Holzweiler macht mobil gegen RWE – Kathrin Henneberger (BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN) hatte zur Bürgersprechstunde geladen

Bürgersprechstunde der Bürger in Holzweiler. Foto: Silvia Erbrath

Zum Wohle der Nation, oder auch nur der Wirtschaft, hat das Rheinland mit seinem großen Kohleabbaugebieten einen großen Beitrag geleistet.

Die Menschen vor Ort leiden seit Jahren unter dem Einfluss des Großkonzerns RWE.  
Erst durch eine immense Luftverschmutzung, die jeder Bürger auch in weiter entfernten Dörfern täglich von den Fensterbänken putzen durfte, und schließlich die ganze Welt durch einen Co2 Ausstoß, der bei weiterem Abbauen in diesem Braunkohlegebiet, das 1,5 Grad Ziel verfehlen lässt.

Vor Ort bildet sich weiter Widerstand. Trotz, oder gerade weil man sich durch den Konzern gegängelt fühlt. Die Bürger werden zur Aufgabe ihrer Heimat mit Geld gelockt. Viele die es annehmen, trauen sich nun nicht mehr gegen den Konzern zu reden und werden somit mundtot gemacht. Nachbarn und sogar Familien brechen entzwei.  Die, die bleiben, kommen nicht zur Ruhe.

Es wird berichtet von Scheinwerfern, die nachts die Häuser beleuchten, so dass man die eigene Stromrechnung schonen kann, Lärm der Bagger, die nie still stehen, oder nächtliche Patrouillenfahrten des Sicherheitsdienstes, von denen sich der Bürger kontrolliert fühlt.

Das alles ist nicht genug. Nun soll auch noch die Lebensader des Dorfes Holzweiler abgebaggert werden. Die Landstraße L12 soll das nächste Opfer sein, das die Bewohner vor Ort zum Wohle des Konzerns und seiner Aktionäre bringen müssen. Ein immenser Umweg über einen Wirtschaftsweg ist geplant. Hier sollen Radfahrer, Fußgänger, Pendler und auch der LKW-Verkehr auf Linie gebracht werden. Die Verlierer sind vorprogrammiert.
Eine geplante Straße ist noch in weiter Ferne. „Schikanen“ nennen es die Bewohner vor Ort.
Genau wie in dem Ort Immerath die Kirche entwidmet und zerstört wurde, sofort der Bauernhof in Lützerath, noch während der Besetzung zweier Aktivisten im Tunnel, eingerissen wurde, werden hier erst einmal Fakten geschaffen, damit der Konzern weitermachen kann wie bisher, heißt es.  Kohle gefördert wird in den Orten nach der Zerstörung bis heute nicht.

Die Menschen vor Ort hinterfragen die Demokratie. Nach Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Erkelenz wurden alle Einsprüche der Bürger gegen die Wegnahme der Straße hinweggefegt.
„Die in Hinterzimmern ausgehandelten Verträge von Politik und Wirtschaft vergessen die Menschen vor Ort“, wird behauptet. Deshalb hat die Politikerin Frau Kathrin Henneberger (BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN) zu dieser Bürgersprechstunde geladen. Sie will versuchen, die Anliegen mit nach Berlin in die große Politik zu nehmen. Man kann ihr nur Glück wünschen. Die Menschen vor Ort müssen tapfer bleiben und sie hoffen auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung beim Kampf von David gegen Goliath.
Dass dies möglich ist, hat die große Demo in Lützerath bewiesen.

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1 Kommentar zu "Holzweiler macht mobil gegen RWE – Kathrin Henneberger (BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN) hatte zur Bürgersprechstunde geladen"

  1. Sybille Prammer | 11. Mai 2023 um 17:39 |

    Das ist schon sehr seltsam.
    Die einen fühlen sich durch RWE belästigt und versuchen mit viel Getöse alles, um die L12 zu erhalten.
    Auf der anderen Seite gibt es aber jene Bürger Holzweilers, die direkt an der Hauptverkehrsstraße wohnen und das dutzendfach erhöhte Verkehrsaufkommen seit dem Wegfall der L277 nicht mehr ertragen!
    Ich bin für den sofortigen Abriss der L12 und kann es kaum abwarten wieder ruhig zu schlafen und sicher über die Straße zu gehen!
    Eine Ausweichroute mit minimalem Umweg ist doch bereits fertig! Also alles super!
    Ich sage es nochmals: WEG MIT DER L12! SOFORT!

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