Feuerwehrbilanz 2011: Feuerwehrchef Jörg Lampe erläutert Insgesamt 38.490 Einsätze

„Hilfeleistungen für pflegebedürftige Menschen müssen zukünftig intensiver trainiert werden“, so die Feuerwehr.

Zu insgesamt 38.490 Einsätzen rückte die Feuerwehr im vergangenen Jahr aus.
Dies sind deutlich weniger als noch im Jahr 2010 (41.281 Einsätze). „Das liegt vor allem daran, dass wir im vergangenen Jahr nicht von heftigen Unwettern geplagt worden sind“, erklärt Feuerwehrchef Jörg Lampe. „Selbst vom Orkantief Joachim, das im Dezember vergangenen Jahres in Deutschland schwere Verwüstungen angerichtet hat, blieb Mönchengladbach verschont“, so Lampe weiter.

Rund 27.000 Mal wurde in 2011 ein Notfall gemeldet, mehr als 8.340 Menschen mussten mit einem Krankenwagen transportiert und 711 Brände gelöscht werden.
Zu den kuriosesten Einsätzen gehörte die Rettung eines Rehs, das sich verlaufen hatte und mit einem Netz eingefangen werden musste, bevor es im Wald wieder freigelassen werden konnte.
Auch eine 60 Zentimeter lange, ungiftige Würgeschlange, die sich selbständig gemacht hatte, ist im Einsatzprotokoll der Berufsfeuerwehr verzeichnet.

Fast an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit kamen die Einsatzkräfte bei einem Brand im Wohn- und Pflegeheim Altenheim an der Carl-Diem-Straße.
Zeitgleich mit der Brandbekämpfung mussten Bewohner aus dem vierten und fünften Obergeschoss durchs Treppenhaus evakuiert werden.
„Die Tatsache, dass einige Bewohner mit ihren Rollstühlen durchs Treppenhaus getragen werden mussten, machten den Einsatz besonders schwierig. Hierzu waren jeweils vier Einsatzkräfte nötig“, erzählt Lampe. „Der Einsatz, der sich jederzeit in einem anderen Altenheim wiederholen kann, zeigt, dass die demografische Entwicklung auch an der Feuerwehr nicht vorbeigeht“, so Lampe:
„Die Menschen werden immer älter. Wir müssen die Hilfeleistung für pflegebedürftige Menschen zukünftig intensiver trainieren.“
(pmg)