„Ginkgo-Bäume, die stinken“

Sichtachse inkl. "stinkenden Ginkgo-Bäumen" vor der Citykirche

Diese Antwort bekam ein Mitglied der Mönchengladbacher Grünen bei der Nachfrage, warum die beiden Bäume auf dem Edmund Erlemann-Platz gefällt werden sollen.

Darüber darf man ruhig auch fassungslos sein. Bisher gab es die Begründung seitens der Verwaltung, die Bäume behinderten die freie Sicht auf die Citykirche.
Während der Sitzung der Bezirksvertretung Ost am Donnerstag versuchte MG-Heute durch Nachfragen beim mags-Mitarbeiter Hanno Müller eine eindeutige Erklärung zu erhalten. „Darüber rede ich nicht, da muß die Verwaltung etwas zu sagen, wir arbeiten nur im Auftrag der Stadt.“ Eine klare Antwort.
Das muß man erst mal begreifen, die mags als 100% Stadttochter arbeitet also nur im Auftrag. Die Mitarbeiter, die über die Fällung von Bäumen entscheiden, dürfen zwar öffentlich Auskunft geben über Bäume die krank sind.
Zu gesunden Bäumen haben sie zu schweigen.
Das ist genau die Transparenz, die mündige Bürger von ihrer Verwaltung erwarten.
Auskunftsverweigerung im Auftrag.

Nachfolgendes kann man auf der Internetseite der mags im Bereich Grünunterhaltung lesen:

Unsere Aufgaben auf einen Blick

  • Unterhaltung und Pflege der Grünflächen der Stadt, hierzu gehören: Öffentliche Grünanlagen, Friedhöfe, Sportanlagen, Grün an Schulen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden, Straßenbegleitgrün, Grün auf Kinderspielplätzen sowie Kleingartenanlagen (öffentliche Anteile).

  • Bewirtschaftung kommunaler Waldflächen und Forstwirtschaft

  • Unterhaltung der Brunnenanlagen (Zierbrunnen)

  • Baumschutz: Baumfällungen und Neubepflanzung

Von Auskunft zu Gründen der „Auftragsarbeit“ wird nicht gesprochen.

3 Kommentare zu "„Ginkgo-Bäume, die stinken“"

  1. Herr K.-H.H. gendertechnisch charmant oder nicht, vielmehr dürfen wir uns ab jetzt auf die Lauer legen und gespannt sein, welcher Pfiffikus auf die Idee kommt, alle Ginkgo’s zu Weibchen zu erklären ;-) Ansonsten könnten ja nicht alle gefällt werden, und was dann? :-) Danke auch noch für den Hinweis. Wusste ich nicht

  2. Die Überschrift ist kein Witz. Ginkgo Früchte verströmen, wenn man sie zertritt, zerfährt, oder sonst irgendwie zerstört, süßen Buttersäureduft. Was nichts anderes bedeutet als: FAULE EIER. Dieser Duft haftet auch besonders gut und langanhaltend. Endlich hat man also einen Grund gefunden mit Wonne zu fällen. Der Weg ist frei. Hat sich eigentlich irgendwann irgendwer über den Geruch beschwert? Solange man nichts riecht… Jetzt kann ja jeder Bürger der mit offenen Augen durch die Stadt geht sehen, wo demnächst Lücken klaffen werden. Die Ginkgos stinken überall, und nicht nur da, wo gerade ein Biergarten erweitert werden soll. Ginkgos, die uns besonders im Herbst mit goldenem Laub erfreuen. Ginkgo, einer der ältesten Bäume der Welt, auch „chinesischer Wunderbaum“, steht für Hoffnung und Freundschaft. Hat man aber einen Visionär, so bezeichnete er sich seinerzeit höchstselbst zum Sonnenkönig gemacht, dann erledigt sich die Hoffnung auf Freundschaft mit dem Grün der Stadt von ganz alleine. Das kann er nämlich nicht leiden. Das muß weg. Gründe lassen sich immer finden. Wenn so einer auf die „richtige“ Position gesetzt wird, dann ist er sowieso willens und in die Lage gebracht, alles durchzusetzten, was seine Visionen hergeben, egal ob es dem Bürger gefällt oder nicht, egal ob es dem Stadtklima zuträglich ist oder nicht. Düsseldorf konnte aufatmen, und wir haben jetzt den berühmten Salat. Jedenfalls wird es in Zukunft immer luftigere Achsen geben. Denn in Relation gesehen, ist das erst der Anfang. Ach ja, die Luft als Solche, wird dadurch auch immer besser.

    • Herr Gebauer, wir müssen hier allerdings doch gewaltig unterscheiden.
      Auch wenn meine Aussage jetzt Gendertechnisch wahrscheinlich verpönt ist, es stinken nur die weiblichen Ginkgobäume bzw. der Früchte. Männliche Ginkgos sind dabei relativ Geruchsneutral.
      GHier muss jetzt doch aufgepasst werden welche Ginkgos gefällt werden – bei Geruchsbelästigung halt nur die Weibchen ;-)

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