Geplante Zuwendungs-Systematik für die Mönchengladbacher Fraktionen fördert die Politikverdrossenheit weiter

14-06-29-kooperationsvertrag-heinrichs-schlegelmilch-2-4Wie in einem Selbstbedienungsladen agierend, so stellt sich die Groko-Mönchengladbach bei der Beurteilung und Planung der finanziellen Ausstattung ihrer Ratsfraktionen den Bürgern dar.
Selbstverständlich wird das Leben stetig teurer und die Lebenshaltungskosten steigen für alle Menschen alljährlich an.
Daraus resultiert die generelle Forderung nach einer Anpassung der Zuwendungen an die Fraktionen zu Recht.
Die hauptamtlichen Mitarbeiter müssen leistungsgerechte Einkommen erzielen können und die Sachkosten (Strom, Wärme etc.) steigen ebenfalls kontinuierlich. Deshalb ist eine Steigerung der Gesamtzuwendungen an die Fraktionen nach dem offiziellen Preissteigerungsindex, die Gehaltserhöhungen der Hauptamtlichen nach dem öffentlichen Tarif angemessen.

 

Diese bewährte Sozialebene verließen die Mönchengladbacher Politiker der zustimmenden CDU, SPD und FDP im gestrigen Hauptausschuss in einer an Verhöhnung anmutenden Art und Weise.
Eine wenige Minuten früher geforderte Erhöhung der Einkommen der etwa 60 in Mönchengladbach tätigen Tagespflegepersonen (Tagesmütter) , es wurde seit 2009 nicht erhöht, wurde mit einer einmaligen Zahlungssteigerung seitens der Stadt Mönchengladbach abgetan.
Dies bedeutet für die betroffenen Personen keinen realen Einkommenszuwachs, da bisher mögliche Zuzahlungen der Familien nicht mehr statthaft sind.
Fazit:
Politik demonstriert indexierte Selbstbedienung einerseits bei einmaliger, nicht Kostensteigerung ausgleichender Stundenlohnerhöhung für die Tagesmütter andererseits.

Soziale Gleichbehandlung und Augenmaß sehen gewaltig anders aus.

2 Kommentare zu "Geplante Zuwendungs-Systematik für die Mönchengladbacher Fraktionen fördert die Politikverdrossenheit weiter"

  1. H. Bäckers | 26. September 2014 um 09:45 |

    Unglaublich. Ich bezweifle, ob unsere lokalen Wichtigkeiten auch nur annähernd soviel Verantwortung auf sich nehmen, wie jede Tagesmutter jeden Tag. Mit dem Geld der Bürger jonglieren ist sicher der leichtere Part. Gleich ist eben nicht gleich. Es gibt immer die Gleicheren. Der Bürger muss auf die Strasse, wenn er seine Gleichheit einfordern will, und da ist Politik sich auch einig, aber nur dahingehend, dass das jeweilige Anliegen nicht finanzierbar ist.

  2. Is ‚was? Die machen’s doch nur wie die Grossen. Wenn ich ‚mal erinnern darf : 2013 aus den Taschen der Bürger 500 Euro gegriffen. 2014 waren es dann nochmals 10%. Ja du kleiner Bürger, da heisst es: Klappe zu, Geldbeutel auf. Und in Relation zu den Grossen, kommen wir doch noch gut weg. Irgendwie faszinierend zu erleben ist, bei Gross und Klein, immer die friedvolle Einigkeit ohne Diskussionen, die das Ganze nur in die Länge ziehen würden, schliesslich gibt es ganz andere Aufgaben zu erledigen, und zwar zügig, denn LEISTUNGSORIENTIERT. Und da muss man sie doch bringen, die Leistung.
    Tja, manches ist eben nur noch mit Ironie zu ertragen.

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