„Jede Veränderung ist auch eine neue Chance“

Soll etwas verbessert werden, ob es sich um Verkehrssituationen, Platzgestaltung, Bausünden-Reparatur oder Renaturierungen handelt, in allen Fällen muß auch etwas weichen.
So war und ist es im Projekt „Soziale Stadt Rheydt“ und beim Masterplan 3.0 oder beim “Minto“. So wird es sein beim Rahmenplan Abteiberg.
Es ist auch Aufgabe der Stadt und damit der Politiker, solche Prozesse zu unterstützen und zu begleiten.
Es ist eine Frage von Mehrheiten, nicht eine Frage von Einzelinteressen wie im Falle des Arbeitslosenzentrums an der Lüpertzender Straße. Plakative Aussagen wie: “Ich stehe an der Seite der Menschen, die keine Arbeit haben”, haben absolut nichts mit der Qualität der Unterbringungs-Immobilie zu tun. Diese Mitleidsschiene ist von den Arbeitslosen selbst sicher nicht gewollt.
Eine Verbesserung der Unterbringung wird auch von den Betreibern des Zentrums gefordert, zu Recht.
Das bedeutet aber nicht, dass aus persönlichen Erwägungen der Zentrums-Leitung das Recht der Stadt Mönchengladbach zur Nutzung des Grundstückes eingeschränkt werden sollte.
Dieser stellvertretende “Machtkampf“ von Interessen-Gruppierungen/politisch Handelnden/Ehrenamt´lern kann nur Verlierer hervorbringen und ist vergleichbar mit Zündeln und Verunglimpfen.
Das dient nicht der Sache und dem berechtigten Anliegen der Arbeitslosen.
Die Suche nach einem besseren Unterbringungs-Ort zu verbesserten Bedingungen sollte in den anberaumten Gesprächen forciert werden.

2 Kommentare zu "„Jede Veränderung ist auch eine neue Chance“"

  1. Karl Boland, Vorstandsmitglied im Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach e.V. | 19. Mai 2015 um 12:28 |

    Die Aufforderung an das Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach durch Oberbürgermeister Reiners im Dezember letzten Jahres, den Standort an der Lüpertzenderstr. zu verlassen, stellt einen vollkommen überraschenden und vollständigen Schwenk der Standortpolitik der Gladbacher Stadtverwaltung gegenüber dem Arbeitslosenzentrum dar. Die gleichen Mitglieder der Verwaltungsspitze, die uns am 16.12.2015 die Aufforderung zum Umzug in eine andere Immobilie unterbreiteten, waren vordem unter der Leitung von Oberbürgermeister Bude aktiv damit befasst, dem Arbeitslosenzentrum ein Erbbaurecht einzurichten, um den Standort für die Stadt kostenfrei für die Herstellung der notwendigen Barrierefreiheit mit Hilfe von Stiftungs- und Spendenmitteln umzubauen. Ebenfalls erfolgten in den Jahren davor alle vom Verein betriebenen und bezahlten Ausbaumaßnahmen mit der ausdrücklichen Zustimmung der Stadtverwaltung. Nun also der Schwenk um 180 Gard – April, April, oder was?
    Im Falle eines Umzuges des Arbeitslosenzentrums in eine städt. Immobilie an einem anderen Ort würden auf die Stadt erhebliche Kosten zukommen, weil die Einrichtung mit ihrem Begegnungs- und Küchenbetrieb für mittlerweile über 12.000 Mahlzeiten im Jahr einiges zu investieren hätte, um den geltenden Hygienestandards zu entsprechen. Ebenso müsste dort auch die Barrierefreiheit hergestellt werden. Und dies allein auf Kosten der Stadt und ohne Stiftungs- und Spendenmittel! Bislang hat niemand über die mit einem Umzug zwangsläufig verbundenen Kosten gesprochen. Am jetztigen Standort würden für die Stadt keinerlei weitere Kosten entstehen und sie bekäme eine wertvolle Sozialimmobilie für die vielen Menschen im Quartier, die diese Einrichtung regelmäßig besuchen. Über die 30 Jahre, die das Arbeitslosenzentrum an seinem Standort tätig ist, haben sich sehr enge Beziehungen zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern im Wohnquartier Innenstadt Gladbach entwickelt. Das wollen wir weiter ausbauen. Was gibt es dagegen zu sagen?
    In formaler Hinsicht ist noch hinzu zu fügen, dass sich in allen standortrelevanten Fragen, die das Arbeitslosenzentrum betreffen, allein der Vorstand um die Angelegenheiten kümmert. MitarbeiterInnen der Einrichtung können und dürfen für die Politik des Vereinsvorstandes in keiner Weise verantwortlich gemacht werden!
    Karl Boland
    Vorstandsmitglied
    im Arbeitslosenzentrum
    Mönchengladbach e.V.

  2. Rainer Missy | 18. Mai 2015 um 16:42 |

    Ich kann diese Meinung nur unterstützen und finde die Blockadehaltung von Seiten der Leitung des Arbeitslosenzentrums für absolut ungeeignet eine Situationsverbesserung herbeizuführen. Die momentane Unterbringung ist eine maximal provisorische Lösung, die Örtlichkeit ist für die Bedürfnisse, auch von Arbeitslosen, eher unwürdig. Sollte die Stadt eine Alternative zu dem Ist-Zustand haben muss diese Alternative geprüft werden, da fast alles besser ist als das Jetzige. Ich halt die baulichen Voraussetzungen, wo das Zentrum z. Z. untergebracht ist, für „fast Unmenschlich“ um nicht zu sagen für Menschen verachtend. Auch die Vorhaben in diese Immobilie zu investieren ist meiner Meinung nach, falsch angelegtes Geld und kann nur von Sturköpfen gewollt werden. Die Stadt hat bei ihren Immobilien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit besser geeignete Immobilien als die zur Zeit verwendete. Ich würde den verantwortlichen vorschlagen Ergebnis-offen über die Unterbringung des Arbeitslosenzentrums zu verhandeln bzw. zu diskutieren, wie es im Artikel ebenfalls vorgeschlagen wird. Daher kann ich das Geschriebene nur unterstützen.

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