CDU für Bürostandort im Gladbach-Tal

Das frühere Güterbahnhofsgelände, das sich östlich der Breitenbachstraße erstreckt, eignet sich aus Sicht der CDU-Ratsfraktion unter städtebaulichen Aspekten hervorragend für die Entwicklung eines Dienstleistungszentrums, in dem vor allem hochwertige Bürohäuser gebaut werden sollten.
Damit unterstützen die Christdemokraten eine Überlegung des Masterplan-Teams, das bei seinen bisherigen Präsentationen als eine seiner Schwerpunkt-Ideen die Entwicklung der Achse „Gladbachtal“ vorgestellt hat.
Bestandteil dieser Achse ist auch das ehemalige Bahnareal südlich der Strecke Mönchengladbach – Düsseldorf.

2002 ist für dieses Gebiet ein Rahmenplan aufgestellt worden, der noch eine völlig andere Entwicklung vorsieht, nämlich ein Fachmarktzentrum mit bis zu 25.000 Quadratmetern Verkaufsfläche.
„Hinter diesen Rahmenplan muss man allerdings heute ein großes Fragezeichen setzen“, sagt CDU-Ratsherr Hans Wilhelm Reiners als planungspolitischer Sprecher seiner Fraktion und macht darauf aufmerksam, dass die Überlegungen vor zehn Jahren in Richtung einer Ergänzung der Mönchengladbacher Innenstadt gingen.
Aus dieser Zeit stammt auch die Bezeichnung „City Ost“ für das frühere Güterbahnhofsgelände.

Reiners weiter: „Damals hat allerdings noch niemand geahnt, dass wir 2012 kurz vor dem Baubeginn für ein großes Einkaufszentrum unmittelbar an der Hindenburgstraße stehen. Deshalb sehen wir jetzt keinen Bedarf mehr für zusätzliche Verkaufsflächen in unmittelbarer Innenstadtnähe.“

Für die Entwicklung eines Dienstleistungszentrums an dieser Stelle sprechen aus Sicht der CDU-Fraktion mehrere Gründe. Insbesondere die nahezu perfekte Anbindung an den Schienen- und Busverkehr macht den Standort attraktiv für arbeitsplatzintensive Nutzungen. Die Beschäftigten dort wären zudem aufgrund der geringen Entfernung zur Mönchengladbach Innenstadt potenzielle Kunden für den dort ansässigen Einzelhandel. Und nicht zuletzt böte eine gute Planung die Chance, an dieser Stelle die städtebauliche Idee eines grünen Gladbachtals zu realisieren.

„Bei unseren Überlegungen spielt der städtebauliche Blick auf die Gesamtsituation die entscheidende Rolle“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Hans Peter Schlegelmilch. „Für Fachmärkte sehen wir noch genügend andere Ansiedlungsmöglichkeiten in unserer Stadt, wobei man sicher auch einmal derzeit ungenutzte Brachen auf ihre Eignung dafür prüfen sollte.“

Die CDU-Fraktion hat sich mit der Frage der Perspektive für die so genannte City Ost befasst, weil in diesen Tagen im Masterplan-Büro Grimshaw in London die nächste öffentliche Veranstaltung im Masterplanprozess vorbereitet wird. Hans Wilhelm Reiners: „Wir wissen, dass wir in diesem Bereich über ein nicht-städtisches Grundstück reden und der Eigentümer möglicherweise andere Vorstellungen von der zukünftigen Nutzung hat als die Masterplaner. Deshalb möchten wir ein klares Signal geben, dass wir den gedanklichen Ansatz der Masterplaner an dieser Stelle für den richtigen halten, unsere Stadt positiv zu entwickeln.“