Kein Kind zurücklassen: Modellvorhaben des Landes mit Mönchengladbacher Beteiligung gestartet

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Dr. Brigitte Mohn vom Vorstand der Bertelsmann Stiftung haben jetzt (26. März) gemeinsam das Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen – Kommunen in NRW beugen vor“ offiziell gestartet und auch Mönchengladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude sowie dem Sozialdezernenten Dr. Michael Schmitz in der Staatskanzlei die Urkunde für das Modellvorhaben überreicht.
Mönchengladbach gehört zu den 18 Modell-Städten und -Kreisen, die aus mehr als 50 Bewerbungen für das Projekt ausgewählt worden sind.

„Gemeinsam mit den Kommunen wollen wir Unterstützung bieten, die wirklich hilft. Es werden Präventionsketten aufgebaut, die sich am Lebensweg eines Kindes orientieren. Eine Kette, die schon in der Zeit der Schwangerschaft beginnt und bis zum erfolgreichen Berufseinstieg reicht. Mit einbezogen werden alle Ansprechpartner zum Beispiel auch Kitas, die Jugendhilfe, Schulen, aber auch Ärzte und die Polizei. Alle sollen gemeinsam miteinander arbeiten“, betonte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft beim Projektstart in Düsseldorf.

„Wir machen bei dem Modellvorhaben mit, weil wir mit unserem Präventionsprojekt HOME die Weichen zu einer frühzeitigen, vorbeugenden Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien gestellt haben. Wir hoffen, mit anderen Städten und Gemeinden in einen entsprechenden Austausch zu kommen und mit diesem Konzept einige Impulse zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung präventiver Angebote geben zu können“, begründete OB Norbert Bude die Teilnahme von Mönchengladbach an dem Projekt.

Mit dem Ausbau der Familienzentren, der Einrichtung einer Abteilung „Frühe Hilfen“ im Jugendamt und der Vernetzung mit Krankenhäusern, Kinderärzten, Tageseinrichtungen, Schulen und weiteren Institutionen, die das Wohl von Kindern im Blick haben, hat die Stadt in diesem Bereich bereits wichtige Grundlagen gelegt. „Wir freuen uns, dass die bisher im Bereich der Prävention geleistete Arbeit auch im Land Anerkennung findet“, erklärt Sozialdezernent Dr. Michael Schmitz.

Im Projekt HOME setzt sie in den Stadtteilen Eicken und Mülfort bereits beispielhaft ein Präventionskonzept um, das Eltern mit Kindern zwischen 0 und 10 Jahren besonders intensiv unterstützt. „Die Förderung im gemeinsamen Modellvorhaben von Landesregierung und Bertelsmann-Stiftung gibt uns die Möglichkeit, diese Ansätze weiter voranzutreiben und die Zusammenarbeit zwischen den Stellen, die etwas zur frühzeitigen Förderung von Kinder beitragen können, weiter zu verbessern“, ergänzt Oberbürgermeister Norbert Bude. Dafür erhält Mönchengladbach wie die anderen ausgewählten Kommunen einen Zuschuss des Landes zum personellen und sachlichen Mehraufwand, der im ersten Jahr 70 Prozent, im zweiten 50 und im dritten Jahr 40 Prozent der zusätzlichen Kosten deckt. (pmg)