Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“ erhält weiteren Zulauf
Positionierung der NRW-SPD nicht erkennbar

Oliver Keymis, MdL, bei seiner Darstellung der Risiken für die Bevölkerung bei einer Ausweitung von Flugbewegungen.

Etwa ein Jahr sind die Mitglieder der Initiative aktiv und es werden immer mehr Unterstützer.
Zur Info-Veranstaltung „Widerspruch gegen die Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf“ am gestrigen Abend im Marienheim in Giesenkirchen-Meerkamp kamen etwa 170 Bürger. Sie wurden über die Ziele der Initiative, die erkennbaren Ziele der Düsseldorfer Flughafengesellschaft und über den bisherigen Ablauf des Genehmigungsverfahrens informiert.
Für Frederick Skupin von der Initiative ist klar:“ Uns geht es nicht darum den Flugverkehr zu verringern, wir wollen die Steigerung auf 60 Flugbewegungen verhindern“. Skupin spricht vom Angerlandvergleich zwischen Flughafen, der Stadt Ratingen und Düsseldorf. Dieser Ewigkeitsvertrag wird faktisch täglich ab adsurdum geführt.
Die darin festgelegte Nachtruhe von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr wird tagtäglich seitens des Flughafens verletzt. Ohne Konsequenzen seitens etwaiger Kontrollgremien. Bürger berichten von Flugbewegungen bis nach Mitternacht und am frühen Morgen bereits um 05:10 Uhr.
Die daraus resultierende gesundheitliche Schädigung der Bevölkerung, Lärm ist ein wissenschaftlich nachgewiesenes Gesundheitsrisiko, wird seitens aller Verantwortlchen bis dato negiert. Politik und Wirtschaft nimmt nicht zur Kenntnis, dass Schlafstörungen dadurch Vorschub geleistet wird und bereits Kinder Schaden nehmen in ihrem Lernverhalten und Lernvermögen. Auch das ist heutzutage nichts wirklich Neues.
Wirkliche Kontrollen von Verletzungen aller Abkommen finden nicht wirklich statt, die Gremien arbeiten nicht öffentlich und sind besetzt mit Mitgliedern der Fluggesellschaften. Sanktionen, vor Jahren von der Politik lauthals angekündigt (Verkehrsminister Oliver Wittke, CDU), existieren in der Praxis nicht.
Einzige Maxime des Handelns ist für den Betreiber des Flughafens und einem ausländischen Pensionsfond die mögliche höhere Profitabilität.
Der Entscheider, Verkehrsminister Michael Groschek, SPD, sollte die Einwände der Städte und Gemeinden, sowie der Bürgerinitiativen ernst nehmen und nicht einer fragwürdigen Gewinnmaximierung den Boden ebnen.

Die Internet Seite der Initiative lautet: Gegen-Fluglaerm-MG-Ost.de

Dort sind alle Informationen zum Einspruch abrufbar.