Das Signal durch Abwesenheit

Deutlicher kann einer Menschengruppe nicht gezeigt werden dass  man sie ablehnt.

In diesem speziellen Fall lehnt die Mönchengladbacher CDU die Schwulen und Lesben dieser Stadt ab.
Sie dokumentiert dies durch Abwesenheit beim 3. Christopher Street Day.
Schlimmer noch, die Würde, die jedem Menschen mitgegeben ist, die durch unser Grundgesetz geschützt sein soll, sie wird missachtet.

Beim 1. CSD in Mönchengladbach in 2015 betonte der CDU-Vertreter Frank Eibenberger bei seiner Teilnahme noch die Unterstützung der Ziele des CSD. (siehe entsprechenden Artikel)
Geblieben ist nichts. Nicht einmal die Teilnahme an dem heutigen 3. CSD ist es den christlichen Demokraten wert. Sie lehnen heutzutage die Ziele der gleichgeschlechtlich liebenden Menschen rundweg ab, verstecken sich hinter angeblichen Sorgen und Ängsten um das Kindeswohl. Das ist weit weg von der Realität.

Dass manche CDU-Politiker die Ehe für alle und das soeben beschlossene Gesetz dazu ablehnen, ist ihr gutes Recht.
Menschen durch Nichtbeachtung/Nichtteilnahme auszugrenzen ist arm. Das „C“ will ich in diesem Zusammenhang garnicht erwähnen.
Gerade im Bundestagswahlkampf.

3 Kommentare zu "Das Signal durch Abwesenheit"

  1. Harald Wendler | 17. Juli 2017 um 08:49 |

    Sie sind nicht die Mönchengladbacher CDU, auch wenn mir das ausgesprochen gut gefallen könnte.

  2. Lieber Herr Wendler,

    gehen Sie da nicht ein bißchen zu hart mit Ihren örtlichen CDU-Größen ins Gericht? Für einen Politiker im Wahlkampf mag es zwar ungeschickt sein, bei einer solchen Veranstaltung nicht Flagge zu zeigen. Aber mir sind ehrlich gesagt diejenigen lieber, die keine Sympathie heucheln und auf Distanz bleiben. Man ist doch nicht intolerant, geschweige denn homophob, wenn man seine Anwesenheit bei diesem Spektakel verweigert. Wir sind glücklicherweise ein freies Land, in dem jeder in sehr weiten Grenzen tun und lassen kann, was er will. Und die Teilnehmer werden die von Ihnen gemeinten CDUler definitiv nicht vermißt haben.

    Mit herzlichem Gruß

    Wolf M. Meyer
    wolfsgeheul.eu

  3. Ch. Baum | 16. Juli 2017 um 11:17 |

    Das mit dem „C“ ist nicht so arg. Das läßt sich ja passend machen. Mein Vorschlag wäre, um im Genre zu bleiben, „lieber Gott, ich danke dir, daß ich nicht so bin wie die.“
    Eine eigene Einstellung zur Ehe für alle und sich entsprechend seines Standpunktes zu positionieren, ist legitim. Der Umgang mit den „Betroffenen“ allerdings, macht für mich aus, ob mein Gegenüber ein Mensch oder ein heuchlerischer „C“ Typ ist. Ich muss nicht für die Ehe für alle sein, aber Menschen sind Menschen. Wohltuend zu erleben, daß Vertreter BEIDER Konfessionen ein deutliches Zeichen setzen.

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