Grüne in Mönchengladbach finden Ablehnung der Biogasanlage in Gripekoven richtig und gut – Planungen der Investoren gehen dennoch weiter

Die Pläne, in Gripekoven  die größte Biogasanlage Nordrhein-Westfalens zu errichten, wurden von den Bündnisgrünen schon frühzeitig abgelehnt.
Uli Laubach,Sprecher der Grünen und engagierter Protagonist im Kampf gegen Biogasanlagen, hatte sich sofort nach Bekanntgabe der Pläne im November dieses Jahres vor Ort ein Bild gemacht. „Die geplante Anlage sollte noch größer werden als die, die für Wanlo vorgesehen war, und sie sollte mitten im Wasserschutz­gebiet, direkt am Naturschutzgebiet Mühlenbachtal, gebaut werden. Das war für uns Grüne nicht hinnehmbar“.

Dr. Bernhard Klocke (Gelsenwasser AG) stellte im Anschluss an die Ablehnung im Wegberger Stadtrat am 18.Dezember für die Arge Biogas fest: Die vom Stadtrat abgelehnte Biogasanlage in Gripekoven ist „völlig tot“. Die Investoren würden die Entscheidung des Rates akzeptieren und diesen Standort aufgeben.

Damit ist allerdings der Plan einer Biogasanlage auf Wegberger Gebiet nicht endgültig vom Tisch.
Die Investoren haben sich bei einer Besprechung im Anschluss an die Ratssitzung entschlossen, verschiedene Szenarien durchzuspielen, eventuell soll doch noch eine Biogasanlage errichtet werden.

Klocke soll am Donnerstag in einem Gespräch mit einer Aachener Zeitung erklärt haben: „Wir haben noch keine konkreten Standorte.“ Zunächst werde theoretisch die wirtschaftliche Machbarkeit geprüft.
Sollte diese gegeben sein, könnte in einem zweiten Schritt die Suche nach neuen Standorten in der Stadt Wegberg beginnen.
Dann würde auch Kontakt zur Wegberger Stadtverwaltung aufgenommen werden.

Wenn doch noch in Wegberg eine Biogasanlage käme, dann nicht am bisher geplanten Ort.