sie kosten 9 (ermäßigt) bzw. 19 Euro.
Zwölf Mitarbeiter der Sozial-Holding haben jetzt eine Weiterbildung zur Teamleitung erfolgreich absolviert. Die Qualifizierungsmaßnahme für Pflegekräfte umfasste neun Module mit 150 theoretischen und 50 fachpraktischen Unterrichtsstunden. Am Mittwoch (14. August) haben die Absolventen nach der Präsentation ihrer Projektarbeiten die Zertifikate erhalten.
Die Teamleitung erfüllt in den städtischen Altenheimen eine wichtige Rolle: „Im Wohnbereich ist die Teamleitung in der Regel die erste Anlaufstelle für Bewohner, Angehörige, Pflege- und Betreuungskräfte. Während der Qualifizierungsmaßnahme wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch ihre jeweilige Pflegedienstleitung sowie die konzerneigene Bildungs-GmbH begleitet und durch das Beratungsunternehmen EAP-Assist individuell gecoacht,“ berichtet Bernhild Birkenbeil, Geschäftsleiterin der städtischen Altenheime und Prokuristin der Sozial-Holding. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich auf Führungsaufgaben im Unternehmen vorbereiten oder vor kurzem ein Team übernommen haben, standen neben rechtlichen Grundlagen, Arbeitsorganisation und Dienstplangestaltung auch Pflegemanagement und -controlling, Kommunikation und ein intensives Einarbeitungs-Coaching auf dem Stundenplan.
Am Beispiel der Radwegeführung an einer Kreuzung auf der
neugestalteten Burggrafenstraße ist vom ADFC zum wiederholten Mal Kritik an der
indirekten Linksabbiegerführung für Radfahrer geübt worden. Die Verwaltung
hatte, entgegen der in den Ausschüssen beschlossenen Planung bei der Ausführung
hier Veränderungen vorgenommen.
Thomas Fegers, planungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: „Wir teilen die Kritik darin, dass die Gremien und auch der in der Entwurfsplanung beteiligte ADFC über diese Änderung nicht informiert wurden. Hier sagte uns die Verwaltung für die Zukunft eine bessere Kommunikation zu.
Die Begründung zur Veränderung der Planung an der
Burggrafenstraße ist dann schon diffiziler. Zukünftig müssen bereits in der
Entwurfsphase alle Verkehrssicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Hierzu
sollen schon während der Entwurfsplanung Polizei, Ordnungsamt und
Behindertenverbände nebst ADFC beteiligt werden. So lassen sich Abweichungen
zwischen Entwurfsplanung und Ausführungsplanung besser vermeiden.“
Auf der Burggrafenstraße werden neben sicheren Radfahrern
auch Kinder, ältere Menschen und ungeübte Radfahrer fahren. Dann kann die vom
ADFC gewünschte Aufstellfläche in der Fahrbahn für abbiegende Radfahrer zum
Unfallrisiko werden. Die wartenden Radfahrer werden dann von Schwerlastern
rechts überholt oder schlimmstenfalls übersehen. Die vom ADFC bevorzugten
Aufstellflächen vor den an der Ampel stehenden Fahrzeugen bietet nur bei einer
roten Ampel und in einer breiten Straße eine sichere Standfläche, die aber eventuell
im laufenden Verkehrsstrom vom Radfahrer erreicht werden muss. Durch die
einspurige Verkehrsführung an dieser Kreuzung würden Radfahrer wahrscheinlich
auch von nachkommenden Fahrzeugen beim Abbiegen bedrängt oder in den
Gegenverkehr geschoben. Für diese Fälle ist die indirekte Linksabbiegespur eine
sichere Alternative, die in der Öffentlichkeit aber besser erklärt werden
sollte. Vielleicht lassen sich in den Kreuzungen auch eine Kombination zwischen
Aufstellfläche und indirekter Linksabbieger anbieten.
Annette Bonin, planungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Für uns steht die Verkehrssicherheit im Vordergrund. Die Verwaltung arbeitet konform mit den vorgeschriebenen Richtlinien, die übrigens auch in anderen Städten angewendet werden. Wir unterstützen natürlich die Forderung von Aufstellflächen für Radfahrer, da diese verständlicher sind und weniger kosten. Aber es muss für jede Straße die passende und verkehrssichere Lösung gefunden werden. Im beschlossenen Mobilitätskonzept wurden ganz viele Hauptverkehrsstraßen aus dem Netz genommen, damit hier Radfahrer und Fußgänger in Tempo-30-Zonen mehr Platz bekommen. Die Burggrafenstraße wird als LKW-Hauptachse auch in Zukunft für diese Verkehrsteilnehmer ein Problembereich bleiben.“
Doch CDU und SPD wollen die Kooperation zwischen den
Verkehrsverbänden und Stadt verbessern. Der zur Erarbeitung des Masterplans
Nahmobilität eingerichtete Arbeitskreis war ein gutes Forum. Die Politik war
aber bewusst nur in der grundsätzlichen Erarbeitung des vor zwei Jahren
beschlossenen Nahmobilitätskonzepts beteiligt. Die anschließende technische
Planung ist aber Sache der Fachleute und die Politik hat die Ergebnisse in den
Gremien zu bewerten und zu beschließen.
Annette Bonin und Thomas Fegers ergänzen: „Wir haben im
Juni mit Herrn Claßen und Herrn Rheydt vom ADFC weitere
Beteiligungsmöglichkeiten in einem sehr konstruktiven Gespräch geklärt. So
sollte der Arbeitskreis Nahmobilität wieder regelmäßig mit Beteiligung der
Verkehrsverbände, Polizei und Ordnungsamt aber ohne Politik tagen. Wir wollen
uns als Politiker aus diesen fachlichen Gesprächen heraushalten. Wenn dann
Straßenplanungen in den Bezirksvertretungen und im Planungs- und Bauausschuss
vorgelegt werden, sind die Vorlagen mit einem Vermerk über die Ergebnisse des
Arbeitskreises zu versehen. Dies ist transparent und eröffnet allen die
Möglichkeit Kritikpunkte zu hinterfragen.“
Bereits im Dezember 2015 hat der Planungsausschuss mit Vorlage 929.IX vom 01.12.2015 u.a. die Radverkehrsführung auf der Burggrafenstraße-Markgrafenstraße beschlossen. Der ADFC-Mönchengladbach hat danach und auch später immer wieder begrüßt, dass erstmals auf einer wichtigen Durchgangsstraße in Mönchengladbach eine radverkehrsfreundliche Lösung mit Aufstellflächen für Fahrradfahrer entsteht.
Der ADFC stellte nach aktuellen Informationen nun fest, dass entgegen der damaligen Planung, der Knoten Burggrafenstraße/Hehner Straße völlig anders ausgebaut/markiert wurde – und zwar mit indirekten Abbiege/Warteflächen, Induktionsschleifen und Fahrradampeln.
Auf seine Anfrage erhieltder ADFC wir von der Verwaltung lt. FB66 die nachstehende Auskunft:
„Bei einer neuerlichen Überprüfung der Planung nach dem Beschluss im Jahr 2015 wurde festgestellt, dass aufgrund des zu erwartenden erhöhten Schwerverkehrsaufkommen in der Burggrafenstraße (Teil des Lkw-Routenkonzeptes) ein direktes Linksabbiegen für den Radfahrer zu Zeiten wenn der Verkehr fließt (LSA auf grün) nicht ohne Gefährdung möglich ist. Der Radfahrer müsste bei einer recht hohen Verkehrsmenge mit überdurchschnittlich hohem Lkw-Anteil von der rechten auf die linke Seite der Fahrspur wechseln. Bei stehendem Verkehr (LSA auf rot) würde durch die recht enge Spurbreite und dem erhöhten Schwerverkehr ein durchfahren auf dem Schutzstreifen bis zur Ampel nicht möglich sein, da unterstellt wird, dass Lkw den Schutzstreifen mitnutzen würden. Unter diesen Gesichtspunkten wurde somit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und vor allem der Sicherheit der Fahrradfahrer entschieden eine indirekte Führung der linksabbiegenden Radfahrer einzuführen.
Dem ADFC ist unverständlich, dass Planungen ohne Rücksprache mit den Mitwirkenden geändert werden – und wohl auch, ohne Rückmeldung an die beschlussfassenden politischen Gremien. Die Argumentation der Verwaltung zur Sicherheit von Fahrradfahrern ist zweifelhaft, weil genau dafür richtet man Aufstellflächen vor dem Kfz-Verkehr ein. Dort werden Fahrradfahrer gesehen und können ungefährdet anfahren. Nebenbei wird dem Kfz-Verkehr signalisiert, dass diese Kommune dem Radverkehr Vorrang einräumt. Die Begründung der Verwaltung mit dem „LKW-Routenkonzept“ lenkt nach ADFC-Auffassung von den Tatsachen ab, denn längst sind in Mönchengladbach zahlreiche Verkehrsknoten in dieser Art abseits jeder LKW-Route entstanden.
Diese Realisierung zementiert eine Autovorrangpolitik, bremst Radfahrer aus, ist zudem teuer, fehleranfällig und für die weitaus meisten Bürger unverständlich. Die Erfahrung mit diesem Kreuzungsdesign ist, dass die Warteflächen absolut nicht genutzt werden, sondern Radfahrer entweder einfach direkt links abbiegen oder den „alten Weg“ der Fußgängerampel nutzen. Außerdem sind die Wartef lächen zu klein für einen wachsenden Radverkehr – es sei denn, die Verantwortlichen richten noch eine Zufahrtsregelung „Ein Radfahrer bei grün“ ein. Seit 2015 hat der ADFC schriftlich und in zahlreichen Gesprächen die Verwaltung immer wieder auf diese unerwünschte und unsinnige Fahrradführung hingewiesen.
Erstaunlich ist ebenfalls, alle Parteien in Mönchengladbach scheint es nicht zu stören, dass ihre eigenen Beschlüsse derart mißachtet werden. Kann es sein, alle Protagonisten befinden sich in Urlaub und lassen Verwaltung ohne politische Kontrolle nach Beliebigkeit eigene Vorstellungen umsetzen?
In etwas
mehr als zwei Wochen, am 1. September wird in Sachsen (und Brandenburg) der
neue Landtag gewählt – und auch die ostdeutschen Grünen müssen um jede
Wählerstimme kämpfen. Damit Grün auch in den ländlichen Gebieten Sachsens
besser Flagge zeigen kann, macht sich eine fünfköpfige Gruppe von
Mönchengladbacher Grünen am Sonntag, 18. August für fünf Tage auf in Richtung
Freistaat zur Wahlkampfunterstützung.
„Wir fahren in den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, genauer nach Freital und Pirna, um dort unseren Freundinnen und Freunden im Kampf um die Wählergunst beiseite zu stehen“, sagt Ulla Schmitz, Mitglied des Kreisverbandsvorstands der Grünen Mönchengladbach. Gemeinsam mit ihren Parteifreunden Gerd und Rita Schaeben, Theresa Weigl und Thomas Schmieder ist Ulla Schmitz einem Aufruf auf der Grünen-Bundesdelegiertenkonferenz im November letzten Jahres in Leipzig gefolgt und hat Kontakt aufgenommen mit den Sachsen.
„Der Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hatte sich umgehend gemeldet, weil gerade in den ländlichen Gebieten jede Unterstützung gebraucht wird“, erklärt Ulla Schmitz.
Die Mönchengladbacher werden in der kommenden Woche zusammen mit ihren grünen Parteifreunden Flyer verteilen und mit den Menschen ins Gespräch kommen. Höhepunkt der Aktivitäten dürfte ein gemeinsamer Wahlkampftermin mit dem Grünen-Bundesvorsitzenden Robert Habeck am Mittwoch, 21. August in Freital werden.
Für die romantischen Schönheiten des Weißeritztales werden die Mönchengladbacher allerdings kaum Zeit finden…
„Die Hartz-IV-Lüge. Wo sind die Alternativen?“ ist Titel einer Veranstaltung am 29. August, 19.00 Uhr, in der City-Kirche am Edmund-Erlemann-Platz (Alter Markt).
Gastgeber des Abends mit einer – hoffentlich – kontrovers wie lebhaften Diskussion sind das regionale Bündnis für Menschenwürde und Arbeit sowie das katholische Forum Mönchengladbach/Heinsberg.
Im kommenden Jahr können die Macher der so genannten Hartz-IV-Reform das 15-jährige Jubiläum von Hartz IV feiern. BezieherInnen dieser Regelsätze wird da kaum nach Feiern zu Mute sein. Ihnen fehlt zudem das Geld dazu. Für sie ist Hartz IV ein andauernder, oft erniedrigender Kampf, der auf dem Amt (Jobcenter) beginnt, über die Kontozahlungen weitergeht und im öffentlichen Diskurs nur dann Widerhall findet, wenn sich ein Politiker möglichst frech und schamlos äußert. Beispiele für letzteres gibt es genügend.
Einstimmen in die Veranstaltung wird Bettina Kenter-Götte. Sie, die Buchautorin und Schauspielerin, hat ihre Arbeitslosigkeit und ihre Zeit mit Hartz IV in ihrer persönlichen Leidensgeschichte niedergeschrieben. Ihr berührendes Buch trägt den Titel „HARTS FEAR | HARTZ IV, Geschichten von Armut und Ausgrenzung“. Zum selben Thema schrieb sie ein Theaterstück, das bislang 40-mal im Bundesgebiet aufgeführt wurde. In der City-Kirche werden kurze Filmausschnitte aus dem Theaterstück gezeigt.
Danach
soll diskutiert werden. Neben Kenter-Götte haben zugesagt: Gladbachs
Sozialdezernentin Dörte Schall, der Chef des Jobcenters MG, Klaus Müller, Karl
Sasserath, Leiter des Arbeitslosenzentrums MG, Pfarrer Dieter Heisig vom
Industrie- und Sozialpfarramt Gelsenkirchen/Wattenscheid sowie von der
Hochschule Niederrhein Dr. Iris Schubert.
„Sehr wichtig für uns ist“,
sagt Wolfgang Fels vom Bündnis, „dass zwischen Publikum und Fachleuten
lebhaft diskutiert wird.“ So könne es am ehesten „Alternativen zur
Hartz-IV-Keule“ geben.
Parallel zur Podiumsdiskussion sind
Collagen von John Barrawasser zu sehen. Seine bissig-ironische Antwort auf
Hartz IV verdeutlicht er an zahlreichen Kunstwerken. Tenor: Wir brauchen mehr
Herz – statt Hartz IV.
Der
Eintritt ist frei. Getränke und Häppchen gibt es ebenfalls.