CDU und SPD diskutierten mit freier Szene Kultur-Förderrichtlinien

11080929_823282087707430_5250993520436798525_nUm 100 000 Euro stocken CDU und SPD in diesem Jahr die Mittel für die freie Kulturszene auf. Mit mehr als 20 Vertretern von 13 Vereinen diskutierten die Kulturpolitiker jetzt im Theater im Gründungshaus (TIG) die vom städtischen Kulturbüro erarbeiteten Förderrichtlinien. Kommende Woche sollen sie im Kulturausschuss verabschiedet werden.
„Ich freue mich sehr, dass so viele Vertreter der freien Szene unserer Einladung gefolgt sind. Wir erhielten umfassendes Feedback. Das werden wir berücksichtigen“, verspricht der kulturpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Dieter Breymann.

 

„Die Kulturlandschaft in unserer Stadt wird dieses Jahr ein neues Gesicht erhalten. Es ist längst überfällig, dass die politische Anerkennung der freien Szene sich nicht nur in Worten erschöpft. Das von den Akteuren in den vergangenen Jahren geleistete Engagement ist beispielhaft und steht stellvertretend für den Aufbruch und das neue Selbstbewusstsein unserer Stadt.“
Im Mittelpunkt der Diskussion im TIG stand insbesondere die Frage, welche kulturellen Aktivitäten als förderungsfähig gelten sollen. „Der Kulturbegriff ist leider notorisch schwer zu fassen“, erklärte Dieter Breymann. „Seit Jahrzehnten wird er im verfassungsrechtlichen Schrifttum und in der Rechtsprechung intensiv und kontrovers diskutiert.“ Als Ziel der städtischen Förderung, so die Kulturpolitiker, habe man sich daher bei der Ausarbeitung der Richtlinien darauf verständigt, insbesondere innovativ-experimentelle und unkonventionelle Projekte zu berücksichtigen. „Die Förderung soll in erster Linie vorhandene Lücken im Kulturangebot der Stadt schließen, der freien Szene unabhängig von der gewählten Ausdrucksform kulturelles Neuland ermöglichen“, erläuterte der kulturpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ulrich Elsen.
Kulturdezernent Dr. Gert Fischer, der stellvertretend für den er-krankten Leiter des Kulturbüros, Dr. Thomas Hoeps, die Richtlinien vorstellte, lobte die gute Zusammenarbeit von freier Szene und Kul-turbüro in den vergangenen Jahren: „Durch die Fördermittel wird es uns jetzt ermöglicht, diese Zusammenarbeit zu intensivieren und auf eine neue Ebene zu tragen. Für uns als Verwaltung ist das Ansporn und Verpflichtung zugleich.“