Die Linke: Das darf ja wohl mal gesagt werden ;-)

Die Stadt Mönchengladbach ist nun fast seit zwei Monaten offiziell bei Facebook. Für DIE LINKE ist das mal ein Anlass den beteiligten MitarbeiterInnen ein Lob auszusprechen.
„Wie der Account gepflegt wird, trifft die richtige Ausgewogenheit zwischen Seriosität und Lockerheit“, meint Torben Schultz vom SprecherInnenrat, „Und gerade dass Facebook nicht nur als ‚Link-Schleuder‘ verwendet wird ist positiv, die MitarbeiterInnen der Stadt interagieren mit den anderen Facebook Usern ohne dabei in Arbeitszeit vergeudendes Geschwafel abzudriften.“

 

Als eines der besonders positiven Beispiele nennt Schultz das Veröffentlichen des Planes über die St. Martinsumzüge. „Mit einer kurzen Lied-Zeile und einem Smily wurde schon nett auf den Plan auf der städtischen Webseite verlinkt. Aber dann fragte ein User nach den Umzügen der Kindergärten, denn es waren nur die der Schulen gelistet. Binnen einer Stunde hatte die Stadt ihr Angebot ergänzt“, erzählt Schultz, „Das sind sicher nicht die wichtigsten Probleme die es zu lösen gilt, aber ich bin mir sicher, dass die BürgerInnen so eine Reaktion der Stadt zu würdigen wissen. Ich zumindest tue es.“

Weitere Beispiele sind, wie die Stadt über Facebook für ein Projekt im Margarethengarten warb oder jetzt auf das Jugendfestival ‚Potpourri‘ hinweist. „Die Stadt teilt und vernetzt über Facebook, so wie es eigentlich in den Sozialen Netzwerken normal ist. Aber eine Stadt muss dabei auch Glaubhaft, Seriös und Unabhängig bleiben. Das ist eine Gratwanderung die der Stadt bisher auf Facebook gut gelungen ist“, meint Schultz.

DIE LINKE hatte am damaligen Konzept zur Sozial-Network-Nutzung vor allem die Selbstdarstellung der Stadt als Konzern kritisiert, aber letztlich trotzdem zugestimmt. Diese Kritik behält Schultz auch bei, denn seiner Meinung nach ist die Stadt selber das größte Soziale Netzwerk was wir haben und zwar ein völlig real Lebendes ohne Bits und Bytes. „Deswegen freue ich mich sehr, dass der Facebook Account der Stadt bisher ein lebendiger ist, ein Sympathieträger. Und dabei will ich nicht die Inhalte bewerten, das sind ja oftmals politische Entscheidungen die ich nicht teile. Mir geht es um das ‚Wie‘, um die Umsetzung. Und das machen die Verantwortlichem bisher sehr gut – und das darf ja wohl auch mal gesagt werden ;-)“, endet Schultz mit dem im Internet häufig verwendeten blinzelnden Smily.