Grünen-Fraktionschef Karl Sasserath und seine kurzfristigen Wünsche – bekommt Mönchengladbach eine “Karl- Sasserath-Mediathek” als Denkmal?

Die Masterplaner finden die Idee einer neuen Mediathek im Sinne der Initiative “Neue Zentralbibliothek Mönchengladbach” so spannend, dass sie diese in der von ihnen erstellten Prioritäten-Liste an vorderster Stelle positioniert haben.

Logischerweise greift dies Sasserath auf und wertet gleichzeitig den Masterplan auf in eine (noch) nicht legitimierte Liga, da ein städtebaulicher Masterplan als solcher keine bindende Wirkung für die Stadtentwicklung hat.

 

Er, Sasserath, macht den Plan MG3.0 zu einem Argumenten-Vehikel.
Jeder kann und wird sich nun zukünftig argumentativ hinter der Quasi-Begründung des Grünen-Mitglieds im Bauausschuss, Georg Weber, verstecken.
Weber hatte verkündet:„Die Masterplaner sehen den Neubau einer Mediathek als städtebaulichen Impuls an und setzen den Neubau an die erste Stelle der Prioritätenliste“.

Diese unseriöse Vorgehensweise von Sasserath passt sich nahtlos ein in seine Ignoranz gegenüber der Bezirksregierung Düsseldorf. Die grüne Düsseldorfer Regierungspräsidentin Anne Lütkes hatte Kritik geäußert an dem Vorhaben der Ampel, eine neue Mediathek zu bauen und im Haushalt dafür über 1,7 Millionen Euro an Planungskosten bereitzustellen. Lüttkes kann nicht verstehen, dass Mönchengladbach als hochverschuldete Stadt auch nur nachdenkt über ein solches Projekt.

Sasserath will einer Meldung zufolge diese Kritik ignorieren.
Er verweist auf angeblich wesentlich teurere Vorhaben der Stadt im Straßenbau, benennt sie jedoch nicht. Damit schürt er Abwägungsdebatten.

Sasserath: ” Das unter breiter Bürgerbeteiligung entwickelte Ergebnis – zu den offenen Veranstaltungen kamen immer mehrere Hundert Bürger –  weist mutig in die richtige Richtung.”
Sasserath sollte erklären, was er unter breiter Bürgerbeteiligung versteht.
Er, aber auch andere, sollte ebenfalls erklären, warum am runden Tisch des Projektes zwar Industrie und Politik beteiligt wurden, die Öffentlichkeit in Form von Presse-Information jedoch mit erklärter Absicht der Planer und Gewährung der Politik nicht zugelassen wurde.
Vor all diesen Hintergründen wird hoffentlich baldigst eine breitere Diskussion über einen sicherlich wünschenswerten Mediathek-Neubau beginnen.
Bei allen berechtigten Wünschen ist nun vor allem  Augenmaß von den politisch Verantwortlichen gefordert.
Ein Masterplaner entwickelt zwar visionäre Gedanken, zeigt aber stets auch die Schritte auf, wie vom realen Status Quo aus das Erdachte und Erwünschte erreicht werden kann.

So sollte es sein, ist es aber (noch) nicht.
Diesen Mangel sollte Politik anmahnen.