„Digital Mindset“-Stiftung mit NEW-Kapital?

CDU-Mönchengladbach möchte Gewinnteile der Stadttochter in eine sogenannte Bürgerstiftung einlegen. Nutznießer wohl überwiegend die Wirtschaft.

Obwohl der Finanzausschuss nicht kompetent ist über eine solche Millioneneinlage zu entscheiden, ließ der CDU-Wirtschaftslobbyist Dr. Schlegelmilch seine ganze Kreativität in der Sitzung aufblitzen, um sein Ziel doch noch durchzusetzen.
„Die NEW erwirtschaft ein außergewöhnliches, überplanmäßiges Ergebnis in 2022“, meint der Fraktionsvorsitzende der CDU. Von diesem Gewinn möchte er eine Summe abzweigen und damit eine Stiftung gründen. Diese Summe fehlt dann in den Rücklagen der Stadttochter.
Die Summe von einer Million steht im Raume.
„Das tut doch Niemandem weh“, ist ein Argument aus CDU-Reihen.

Unternehmen, die es gut mit unserer Stadt meinen, könnten sich an dieser Bürgerstiftung mit Kapitaleinlagen beteiligen, meint Dr. Schlegelmilch. Die Richtung ist damit geklärt: Die Stiftung finanziert aus ihren Erträgen die digitale Transformation, das digitale Mindset der Mönchengladbacher Wirtschaftsunternehmen.
Es ist davon auszugehen, wer in eine solche Stiftung sein Kapital einlegt, erwartet etwas für sein Unternehmen. Nicht die Stadt Mönchengladbach wird alleiniger Nutznießer im Sinne des Mindsets sein.
Der Einfluß der Wirtschaft (Kapital) wird entscheiden, wer die Richtung zur Zielerreichung vorgibt.
Nachgelagert wurde nichts darüber bekannt, wer die Leitungsfunktionen übernehmen soll.
Der CDU-Antrag wurde nach intensiver Diskussion mit den Stimmen der Ampelmehrheit abgelehnt.
Ein möglicher Nutzen für die Bürger der Stadt wurde nicht mit einem Wort erwähnt.

3 Kommentare zu "„Digital Mindset“-Stiftung mit NEW-Kapital?"

  1. Dieter Berkel | 4. Dezember 2022 um 13:48 |

    Überhaupt niemals gar nie nicht, können sie das irgendwo, irgendwann, liebe Vorrednrin. Wer es sonst noch gut meint mit der Stadt und sich finanziell beteiligt, ist nicht nur so unendlich gut, der will und bekommt auch was dafür. Ich stelle mir Möglichkeiten vor, als da wären: günstige Grundstücke in bester Lage, Aufträge, gestaffelt nach Höhe der Wohltat, Mitsprachrechte bei div. Entscheidungen. Also Gutes tun muss Anerkennung finden, ist doch logisch und richtig und Anreiz dazu.
    Vorher wird aber erst noch ein Gremium gebildet, das feststellen muss, was denn zu Wohle der Stadt überhaupt ist. Das natürlich mit Vorstand und Beirat, Beisitzern, Beratern und div. Gutachtern, oder so ähnlich.
    Wie ich den Doktor kenne, wird er seine Idee durchsetzen. Wenn nicht jetzt, dann eben später.

  2. Bärbel Schopen | 4. Dezember 2022 um 13:32 |

    Wo könnte ich denn etwas von diesem Wohl für die Stadt besichtigen ?

  3. Mitarbeiter im Öff.-Dienst | 4. Dezember 2022 um 13:23 |

    Dieser Bericht beschreibt die grundsätzliche Einstellung und Haltung dieses Menschen.
    Für ihn bedeutet wohl alles ist Kapital. So meint er möglicherweise auch seine als Drohung zu verstehende Aüßerung, man solle auch mal untersuchen, welche besetzten Stellen in der Verwaltung „rentierlich“ sind. Es handelt sich dabei immerhin um Menschen wie er selber einer ist?
    Oder meinte er gar den Stadtdirektor (CDU)?

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