Der Landesverband NRW des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hielt am Wochenende seine Vollversammlung in der KFH ab.

Foto: Silvia Erbrath

Das Grußwort unseres Oberbürgermeisters Felix Heinrichs richtete sich an die Teilnehmer mit dem Bekenntnis zu den großen Herausforderungen dieser Zeit.

Er stellte klar, dass es Veränderungen braucht, denen sich die Stadt stellt. Gleich zum Einstand des Tages machte er deutlich, wie schwierig Natur-, und somit Menschenschutz ist. Die unterschiedlichen Interessen des Einzelnen zu beschneiden um zum Wohle Aller zu handeln ist eine immense Aufgabe. Gleichzeitig sprach er die Einladung aus, mit Aufklärung und Überzeugung zu einer guten Zusammenarbeit zu kommen, die sicherlich aus den bisherigen Erkenntnissen noch ausbaufähig ist.

Der Vorsitzende des Stadtverbandes Mönchengladbacher NABU Kurt Sasserath. Gab einen Überblick über den Stadtverband und seine Tätigkeiten. Er thematisierte die Landschaftliche Zerstörung und die Wasserproblematik der Stadt. Mit Witz und Scharm nahm er das Publikum mit auf eine kleine Geschichtsreise. Er sprach eine erste Einladung zu einem baldigen Vortrag des Waldexperten Lutz Fähser aus.

Frau Heide Naderer, als Vorsitzende des NABU NRW, nahm die Fäden auf. Nach den Rückschritten der vergangenen Zeit lagen die Hoffnungen in einer neuen schwarz grünen Landesregierung. Diese enttäuschte bisher. Sie legte allen das Handlungsprogramm https://nrw.nabu.de/imperia/md/content/nrw/stellungnahmen/221128-nrw-handlungsprogramm-2022.pdf  ans Herz, das immer noch im Internet öffentlich zur Verfügung steht. Es wurde vor der Wahl erstellt. Dies wurde entwickelt um fundierten Natur-, Arten- und Klimaschutz im Land zu betreiben.

Sie machte deutlich, dass fachliche Grundlagen beiseitegeschoben werden, wenn es um wirtschaftliche Interessen geht. Der Flächenkampf ist ein großes Thema. Trotz aller Bedenken machte Sie Mut und hofft mit der Landwirtschaft und der Gruppe Wald und Holz neue Verbündete zu finden. Auch im Garten und Landschaftsbau soll es weiter voran gehen. Die Fachtagung Fließgewässer wurde ebenso thematisiert wie der naturverträgliche Bau von erneuerbaren Energien.
Unzählige Themen beschäftigen die Organisation, die vom Ehrenamt lebt.
Bei seiner Verabschiedung  wurde dem langjährigen Geschäftsführer des NABU NRW, Herrn Bernd Kamp ein besonderer Dank für seine Tätigkeit ausgesprochen.

Bernhard Kamp hat mit seinem beständigen Einsatz und seiner menschlichen Art bedeutend zu den Erfolgen des NABU in den vergangenen fast vier Jahrzehnten beigetragen.
Als er 1987 als erster hauptamtlicher Geschäftsführer in der provisorischen Geschäftsstelle in Wesel eingestellt wurde, hieß der NABU noch „Deutscher Bund für Vogelschutz“ und zählte in NRW gerade 22.000 Mitglieder. Kontinuierlich und beharrlich arbeitete Bernhard Kamp zusammen mit den Landesvorsitzenden und Vorständen und zunächst einer handvoll Mitarbeiter*innen daran, den Verband zu professionalisieren und wachsen zu lassen. „Heute arbeiten allein in der Landesgeschäftsstelle 30 Hauptamtliche.
Die Mitgliederzahl ist auf über 125.000 angewachsen. Eine unglaubliche Entwicklung!“, dankte der langjährige Weggefährte, ehemalige NABU-Präsident und jetzige Vorsitzende der NABU International Naturschutzstiftung Olaf Tschimpke Bernhard Kamp für seinen all die Jahre engagierten Einsatz.

Seit 1. September führt nun Jonas Krause-Heiber die Geschäfte des NABU NRW. 1985 am Niederrhein geboren stand das Berufsfeld „Naturschutz“ früh fest. Einem entsprechenden Auslandsstudium, dem Bundesfreiwilligendienst beim NABU Niedersachsen und seiner Tätigkeit als Koordinator für Vogelschutzprojekte beim Sächsischen Landesumweltamt folgte die Leitung der Regionalstelle Rhein-Westerwald beim NABU Rheinland-Pfalz. Nach Abschluss des Masterstudiums „Nonprofit-Management and Governance“ kam er vor gut drei Jahren als Teamleiter zunächst im Bereich Projekte später in der Verbandsentwicklung nach Düsseldorf zum NABU NRW.
Seit August 2022 war er hier als stellvertretender Geschäftsführer tätig.

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